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Newsletter 03/2021



Neue LZT-Reihe "Berühmte Frauen. Lebenswege und Visionen"

Wir kennen die Namen berühmter Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts. Aber kennen wir ihre Geschichte, ihre Alltagskämpfe mit all den Höhen und Tiefen? Diese Frauen, die noch weitgehend rechtlos waren, keine Chancen auf gleichberechtige Lebensverhältnisse hatten, kaum Bildung genießen konnten, geschweige denn Universitäten besuchen durften, hatten aber die Kraft und Beharrlichkeit, sich aus diesem Korsett zu befreien und um ihren eigenen Lebensentwurf zu kämpfen. Diese Frauen verdienen nicht nur unseren Respekt, sondern sind auch Vorbilder für unsere heutige Zeit.

Das hat die Landeszentrale für politische Bildung bewogen, die Reihe  „Berühmte Frauen. Lebenswege und Visionen“ zu initiieren. Als Referentin steht uns die renommierte Literaturwissenschaftlerin Dr. Ilse Nagelschmidt, die bis zu ihrem Ruhestand Direktorin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Leipzig war, zur Seite. Mit der Vorstellung der jüdischen deutsch-schwedischen Schriftstellerin und Lyrikerin Nelly Sachs (1891-1970)  sowie  der deutschen Schriftstellerin Anna Seghers (1900-1983) haben wir im vergangenen Jahr begonnen. In diesem Frühjahr soll es mit Vorträgen zu Käthe Kollwitz und Rosa Luxemburg weitergehen.

Ursula Nirsberger



Online-Veranstaltung
Käthe Kollwitz (1867 -1945) - Ein Leben für und mit der Kunst

„Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zweck hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.“ (1922)

Im Mittelpunkt des Vortrages stehen neben ihren künstlerischen Arbeiten die im Jahr 1923 begonnene Niederschrift der „Lebenserinnerungen“ sowie die Vereinnahmungs- und Deutungsprozesse ihrer Arbeit und ihres Lebens in Deutschland Ost und West. Ihre Themen, die Lebenskontexte, ihre Leidenschaft und ihre Kompromisslosigkeit lohnen es, dieser Künstlerin aus gegenwärtiger Sicht zu begegnen, damit sie in unserem kulturellen Gedächtnis weiterlebt.

Die Vortragsveranstaltung wird als Webex Meeting am 16. März 2021, 18.00 Uhr stattfinden. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Interessierte melden sich bitte unter LZT_PF@tsk.thueringen.de mit ihrer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten einen Einladungslink zum Meeting.

Vorschau:

Am 10. Juni 2021, 19.00 Uhr findet nach jetzigem Stand eine Vortragsveranstaltung über die Revolutionärin Rosa Luxemburg (1871-1919) in der Stadt- und Kreisbibliothek Bad Salzungen statt. 

Am 23. September 2021 wird die Feministin Hedwig Dohm (1831-1919) und ihr früher Kampf gegen den Antifeminismus im Mittelpunkt des Vortrags von Ilse Nagelschmidt stehen. Die Vortragsveranstaltung findet nach jetzigem Stand als Präsenzveranstaltung in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera statt.

 



Filmstreaming und Gespräch (Abrufangebote)
Dokumentarfilm: Swimmingpool am Golan (D 2018, 88 min)

Der Dokumentarfilm von und mit Esther Zimmering spannt den Bogen zwischen drei Generationen deutsch-jüdischen Lebens in Deutschland, der DDR und in Israel. Die eine Hälfte der Familie baute sozialistische Kibbuzim auf, die andere Hälfte die DDR. Die Mitglieder der Familie Esther Zimmerings hatten ihre sozialistischen Ideale nach der Shoa nicht verloren – genau wie ihre Leben. Nach dem Mauerfall lernt Esther Zimmering nicht nur ihre unbekannten Verwandten kennen, sondern auch die Welt der Zionisten. Was ist von den gegensätzlichen Ideen ihrer Vorfahren übriggeblieben? Die Suche der Regisseurin nach ihrer eigener Identität und ihren Wurzeln eröffnet vielfältige Blickwinkel auf Aspekte der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Anhand von Archivmaterial und Gesprächen mit Familienangehörigen deckt sie die Geheimnisse und Ungereimtheiten der Zimmerings auf.

Der Film läuft als zweiter Beitrag unserer Filmreihe „Jüdische Geschichte(n)“ zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ und kann vom 24.02. bis 02.03. kostenfrei gestreamt werden. Informationen zur Zugangsmöglichkeit und der entsprechende Link sind auf der Website unseres Kooperationspartner Kino mon ami Weimar zu finden (www.kinomonami.de). Begleitend zum Film soll ein Gespräch mit der Regisseurin und einem Protagonisten des Films abrufbar sein.

Zugangsmöglichkeit



Online-Veranstaltung
Online-Forum: Politische Bildung – vernachlässigt, unterschätzt, doch demokratierelevant?: Workshop im Februar ausgebucht. Zusatztermin am Dienstag, 27. April, 14.00 Uhr

Die Landeszentrale für politische Bildung und die Evangelische Akademie haben in den letzten Jahren immer wieder zu gemeinsamen Diskussionen politischer Bildner*innen in Thüringen eingeladen, vor allem im Bereich der Rechtsextremismus-Prävention und der Demokratiebildung.  Für unseren Online-Workshop am 24. Februar können wir keine weiteren Anmeldungen mehr annehmen. Aufgrund der sehr großen Resonanz haben wir uns daher zu einem zusätzlichen Angebot entschlossen, das am Dienstag, 27. April, 14.00 Uhr stattfinden wird.

Programm und Anmeldung



Save the Date
Tagung „Widerspruchsvoller Neubeginn. Ostdeutsch-jüdische Geschichten nach 1945“ am 21./22. Juni in Erfurt

Im Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen" gibt es wenig Angebote zur frühen Geschichte jüdischen Lebens in der DDR, die im Mittelpunkt dieser Tagung steht. Themen werden sein: Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Holocaust in der DDR-Faschismustheorie , Jüdische Mitglieder in der VVN, die Rezeption der Herbert-Baum-Gruppe,  der Umgang mit dem thüringischen Wiedergutmachungsgesetz von 1945 in der SBZ und DDR, der Neubeginn der jüdischen Gemeinden in Thüringen nach 1945, Jüdische Gemeinden im Kalten Krieg, Deutsch-deutsche NS-Aufarbeitung. Als Referent*innen zugesagt haben u.a.: Annette Leo, Regina Scheer, Alexander Walther, Monika Gibas, Andreas Weigelt, Eike Küstner und Susan Neiman.

Das Programm wird Anfang März online zur Verfügung stehen. Interessent*innen können sich bereits jetzt an das Referat 1 der LZT wenden und sich für das Programm vormerken lassen.

Ansprechpartner: Peter Reif-Spirek

 



Neuauflage
Biologie und Politik – Die Herkunft des Menschen

Bildungsarbeit zu Rassismus hat sich mit dem Konstrukt menschlicher „Rassen“ auseinanderzusetzen. Eine biologische Begründung dafür gibt es nicht, wohl aber ideologisch motivierte, vermeintlich biologisch-anthropologische Begründungsversuche.

Jenaer Wissenschaftler spielten dabei in den 30er Jahren eine unrühmliche Rolle. Unsere neue Publikation (überarbeitete und erweiterte Neuauflage), verfasst vom namhaften Jenaer Biologen Uwe Hoßfeld, widmet sich in vielfältiger Weise dem Thema und geht auch auf den deutschen bzw. Jenaer Sonderweg ein, der Anlass war für die 2019 verfasste Jenaer Erklärung.

Zur Bestellung



Publikation
Verspielte Einheit

Im Jubiläumsjahr der doppelten Staatsgründung haben wir gemeinsam mit der Stiftung Ettersberg die Konferenz „Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949“ veranstaltet. Mittlerweile liegt die Tagungsdokumentation vor.

Die deutsche Teilung war kein Betriebsunfall der Weltgeschichte, sie war aber auch nicht das erklärte Ziel alliierter Deutschlandpolitik. Die Ursachen sind vielfältig und seit jeher umstritten. Mit Beiträgen von Wolfgang Benz (Wie es zur deutschen Teilung kam), Tim Schanetzky (Truman und der Marshall-Plan), Elke Scherstjanoi (Stalin und die deutsche Einheit), Tim Geiger (Adenauer und die Westintegration der Bundesrepublik), Hermann Wentker (Ulbricht und die Integration der DDR in den Machtbereich der Sowjetunion) sowie Gerd Dietrich (Der geteilte Zusammenhang: Die deutsche Teilung in Satire und politischem Witz in Ost und West, mit zahlreichen Illustrationen).

Zur Bestellung



Neuerscheinung
Rolf Steininger „Das amerikanische Jahrhundert. Die USA als globale Führungsmacht“

Passend zu den derzeitigen Diskussionen um eine Neuausrichtung bzw. Korrektur der amerikanischen Außenpolitik  erscheint unsere Eigenpublikation „Das amerikanische Jahrhundert. Die USA als globale Führungsmacht“. Sie spannt den Bogen vom 1. Weltkrieg bis zum 11.September 2001 und die Folgezeit.

The American Century: Diesen Begriff prägte der amerikanische Verleger Henry Luce in einem Artikel im Februar 1941 in seinem Life-Magazin. Luce forderte darin den Kriegseintritt der USA und sagte voraus, dass in Zukunft die Demokratie der USA nur durch eine energische Außenpolitik und ein Ausgreifen des amerikanischen Kapitalismus in die Weltwirtschaft gesichert werden könne. Am Ende des Zweiten Weltkrieges trat genau das ein, was Luce gefordert hatte: The American Century, das amerikanische Jahrhundert begann.

Videovorstellung des Buchs durch den Autor



Online Buchvorstellung
Marko Martin: Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und Entdecken der Kultur des Ostens

Marko Martins großartiges Buch, das im Kern eine Wieder- und Neuentdeckung ostdeutscher kultureller Avantgarde jenseits der damaligen „Staatskultur“ ist, haben wir im Gespräch mit dem Autor und dem Leiter der LZT, Franz-Josef Schlichting, vorgestellt.
Die Buchvorstellung war eine Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen - Akademie des Bistums Erfurt.

Video der Buchvorstellung bei YouTube

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Impressum:

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Regierungsstr. 73 | 99084 Erfurt

Online-Redaktion: Michael Panse

Tel: 0361 / 57-3212725 | E-Mail: LZT_PF@tsk.thueringen.de

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