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24.02.2021 | 14:00 | Online
Konsequenzen aus dem aktuellen Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung

„Politische Bildung junger Menschen“, so formuliert es das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe aus dem Jahr 2017, ist „ein zentraler Auftrag für die Jugendarbeit“. Doch wie, in welchen sozialen Räumen und in welcher Qualität wird dieser Anspruch umgesetzt? Diesen Fragestellungen widmete sich der aktuelle 16. Kinder- und Jugendbericht, der die „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“ zum ersten Mal dezidiert in den Mittelpunkt stellt. Im Auftrag der Bundesregierung analysierte eine Sachverständigenkommission hierfür die unterschiedlichen Erfahrungsräume von Kindern und Jugendlichen und leitete daraus zentrale Forderungen für die Weiterentwicklung der politischen Bildung ab.
Im Rahmen dieser Online-Veranstaltung werden die zentralen Ergebnisse des Kinder- und Jugendberichts zum Anlass genommen, kritisch über den aktuellen Zustand der politischen Bildung in Thüringen zu diskutieren und Veränderungsbedarfe – nicht nur für den Bereich der Kinder- und Jugendbildung, sondern auch für den Bereich der schulischen politischen Bildung und der Erwachsenenbildung – zu formulieren.
In kritischer Perspektive sollen im Rahmen der Veranstaltung dabei vor allem
• die insgesamt schwache Stellung und Absicherung der politischen Bildung im gesamten Bildungsbereich,
• die ungenutzten Potentiale in den Feldern der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung,
• die zunehmende Fokussierung und Verengung auf Sondermaßnahmen im Bereich der Präventionsarbeit im Rahmen von Landes- und Bundesprogrammen,
• die Diskursverschiebung auf „Demokratiebildung“ und der damit einhergehende Verlust an gesellschaftskritischer politischer Bildung sowie
• die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
problematisiert werden.

Referent:
Ulrich Ballhausen ist Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover und Gastdozent an der Universität Wien und der Hochschule Koblenz im Bereich der politischen Bildung. Er ist seit über 30 Jahren in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung in unterschiedlichen Funktionen aktiv und war in der Erstellung des Kinder- und Jugendberichts eingebunden. Als langjähriger Leiter der EJBW Weimar ist er auch ein Kenner der politischen Bildungslandschaft in Thüringen.

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und die Evangelische Akademie laden im Online-Gespräch zum Austausch von politischen Bildnerinnen und Bildnern und auch Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik ein.
Bitte melden Sie sich per E-Mail mit Angabe Ihres Namens hier an: gerhardt@ev-akademie-thueringen.de
Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung die Zugangsdaten zur Zoom-Videokonferenz.
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Politische Bildung – vernachlässigt, unterschätzt, doch demokratierelevant?
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