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Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen 10/2024


Neue Episode des LZT-Podcasts „Thüringen Talks“
Europa vor der Haustür: Thüringen wählt das Europäische Parlament


Ab Mittwoch, 29. Mai 2024, online auf allen gängigen Podcast-Kanälen, unserer Website und dem Webdossier sowie in den Thüringer Bürgerradios

Wieso ist die EU für viele Bürger*innen auch knapp 35 Jahre nach ihrer Gründung noch ein böhmisches Dorf? Wie genau hat sich die Rolle des Europäischen Parlaments entwickelt? Und wie nehmen die über 450 Millionen Einwohner der EU Notiz von diesen Direktwahlen?

In der sechsten Folge des LZT-Podcasts „Thüringen Talks“ wendet sich der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Olaf Leiße der Europawahl zu, die in Thüringen am 9. Juni ansteht. Der Experte, der an der Friedrich-Schiller-Universität seit 15 Jahren den Arbeitsbereich für Europäische Studien leitet, unter anderem zum Wandel nationaler Staatlichkeit forscht und auch die Einführung "Die Europäische Union für Dummies" geschrieben hat, erklärt im Gespräch mit Referentin Franziska Gräfenhan, welche Bedeutung die Europawahlen für den Staatenbund an sich, aber auch für die Thüringer*innen vor Ort haben. Mit Blick auf die Wahlen des Europäischen Parlaments spricht Leiße über die großen Herausforderungen, denen die Europäische Union derzeit gegenübersteht - diese reichen von Fragen der Sicherheit in Zeiten des Krieges bis hin zur Zukunft der Integration des Staatenbundes.

Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse!

Der Podcast „Thüringen Talks“ wird von der Landeszentrale in Kooperation mit dem Medienbildungszentrum Erfurt der Thüringer Landesmedienanstalt produziert. Neue Folgen erscheinen immer am letzten Mittwoch des jeweiligen Monats.

Mehr Infos: www.lztthueringen.de & www.bildungfürdemokratie.de


Neue Beiträge des LZT-Blogs „Wahl-Gedanken“
Neue Impulse zur Kommunalwahl in Thüringen: Während sich der Autor Stefan Petermann mit Protest befasst, schreibt der Journalist Sebastian Haak über Fallstricke von Wahlprogrammen


Lesen Sie jetzt zwei neue Beiträge online auf dem LZT-Webdossier www.bildungfürdemokratie.de

Kurz vor der Kommunalwahl in Thüringen bietet der Blog "Wahl-Gedanken" zwei so informative wie anregende Beiträge für alle Wähler*innen und Politik-Interessierte im Freistaat. So bereichert der Literat und Autor Stefan Petermann seit Mai mit seinen literarischen Beobachtungen der politischen Landschaft Thüringens den Blog „Wahl-Gedanken“.

In seinem ersten Beitrag „Ich demonstriere“ (#08) verarbeitet Petermann sehr persönliche Eindrücke und Erfahrungen unserer politisch aufgeheizten Zeiten und nimmt die Leser*innen mit auf einen Tauchgang in die gesellschaftliche Vielstimmigkeit. Der Weimarer Autor, der mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht hat, fängt die emotional dichte Atmosphäre politischer Proteste ein und lässt den Lesenden mit einem Gefühl der Ambivalenz zurück.

Der Historiker und Journalist Dr. Sebastian Haak befasst sich hingegen in seiner jüngsten Analyse des politischen Geschehens in Thüringen mit dem Titel „Wahlkampf ist wie Seiltanzen“ (#07) mit den Wahlprogrammen der Parteien im Ringen um die Wahl, das bereits auf Hochtouren läuft. Wie genau den Parteien die Balance zwischen Versprechen und Wirkmacht gelingt, verrät er in seinem Text.

Im Rahmen des Blogs „Wahl-Gedanken“ erscheinen alle zwei Wochen Beiträge von Autoren aus Medien, Forschung, Kunst und Zivilgesellschaft, die auf das politische Geschehen in Thüringen im Wahljahr 2024 blicken.

Lesen Sie gern rein


Video zur Veranstaltung
„Von der Demagogie zum Populismus“ am 02.05.2024 in der Villa Rosenthal


Im zweiten Teil unserer Veranstaltungsreihe „Angegriffen und Abwehrbereit? Die Demokratie im Wahljahr 2024“ lenkte Prof. Dr. Marcus Llanque, Professor für politische Theorie an der Universität Augsburg und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates an der Forschungsstelle Weimarer Republik, den Blick auf die historische Entwicklung des Begriffs der „Demagogie“ und brach eine Lanze für die Zuspitzung als notwendige Vereinfachung von komplexen politischen Sachverhalten. Leidenschaftlicher Streit und klare Sprache sind aus seiner Sicht notwendige Voraussetzungen für eine lebendige politische Kultur.

Die nächsten Veranstaltungen der Reihe finden am 23.05.2024 zum Thema „Abwehrbereit? Konzept und Praxis der wehrhaften Demokratie“ und 06.06.2024 zum Thema „Wohin steuert Europa?“ statt.

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen: Abwehrbereit? Konzept und Praxis der wehrhaften Demokratie – Bildung für Demokratie (xn--bildungfrdemokratie-dbc.de) 

Der Vortrag am 2.5. und die anschließende Diskussion zum Nachschauen:


Neue Info-Reihe zur Kommunalwahl auf Instagram
Hass im Netz: Wenn Kommunalpolitiker*innen zur Zielscheibe von Hatespeech werden


Täglich vom 14. Mai bis zum 26. Mai 2024, auf dem Instagram-Kanal der Landeszentrale und der Thüringer Hatespeech-Beratungsstelle Elly

In wenigen Tagen ist Kommunalwahl in Thüringen: Je nach Region können Thüringer*innen ganz unterschiedliche kommunalpolitische Vertreter*innen wählen. Der Wahlkampf läuft derzeit auf Hochtouren und auch im Internet werben die Kandidat*innen um Stimmen. Das Team von Elly, der Thüringer Beratungsstelle gegen Hatespeech, beobachtet derzeit, dass es auch in diesem Jahr wieder zu Hatespeech gegen Kommunalpolitiker*innen kommt.

Was es genau mit dem Thema Hatespeech auf sich hat, gegen welche Personen sich der Hass besonders richtet und wo rechtliche Grenzen der Meinungsäußerungen im Internet liegen, darüber klärt eine gemeinsame Informations-Reihe der Beratungsstelle und der Landeszentrale auf der Social-Media-Plattform Instagram vom 14. bis 26. Mai auf. Alle Posts sind aber auch auf dem Webdossier www.bildungfuerdemokratie.de nachzulesen.

Instagram-Kanal der LZT


Neuerscheinung
Zur See


Neu in unserer Reihe „Serien und Politik“ ist die Broschüre von Marie Giebler „Zur See“.

Wenn das Meer rauschte, Gischt über den Bug spritzte, die Titelmelodie mit den Trompeten erklang und in weißer Schrift »Zur See« auf dem Röhrenfernseher erschien, dann geschah dies im Januar 1977, Freitagabend, zur besten Sendezeit in einem Wohnzimmer der DDR. Während Reisen in exotische Länder für die Bürger schwierig waren, flimmerten dank der 9-teiligen Serie Bilder von weiten Meeren, fernen Orten, Palmen und einer ganzen Reihe an Abenteuern über den Bildschirm.

Die Serie »Zur See« des Regisseurs Wolfgang Luderer handelt von der Mannschaft rund um Kapitän Karsten, ihr Leben auf dem Handelsschiff »MS Fichte«, die Liebe zur Arbeit auf See, die Beziehungen zu ihren Familien sowie ihre Abenteuer vor dem Hintergrund der politischen Spannungen des Kalten Krieges. Die Serie gilt mit 260 Drehtagen und 150 Rollen als eine der aufwändigsten DDR-Produktionen der Deutschen Film AG (DEFA) und wurde im ersten Programm des DDR-Fernsehens ausgestrahlt.

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Neuerscheinung
Automobilbau in der DDR


Jessica Lindner-Elsner ist die Autorin der LZT-Publikation „Automobilbau in der DDR.

Das Straßenbild der DDR war geprägt von Fahrzeugen aus den sozialistischen Ländern. Im Osten Deutschlands wurden unter planwirtschaftlichen Bedingungen die beiden Marken "Wartburg" und "Trabant" hergestellt. Für die Bevölkerung waren eigene Pkw ein begehrtes Gut, auf das man bis zu 15 Jahre warten musste. Jessica Lindner-Elsner gibt einen Überblick über die Geschichte der beiden Produktionsstandorte in Sachsen und Thüringen, über die Entwicklung der Fahrzeugmodelle, über Innovationen und Schranken und letztlich über das Schicksal von Wartburg und Trabant nach 1989.

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Neuerscheinung
Waldsterben


Udo Grashoff ist Autor der Broschüre „Waldsterben“ aus der LZT-Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“.

Der Wald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Das Ökosystem Wald ist Wasserspeicher, Sauerstofflieferant und Biotop für Pflanzen und Tiere, Pilze und Mikroorganismen. Seine zentrale Bedeutung für Weltklima und Artenvielfalt ist unstrittig. Die Sorge um den Erhalt des Waldes ist nicht neu, schon Jahrzehnte zuvor wurde über den Wald und seinen Zustand heftig diskutiert.

In den 1980er-Jahren sorgte die Debatte über das Waldsterben in der Bundesrepublik Deutschland für große Aufregung. Forstwissenschaftler hatten neuartige Baumschäden beobachtet und als gravierendes Umweltproblem eingestuft. Mutmaßlich waren diese Schäden durch Emissionen der Industrie und Versauerung der Böden verursacht worden, es war jedoch schwierig, die beobachteten Waldschäden eindeutig zu erklären. In dieser ungewissen Lage wurden übertriebene Horrorszenarien verbreitet. Die Angst, dass der Wald in naher Zukunft absterben würde, erfasste Experten, Politiker und Bürger gleichermaßen. Die Medien heizten die angespannte Lage weiter an. Bürger protestierten, Experten warnten, die Bundesregierung förderte die Ursachenforschung und unternahm zugleich drastische Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung. Möglicherweise lag es auch daran, dass das "Waldsterben" nie stattfand.

Welche Lehren können daraus für gegenwärtige Umweltdebatten gezogen werden?

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Veranstaltung
Stefan Mey: „Der Kampf um das Internet. Wie Wikipedia, Mastodon und Co. die Tech-Giganten herausfordern“


Mehr Freiheit und mehr Demokratie waren die großen Versprechen des Internets. Doch nach gut 30 Jahren des kommerziellen Webs konzentriert sich die Macht bei einigen wenigen Tech-Giganten wie Amazon, Google, Apple, Meta und Microsoft. Dabei bietet das Netz selbst eine Lösung, um sein ursprüngliches Freiheitsversprechen zu bewahren: die nichtkommerzielle digitale Gegenwelt. Der Autor und IT-Journalist Stefan Mey wagt sich an eine Bestandsaufnahme dieser „digitalen Zivilgesellschaft“, zu der unter anderem die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die Twitter-Alternative Mastodon, der Browser Firefox oder der Messenger Signal gehören.

In so informativen wie unterhaltsamen Porträts stellt Mey die Protagonist*innen, Ziele, Strategien und Geschäftsmodelle der digitalen Gegenwelt vor. Von ihnen gibt es nämlich weitaus mehr, als die meisten User*innen angesichts der Allgegenwart der digitalen Großkonzerne vielleicht denken würden. Die Akteure der „digitalen Zivilgesellschaft“ beweisen, dass eine andere digitale Welt nicht nur möglich ist, sondern dass sie schon lange existiert. Das Beste daran: jede*r kann sich an ihr beteiligen.

Autor: Stefan Mey ist ein investigativer IT-Journalist mit sozialwissenschaftlichem Hintergrund. Er hat sich von Anfang an für die Frage von Macht und Gegenmacht im Internet interessiert. Mey kennt nicht nur die großen IT-Konzerne, sondern auch viele unbekannte Projekte der digitalen Gegenwelt von innen.


Veranstaltung
Gespräch im Kubus »Nie wieder! Über Antisemitismus in Deutschland«


28.05.2024 | 18:00 | Erfurt, Kubus der Stiftung Ettersberg, Andreasstraße

Die Stiftung Ettersberg lädt gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zum Podiumsgespräch »Nie wieder! Über Antisemitismus in Deutschland« am Dienstag, den 28. Mai 2024, ab 18:00 Uhr ein. Gemeinsam mit Stephan Kramer, Oleg Portnoy und Ahmad Mansour sprechen wir über antisemitische Denkmuster und alte und neue Ängste jüdischer Menschen.

Der Antisemitismus hat in Deutschland eine lange Tradition und mündete im Zweiten Weltkrieg in der Ermordung der europäischen Juden. Auch danach war der Antisemitismus hierzulande nie ganz verschwunden und erhielt in jüngster Zeit durch das Aufkommen von Verschwörungstheorien neuen Auftrieb. Gleichzeitig sind wir mit einem neuen Antisemitismus konfrontiert, der seine Wurzeln im Nahostkonflikt hat und seit der militärischen Reaktion Israels auf den Terrorangriff der Hamas in großen Teilen der Bevölkerung Rückhalt findet. Die damit einhergehenden Anfeindungen lösen bei Jüdinnen und Juden in Deutschland alte Ängste aus. Wir wollen über die Ursachen und Ausdrucksformen von altem und neuem Antisemitismus diskutieren und nach den Folgen für unser demokratisches Gemeinwesen fragen.

Auf dem Podium sprechen:

Stephan Kramer (seit 1. Dezember 2015 Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen),

Oleg Portnoy (seit Februar 2024 Militärrabbiner bei der Bundeswehr für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen),

Ahmad Mansour (Psychologe und Autor, engagiert gegen religiösen Extremismus und für die Demokratie).

Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg). Der Eintritt ist kostenfrei.


Veranstaltung
Philosophisches Frühstück am Abend serviert: Wählen, wenn man nicht weiß wen?


28.5.2024 | 18:00 | Rudolstadt, Stadtbibliothek, Schulplatz 13

Auch 2024 setzen wir die in der Stadtbibliothek Rudolstadt stattfindenden Philosophieseminare mit Dr. Frithjof Reinhardt vom ipk Bad Berka fort. Im Superwahljahr werden die vier Seminare Aspekte aus dem Themenfeld Demokratie und Wahlen aufgreifen. Im zweiten Seminar 2024 soll es um das Thema „Wählen, wenn man nicht weiß wen?“ gehen.

Häufig hört man die Aussage, dass Wahlberechtigte nicht wissen, wen sie wählen sollen, verbunden mit Klagen über die Politikerinnen und die Politiker bzw. die Politik. Etliche begründen damit ihr Fernbleiben von der Wahl, ihr Dasein als Nichtwähler. Um zur Wahl zu motivieren, könnte man nun versucht sein, je nach eigener politischer Präferenz Vor- und Nachteile der einzelnen Parteien zu thematisieren, also politisch zu argumentieren. In diesem Seminar soll ein anderer Weg gegangen werden. Nicht die politischen Argumente werden betrachtet, sondern es wird danach gefragt, welche philosophischen Gründe für den Gang zur Wahlurne sprechen und welche Kriterien sich aus der philosophischen Betrachtung zur Bewertung der Parteien ableiten lassen. Ausgehend davon, muss jede Person ihre eigene Entscheidung treffen.  Vielleicht hilft dieses Herangehen, zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren und bei der Entscheidung für wen, helfend zu orientieren?!

(Unkostenbeitrag für Abendessen: 6 Euro, Voranmeldung möglich unter: ipkBadBerka@t-online.de oder 03672-486424)

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Buchvorstellung
Sabine Adler: Was wird aus Russland?


29.5.2024 | 19:30 | Weimar, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11

Der seit 2014 von Russland gegen die Ukraine geführte Krieg, der im Februar 2022 in eine Totalinvasion mündete, fordert Europa heraus. Was wissen wir über den Aggressor? Sabine Adler, langjährige Korrespondentin des Deutschlandfunks in Russland, seit 2012 Korrespondentin der erweiterten Osteuropa-Berichterstattung des Deutschlandfunks und heute auch Leiterin des Reporterpools für Osteuropa für die drei Programme des Deutschlandradios, zeigt, wie die russische Gesellschaft zu dem wurde, was sie heute ist: eine ihrer Meinungsfreiheit beraubte Nation, über deren Wirtschaftskraft die Führungsclique nach Belieben verfügt. Diese hat ein System errichtet, in dem politische, militärische und wirtschaftliche Eliten untrennbar verzahnt sind und dadurch uneingeschränkte Macht auf das Leben der Menschen ausüben. Mit Putin an der Spitze, der bald länger herrscht als Stalin. Wohin führt Putins Kurs das Land – und uns? Nach ihrem Bestseller »Die Ukraine und wir« steht auch in diesem Buch der Osteuropa-Expertin des Deutschlandfunks eines im Zentrum: Aufklärung.

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Buchvorstellungen
Frank Willmann: Streifzüge durch den wilden Fußball-Osten


29.5.2024 - 19:03 - Fanprojekt Jena | 30.5.2024 - 19:00 Kulturbaustelle Suhl | 31.5.2024 – 19:30 – Stadtbücherei Weimar (Gewölbekeller)

Im Jahr der Europawahlen, in dem zudem noch die Fußball Europameisterschaften nur 5 Tage nach dem europäischen Urnengang beginnt, sollte auch über Fußball, die damit verbundenen Subkulturen und ihre europäischen Verflechtungen gesprochen werden. Frank Willmann, in gleicher Weise Fußball- und Subkulturexperte wie Journalist und Autor, zieht es immer wieder in den Osten, nicht nur der Bundesrepublik, sondern auch Europas. Stets auf der Suche nach den wunderbaren Geschichten, die allein der Fußball schreibt, hat Willmann ein Herz für die kleinen, wie die großen Clubs im wilden Osten. Er mag tschechisches Bier, serbische Würste, albanischen Kuchen und liebt den Fußball in Belgrad, Split, Berlin, Prag, Bukarest, Sofia, Magdeburg, Jena… Bohemians Prag, Roter Stern Belgrad, Lok Leipzig, FC Priština … Es geht um Clubs, die im Westen längst vergessen sind oder kaum beachtet werden, und um deren Fans mit ihren Ansichten über Fußballgötter und Weltläufe.

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Buchvorstellungen
Martin Debes: Deutschland der Extreme. Wie Thüringen die Demokratie herausfordert


5.6.2024 - 19:30 – Bibliothek Gera | 11.6.2024 - 19:30 Bürgersaal im Historischen Rathaus Hildburghausen | 12.6.2024 – 18:00 – Strupp‘sche Villa Meiningen

Als waschechter Thüringer und langjähriger Chefreporter der Funke Mediengruppe gilt Martin Debes als einer der profundesten Kenner der hiesigen politischen Landschaft. Nach „Demokratie unter Schock“ erzählt der Autor in seinem neuen Buch „Deutschland der Extreme. Wie Thüringen die Demokratie herausfordert“ die Geschichte eines Landes, das bereits vor 100 Jahren Experimentierfeld extremer politischer Strömungen wurde und aktuell wieder geworden ist: Genau ein Jahrhundert, nachdem in Weimar erstmals Bürgerliche mithilfe völkischer Extremisten regierten, steht die Demokratie in Thüringen bei der Landtagswahl 2024 vor einer neuen Herausforderung. Damit verbindet sich nicht nur ein Härtetest für die Region, sondern einer für die ganze Bundesrepublik. Thüringen steht damit beispielhaft für die schwierige, von vielen als Bedrohung empfundene Situation der Demokratie in Deutschland.

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Buchvorstellungen
Kooperation der Landeszentrale zu den 27. Thüringen Literaturtagen


Bereits zum 27. Mal finden 2024 die Thüringer Literaturtage auf der Literatur- und Kunstburg Ranis statt. Wie in den Vorjahren kooperiert die Landeszentrale bei zwei Programmpunkten des Literaturfestivals.

Zum einen beteiligt sich die Landeszentrale an der Eröffnungslesung. Diesmal wird am Donnerstag, den 6. Juni um 19:30 Uhr Durs Grünbein im Gespräch mit Andreas Platthaus, dem Chef des Ressorts Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seinen neuen Roman „Der Komet“ vorstellen. Darin erzählt der Autor das Leben von Dora W., die aus Schlesien nach Dresden kommt und den Untergang der Stadt im Bombenkrieg miterlebt. Am Beispiel eines Einzelschicksals schildert Durs Grünbein, wie Geschichte den Geschichtslosen widerfährt, zuletzt als Schrecken und zu späte Einsicht.

Am Samstag, den 8. Juni, liest um 15:00 Uhr Martin Becker aus seinem Roman „Die Arbeiter“. Darin erzählt Becker die Geschichte über eine Herkunft aus einfachen Verhältnissen. Es ist eine Familiengeschichte aus Plettenberg, einer Kleinstadt im Märkischen Kreis. Der Vater arbeitet in der Schmiede im Bergbau, die Mutter näht in Heimarbeit, vier Kinder. Eine Familie, die immer wenig hat und gerade so über die Runden kommt, immer am Rande des materiellen Nervenzusammenbruchs. Mit "Die Arbeiter" hat Becker ein Klassen-Buch geschrieben, über den Alltag von Menschen aus dem Arbeitermilieu, einem Milieu, das im Verschwinden begriffen ist.

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Veranstaltung
Podiumsdiskussion: Wohin steuert Europa? Illiberale Demokratien und pro-europäische Kräfte in Ost- und Mitteleuropa


06.06.2024 | 19:00 | Jena, Volkshochschule Jena, Grietgasse 17

Am 9. Juni wählen die Bürger*innen Europas das Europäische Parlament – Ausgang offen. Seit Jahren sind auch in Ost- und Mitteleuropa rechtspopulistische Kräfte auf dem Vormarsch. In Polen stellte die PiS lange Zeit die Regierung, in Ungarn ist Victor Orbán noch immer an der Macht. Wo Rechtspopulisten regieren, geraten der Rechtsstaat, freie Medien und freier politischer Wettbewerb in Gefahr. Andere Länder Ost- und Mitteleuropas zeigen sich zugleich wenig anfällig für diese Bedrohung. Worin liegen die historischen und politischen Gründe für diese unterschiedlichen Entwicklungen? Wie stark ist die liberale Demokratie nach 20 Jahren Ost-Erweiterung der EU dort verankert?

Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr. Joachim von Puttkamer (Lehrstuhlinhaber Osteuropäische Geschichte an der FSU Jena), Karoline Gil (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. und Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart), und Prof. Dr. Olaf Leiße (Institut für Politikwissenschaften FSU Jena).

Begrüßung und Moderation: Dr. Andreas Braune (Jena)

Die Veranstaltung findet als Kooperation im Rahmen der Europäischen Woche der vhs Jena statt und wird gefördert vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in der Richtlinie Politische Bildung.

Die Veranstaltung kann unter dem folgenden Link live verfolgt werden:


Spielung/Fachfortbildung
Games im Unterricht: Wie lassen sich digitale Spiele im Sozialkunde- & Geschichtsunterricht einsetzen


Welche Games haben demokratie- und gesellschaftsbildendes Potenzial? Wie lassen sich diese digitalen Spiele im Sozialkunde- und Geschichtsunterricht nutzen? Diese und weitere Fragen von Lehrkräften werden von Expert*innen bei der „Spielung“ am 13. Juni in Erfurt beantwortet. Ausschnittsweise werden Passagen von Profis aus zwei Spielen live vorgespielt, um dabei mit dem Publikum über kulturelle und intermediale Einflüsse zu diskutieren. Folgende Spiele werden vorgestellt: "Friedrich Ebert - Der Weg zur Demokratie" (Gewinner Bestes Serious Game beim Deutschen Computerspielpreis 2024) und "The Darkest Files" (Demo-Version eines sich noch in Entwicklung befindenden Spiels über Fritz Bauer und die Auschwitzprozesse).

Bei der Fortbildung, die als Einstieg in das Thema Games im Unterricht konzipiert ist, schauen die Teilnehmenden aber nicht nur den Profis beim Spielen zu, sondern dürfen auch selbst ganz praktisch Hand anlegen und ausgewählte Spiele testen.

Die kostenfreie Fortbildung für Thüringer Lehrkräfte wird in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), der Stiftung Digitale Spielekultur, Spawnpoint Institut für Spiel- & Medienkultur und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen organisiert.

Die Fortbildung findet am 13. Juni 2024 im Europäisches Informations-Zentrum (EIZ), Anger 39, 99084 Erfurt statt.

Anmeldung unter:


Vorankündigung
Methodensprint: Medienpädagogische Methoden gegen Hass im Netz entwickeln


Fachtag für politische Medienbildung, 13.-14. Juni, Thüringer Medienbildungszentrum (TMBZ) der TLM in Gera/Online via Zoom

Es gibt bereits zahlreiche Materialien, die das Themenfeld Hass im Netz bearbeiten. Doch die Bedarfe im pädagogischen Feld wie auch das Phänomen und daran anschließende Problemlagen ändern sich rapide. Daher laden wir Fachkräfte aus Medienbildung, politischer Bildung, Antidiskriminierungsarbeit, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und angrenzenden Fachbereichen als Expert*innen ein, um gemeinsam mit diesen Fachkräften neue Methoden zu entwickeln und damit bestehende Lücken in der Methodenlandschaft zu füllen.

Datum und Zeit: 13. Juni, 12:00 Uhr bis 14. Juni 2024, ca. 14:00 Uhr

Ort: Thüringer Medienbildungszentrum (TMBZ) der TLM in Gera, Florian-Geyer-Straße 17, 07545 Gera und online über Zoom

Zielgruppe: Fachkräfte aus Medienbildung, politischer Bildung, Antidiskriminierungsarbeit, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und angrenzenden Fachbereichen

Es gibt noch wenige Plätze!

Infos und Anmeldung


Vorankündigung
Game Jam „Choose Yout Player“ – Themen-Special Wahlen & Demokratie 21. - 23.6.2024


21. - 23.6.2024 | Apolda, Eiermannbau, Auenstraße 11

Ein Wochenende, an dem junge Menschen aus ganz Thüringen zusammenkommen und gemeinsam mit angehenden Game-Entwicklerinnen und Entwicklern eigene Spiel-Ideen Wirklichkeit werden lassen, erwartet Interessierte im Alter von 16 bis 27 Jahren Ende Juni in Apolda. Vom 21. bis 23. Juni sind Interessierte eingeladen, sich auf eine ganz unkonventionelle Art und Weise mit dem Thema Wahlen und demokratischen Prozessen auseinanderzusetzen - in Form eines Game Jams.

Im Eiermannbau Apolda bilden die Teilnehmenden mit den Spiel-Entwickler*innen und politischen Bildner*innen multidisziplinäre Teams. Hier haben sie die Möglichkeit Konzepte, Prototypen und kleine Games zu entwickeln, die sich auf individuelle Art und Weise mit der Thematik "Wahlen" beschäftigen.

Der erste Game Jam zum Themen-Special Wahlen und Demokratie ist eine Kooperation des Instituts Spawnpoint, der Bauhaus-Gamesfabrik, des Vereins Arbeit und Leben Thüringen sowie der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Vorerfahrung in der Entwicklung von Games ist nicht notwendig.

Anmeldung unter:


Vorankündigung
2. Fachtagung Politische Medienbildung


Was kann Politische Medienbildung zur Stärkung der Demokratie beitragen?

Was kann Politische Medienbildung zur Stärkung der Demokratie beitragen? Unter dieser Leitfrage findet am 21. und 22. Oktober 2024 in Bonn die zweite Fachtagung zur Politischen Medienbildung statt. Im Zentrum der Fachtagung soll die Auseinandersetzung mit Methoden und Möglichkeiten der Weiterentwicklung einer kritischen Politischen Medienbildung stehen. Die Veranstaltung richtet sich an die Fachdisziplinen Medienpädagogik sowie politische Bildung gleichermaßen und bindet sie aktiv in die Gestaltung des Programms mit ein.

Die Zentralen der politischen Bildung arbeiten daran, eine Politische Medienbildung zu etablieren, welche die Reflexion von technischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der Digitalisierung, den selbstbestimmten Umgang mit Daten sowie die Teilhabe aller Gesellschaftsmitglieder umfasst. Politische Medienbildung ist dabei als Querschnitt politisch- bildnerischer und medienpädagogischer Ansätze, Perspektiven und Methoden zu verstehen, die den Anspruch verfolgen Mündigkeit und kompetente Meinungsbildung zu fördern. Die Fachtagung ermöglicht den Austausch rund um unterschiedliche theoretische, didaktische und praktische Ansätze unter Berücksichtigung der Herausforderungen und Chancen einer diversen Gesellschaft. In einem vielfältigen Programm mit Vorträgen, Workshops und einem Barcamp, soll anhand konkreter Beispiele die Schnittstellen beider Bereiche bestimmt, Ansätze diskutiert und Ideen sowie Projektvorhaben ausgetauscht werden. Dabei spielen Fragen rund um Digitalität als Methode, aber auch Themen wie Games und Gamification, Künstliche Intelligenz und weitere Aspekte von Demokratie in einer von Digitalisierung geprägten Welt eine Rolle.

Zielgruppe: Fachkräfte aus den Disziplinen politische Bildung und Medienpädagogik

Teilnahmegebühr: Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist unbedingt notwendig. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.

Weitere Informationen

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Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
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Online-Redaktion: Michael Panse
Tel: 0361 / 57-3212725 | E-Mail: LZT_PF@tsk.thueringen.de

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