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05.07.2022 | 19:30 | Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt
Eine Deutschstunde zur russischen Geschichte und Gegenwart - Vortrag und Gespräch, moderiert von Ulrike Müller

Irina Scherbakowa, Dr., geb. 1949 in Moskau, ist Historikerin und Vorstandsmitglied der russischen Geschichts- und Menschenrechtsorganisation Memorial International, die Ende 2021 von einem Moskauer Gericht aufgelöst wurde. In Deutschland erhielt sie in diesem Jahr den Theodor-Heuss-Preis. Irina Scherbakowa war schon mehrfach in der BRD zu Gast, hatte u.a. in Jena eine Gastprofessur.
Sie ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Buchenwald und Mittelbau-Dora. Lange Jahre war sie als Übersetzerin tätig. 2015 publizierten sie und der Russland-Experte Karl Schlögel unter dem Titel „Der Russland-Komplex“ ihren politischen Dialog, in dem es auch um den Krieg in der Ostukraine und die gewaltsame Annexion der Krim durch die russische Armee unter Putin geht. Ein Teil des Buches soll wegen seiner Aktualität im Zentrum der Veranstaltung stehen. 2017 erhielt Irina Scherbakowa die Goethe-Medaille in Weimar. Sie lebt jetzt in Tel Aviv.

Ulrike Müller, Dr., studierte Kirchenmusik, Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Hamburg und promovierte 1989 über Else Lasker-Schüler. Seit 1992 lebt sie in Weimar und ist dort als Reiseleiterin, Museumspädagogin, freie Referentin und Autorin tätig. Außerdem tritt sie mit musikalisch-literarischen Salonprogrammen auf und ist u.a. Herausgeberin und Mitautorin der „Stadtrundgänge WEIMAR WEIBLICH“. Ulrike Müller veröffentlichte u.a. den Band „Die klugen Frauen von Weimar“ sowie das Buch „Bauhaus-Frauen. Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design“.

Eine Kooperationsveranstaltung des Erfurter Herbstlese e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
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Irina Scherbakowa: Alte Faszination - neue Ängste
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