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01.07.2021 | 18:15 | Augustinerkirche Gotha, Klostergasse, 99867 Gotha
Andreas Kossert, renommierter Experte zum Thema Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert und Autor des Bestsellers „Kalte Heimat“, stellt in seinem neuen Buch die Flüchtlingsbewegung des frühen 21. Jahrhunderts in einen großen geschichtlichen Zusammenhang. Immer nah an den Einzelschicksalen und auf bewegende Weise zeigt Kossert, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen – und warum es für Flüchtlinge und Vertriebene zu allen Zeiten so schwer ist, in der Fremde neue Wurzeln zu schlagen. Ob sie aus Ostpreußen, Syrien oder Indien flohen: Flüchtlinge sind Akteure der Weltgeschichte – Andreas Kossert gibt ihnen mit diesem Buch eine Stimme.
»Er zeigt auf, dass Flucht und Vertreibung nicht das Problem der anderen ist, sondern gerade auch in Deutschland tief verwoben ist mit der eigenen Familiengeschichte, und stiftet einen Sinn dafür, dass es eben alle angeht.« (Aus der Begründung der Jury des NDR Kultur Sachbuchpreises zur Auszeichnung als bestes Sachbuch des Jahres 2020)

Andreas Kossert, geboren 1970, studierte Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker arbeitete am Deutschen Historischen Institut in Warschau und lebt seit 2010 als Historiker und Autor in Berlin. Auf seine historischen Darstellungen Masurens (2001) und Ostpreußens (2005) und zu den deutschen Vertriebenen nach 1945 („Kalte Heimat“, 2008) erhielt er begeisterte Reaktionen. Zuletzt erschien von ihm „Flucht. Eine Menschheitsgeschichte“, das mit dem NDR-Kultur Sachbuchpreis 2020 und „Das politische Buch 2021“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet wurde.

Eine Kooperation mit Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt.
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Andreas Kossert: FLUCHT – EINE MENSCHHEITSGESCHICHTE
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