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Newsletter der Landeszentrale 05/2021



Aktuelles
Jahresbericht 2020 der LZT

Unser Jahresbericht 2020 liegt vor. Nach einem Veranstaltungsrekord im Jahr 2019 folgte im zurückliegenden ein Publikationsrekord: 34 Bücher und Broschüren haben wir 2020 im Selbstverlag herausgegeben!

Ansonsten war vieles anders in diesem ersten Corona-Jahr. Online-Veranstaltungen wurden entwickelt und das digitale Angebot und die entsprechenden Kommunikationsmöglichkeiten ausgebaut. Auffälligste Veränderung ist die neue Webseite und der eigene YouTube-Kanal sowie Podcasts als zusätzliches Medium. 150 Veranstaltungen konnten noch in Präsenzform durchgeführt werden; teilweise sind wir ins Freie ausgewichen.

Lesen Sie selbst:

Download Jahresbericht



Aktuelles
"Internationaler Tag der Roma" am 8. April - unser Literaturtipp:

Der Internationale Tag der Roma  ist ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation der Roma, insbesondere deren Diskriminierung und Verfolgung, aufmerksam gemacht werden soll. Das Datum 8. April erinnert an die Anfänge der Roma-Bürgerrechtsbewegung[ mit dem Ersten Welt-Roma-Kongress, der am 8. April 1971 in London stattfand.

Im LZT-Publikationsangebot erhältlich ist das Buch von Karola Fings "Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit". Sie erzählt knapp und anschaulich die 600 jährige Geschichte der größten Minderheit in Europa. Sie analysiert, warum der nationalsozialistische Völkermord so lange verharmlost wurde und welche Perspektiven sich Sinti und Roma heute bieten. Die Verlagspublikation versenden wir nur in Thüringen.

Die im April geplante Buchvorstellung mit Simone Trieder "Sinti in der DDR. Alltag einer Minderheit" fällt aufgrund der Pandemiebedingungen aus und wird am 20. Juli nachgeholt.

Zur Bestellung



Online-Veranstaltung
Gunnar Decker „Zwischen den Zeiten“. Die späten Jahre der DDR

Die Biermann-Ausbürgerung hatte die DDR-Gesellschaft 1976 in eine Melancholie gestürzt, aus der sie 1985 mit Michail Gorbatschow erwachte. Jetzt kehrt die Utopie zurück. Vor allem Intellektuelle, Künstler und Aussteiger aller Art lebten sie. Dem westlichen Siegerblick nach 1990, der die Geschichte der Ostdeutschen bis heute dominiert, entgeht zumeist dieser Emanzipationsprozess, der lange vor 1989 einsetzte. Umso mehr scheint hier eine Korrektur nötig: die Aneignung der eigenen - höchst widersprüchlichen - Geschichte durch die Akteure dieser Geschichte.

Dienstag, 13. April 2021, 18 Uhr

Die Veranstaltung wird live über den YouTube-Kanal der LZT und die Facebook-Seite der LZT gestreamt.



Online-Veranstaltung
Verlorene Zeit, verschwendete Jugend? - Die Corona-Krise als Herausforderung für Jugendpolitik und Jugendbeteiligung in Thüringen

15.04.2021 | 14:00 | Online-Veranstaltung

Die Online-Veranstaltung in Kooperation von Evangelischer Akademie Thüringen, Thüringer Landesjugendring und Landeszentrale soll der Verständigung darüber dienen, in welcher Weise sich Jugendpolitik und gesellschaftliche Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche in Thüringen durch Corona verändert haben. In einer Einführung wird Professor Ulrich Lakemann aus Jena die aktuelle Situation insbesondere in Bezug auf kommunale Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen umreißen. Anschließend kann in drei virtuellen Räumen im World-Café diskutiert werden. Die Themen sind:

Raum 1: Wie geht Beteiligung und Jugendpolitik jetzt (auch online)?

Raum 2: Digitale Beteiligungsprozesse durch Social Media?

Raum 3: Wahrnehmung von Jugendinteressenvertretung der letzten Monate.

Abschließend werden die Diskussionsergebnisse im Abschlussplenum zusammengeführt.

Anmeldungen sind per E-Mail bis zum 13. April bei Juliane Gerhardt, Tagungsassistentin Jugendbildungsstätte Junker Jörg, Tel. 036202 / 984-35, gerhardt@ev-akademie-thueringen.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Zugangsdaten zur Zoom-Videokonferenz werden rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn bereitgestellt.



Fachtagung
Widerspruchsvoller Neubeginn - Ostdeutsch-jüdische Geschichten nach 1945

21.06.2021 bis 22.06.2021 | Augustinerkloster Erfurt, Augustinerstraße 10

Im Themenjahr @Jüdisches Leben in Thüringen gibt es wenig Angebote zur frühen Geschichte jüdischen Lebens in der DDR, die im Mittelpunkt unserer Tagung steht. Themen werden sein: Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Holocaust in der DDR-Faschismustheorie , Jüdische Mitglieder in der VVN, die Rezeption der Herbert-Baum-Gruppe,  der Umgang mit dem thüringischen Wiedergutmachungsgesetz von 1945 in der SBZ und DDR, der Neubeginn der jüdischen Gemeinden in Thüringen nach 1945, Jüdische Gemeinden im Kalten Krieg, Deutsch-deutsche NS-Aufarbeitung. Als Referent*innen zugesagt haben u.a.: Annette Leo, Regina Scheer, Alexander Walther, Monika Gibas, Andreas Weigelt, Eike Küstner und Susan Neiman.

Die Überlebenden des Holocaust, die sich nach dem Ende des Krieges in der sowjetischen Besatzungszone niederließen, schwankten noch etliche Jahre lang zwischen Bleiben und Gehen. Während die einen Deutschland nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Palästina oder den USA ansahen, letztlich aber doch in Berlin, Erfurt oder Leipzig blieben, sahen sich andere zu Beginn der 1950er-Jahre erneut zur Flucht aus ihrer alt-neuen Heimat gezwungen.

Nur ein kleinerer Teil schloss sich wieder zu jüdischen Gemeinden zusammen. Die meisten der aus dem Exil in den sowjetischen Machtbereich zurückgekehrten Juden standen der Religion eher fern und wollten am Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft mitwirken. Zwar verstand sich die DDR als antifaschistischer Staat, jedoch war sie mit dem gesellschaftlichen Nachlass des Naziregimes konfrontiert.

Die Tagung fragt anhand einzelner Aspekte, ob und wieweit dieser Anspruch eines Neubeginns in der SBZ/DDR eingelöst wurde: Freiheit der Religionsausübung, staatliche Unterstützung für die Gemeindegründung und besondere soziale Fürsorge für die Überlebenden waren überschattet von fortdauerndem Antisemitismus in der Bevölkerung, vom Scheitern einer Wiedergutmachungsregelung und von der stalinistischen Verfolgung, die phasenweise auch eine deutlich antisemitische Richtung aufwies. Auch in Thüringen sahen sich viele der früheren jüdischen Verfolgten  zur erneuten Auswanderung  gezwungen. In der Erinnerungspolitik dominierte der kommunistischen Widerstand, während die verfolgten und ermordeten Juden als passive Opfer galten, die „nicht gekämpft“ hatten.  Die jüdische Widerstandsgruppe um den Kommunisten Herbert Baum wurde entsprechend dieser Logik zu einer kommunistischen Gruppe umgedeutet.

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Video-Buchvorstellung
Annette Seemann: Reformer der Pädagogik in Thüringen

Die Autorin Dr. phil. Annette Seemann hat sich in einer Eigenpublikation der LZT mit den pädagogischen Traditionen in Thüringen auseinander gesetzt. Wir haben mit ihr über das Buch "Reformer der Pädagogik" in Thüringen gesprochen.

Zu bestellen ist das Buch über die Homepage der LZT.

Link zum Video bei YouTube



Aktuelles
Praktikum bei der LZT

Die LZT bietet regelmäßig auch Praktika für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende an. 

Derzeit absolviert Alina Krutsch ihr Praktikum im Rahmen ihres Studiums an der Universität Erfurt bei der Landeszentrale für politische Bildung. Zu ihrer Erwartung an ihr Praktikum sagt sie:

"In meinem Praktikum beschäftige ich mich mit der Herstellung von Büchern. Da ich leidenschaftlich gerne lese, bietet mir das Praktikum in der Landeszentrale eine Verbindung von persönlichen und beruflichen Interessen. Es ist spannend zu erfahren, wie politische Bildungsarbeit konkret umgesetzt wird, in diesem Fall durch verschiedene Publikationen zur Erwachsenenbildung. Zu meinen Aufgaben gehört die Arbeit mit den Manuskripten der Autoren sowie das Erstellen von eBooks. Dabei lerne ich durch das Lesen der Publikationen selber immer Neues dazu, das macht die Arbeit interessant."



Neuerscheinung
Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen

  • Frisch aus der Druckerei bei uns im Angebot ist das Buch Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen von Ronald Füssel.

    Zwischen 1526 und 1731 haben Thüringer Gerichte über 1.500 Hexenprozesse geführt, bei denen etwa 900 Menschen den Tod fanden – die meisten davon Frauen. Man hatte ihnen vorgeworfen, sich mit dem Teufel verbündet sowie durch Zauberei Mensch und Vieh Schaden zugefügt zu haben. Wer dies gestand, war laut Gesetz zum Tod im Feuer zu verurteilen. Doch nicht alle Verdächtigen ließen sich ein Geständnis abpressen: Sie wurden wieder entlassen oder des Landes verwiesen, kamen also mit dem Leben davon. Zusammen mit den benachbarten fränkischen Hochstiften Bamberg und Würzburg bildete vor allem der Süden Thüringens eine Kernzone der deutschen Hexenverfolgungen.

    Aber was war überhaupt eine Hexe? Wie liefen die Verfahren eigentlich ab? Wer war daran beteiligt? Was genau hat man den Beklagten vorgeworfen? Und überhaupt: Wer waren die „Thüringer Hexen“? Der Marburger Historiker Dr. Ronald Füssel hat das umfangreiche Quellenmaterial in den Thüringer Archiven ausgewertet und kann diese Fragen verständlich beantworten. Dabei räumt er auch mit vielen falschen Vorstellungen und Klischees über das Thema auf, gibt einen allgemeinen Überblick über die Zeit der Hexenverfolgungen in Deutschland und erklärt, wie sich das Bild der Hexe in den letzten 300 Jahren grundlegend gewandelt hat.
    Zu bestellen ist das Buch über die Homepage der LZT.

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Impressum:

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
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Online-Redaktion: Michael Panse

Tel: 0361 / 57-3212725 | E-Mail: LZT_PF@tsk.thueringen.de

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