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29.06.2021 | 19:03 | Fanprojekt Jena
Vor einem Jahr, im Juni 2020 flammten im Zusammenhang mit dem Nominierungsverfahren zur Präsidentenwahl in Belarus Straßenproteste auf. Die Wahlen selbst im August gerieten zur Farce: Seitdem rollt in Belarus eine historische Protestwelle gegen den Langzeitautokraten Aljaksandr Lukaschenko, der das osteuropäische Land seit 1994 mit harter Hand regiert. Demonstranten forderten die Abdankung Lukaschenkas und Neuwahlen. Die Antwort des Regimes: Gewalt und Verhaftungen. Die von belarussischen Behörden erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk, die Festnahme des Regierungskritikers Roman Protasewitsch und die Ausstrahlung eines merkwürdigen Interviews mit ihm im Staatsfernsehen von Belarus sorgen aktuell für Aufsehen. Seit Juni 2020 wurden über zehntausende Menschen inhaftiert. Darunter waren auch viele prominente Sportler und Fußballer des Landes, sowie Fußball-Fans. In seinem Vortrag berichtet der langjährige Belarus-Kenner und Mitgründer des Projektes Fankurve Ost, Ingo Petz, von den aktuellen Protesten, über ihre politischen Hintergründe und von der Rolle von Fußball und Fanszenen. Zudem gibt er Einblicke in die Kultur und Geschichte eines Landes, das hierzulande immer noch sehr unbekannt ist.

Ingo Petz hat über 20 Jahre als Journalist über Belarus und Osteuropa berichtet. 2014 gründete er das Projekt Fankurve Ost, das sich mit den Fankulturen in Belarus, Russland und in der Ukraine beschäftigt. 2018 war er im Team der Deutschen Fanbotschaft bei der WM in Russland. Seit Dezember 2019 arbeitet er bei Football Supporters Europe.
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„Einer für alle, alle für einen“ – Sport und Sportler im Widerstand gegen Lukaschenko in Belarus
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