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26.11.2022 | 15:00 | Ali Kurt Baumgarten-Museum, Föritztal OT Judenbach, Alte Handelsstraße 83
Die Spielzeugindustrie nahm in der DDR eine beeindruckende Entwicklung – im Vergleich gesehen zu dem insgesamt abnehmenden Gewicht der Spielzeugindustrie in Deutschland nach
dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Die Umgestaltung der Spielzeugindustrie setzte den Eingriff in die Besitzverhältnisse der vorwiegend privatwirtschaftlich organisierten Spielzeugherstellung voraus. Die im Frühjahr 1972 erzwungene endgültige Auflösung der Privatbetriebe hat Verletzungen nach sich gezogen, die bis heute spürbar sind. Während die westdeutsche Spielwarenindustrie dem internationalen Markt schon immer in voller Wirkung ausgesetzt war und dies auch zu diversen Firmenliquidierungen führte, hatte die ostdeutsche Spielwarenindustrie bis 1989 eine „Schonzeit“.
Diese endete abrupt im Sommer 1990. Ein ganzes Bündel an Ursachen und wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen führten zum Niedergang selbst der Teile der DDR-Spielzeugindustrie,
die hinsichtlich Fertigungstechnologie und Produktqualität weltmarktfähig waren. Von einst 27.000 Beschäftigten ging die Zahl der in dieser Branche heute noch Arbeitenden auf wenige
Hundert zurück. Eine dreihundertjährige identitätsstiftende Tradition in Thüringen brach zusammen.
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Bernd Havenstein: Spielzeug und Spielzeugdesign in Thüringen
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