Veranstaltungen

01.07.2022
bis 31.12.2022
Unser Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2022 enthält zahlreiche Veranstaltungen, Seminare und Tagungen in ganz Thüringen sowie unsere Bildungsreisen. Dazu gehören auch Angebote speziell für Schüler/Jugendliche/Studierende und drei Ausstellungen.

In unserer Reihe „Das politische Buch im Gespräch“ werden wir zudem 31 Neuerscheinungen in 37 Buchvorstellungen präsentieren.
Weitere Informationen zu allen unseren Veranstaltung gibt es in den sozialen Medien und auf der Homepage der LZT.
Das Halbjahresprogramm und das Programm "Das politische Buch im Gespräch" gibt es hier zum downloaden und sie können bei Interesse auch zugesandt werden.
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Halbjahresprogramm 2/2022 und Programm
03.12.2022
bis 13.02.2023 | ACC Galerie, Burgplatz 1, 99423 Weimar
Die in Fotografien festgehaltene DDR ist ein abgeschlossenes Bilderkonvolut, das unterschiedliche Genres und Akteur:innen vereint. Mit historischem Abstand lohnt es sich, das Material neu zu betrachten.
Die Ausstellung versammelt Bekanntes und wenig Gezeigtes und spiegelt alltägliche Lebenswelten von DDR-Bürger:innen, ohne sich dabei zwingend in der Mitte der Gesellschaft wiederzufinden. Die fotografischen Positionen bewegen sich von dokumentarischen Praktiken zu künstlerischen und inszenierten Bildwelten, schließen den medialen Grenzgänger Fotofilm ein und befragen die verwandtschaftlichen Verhältnisse zwischen Film und Fotografie. Zu sehen sind Fotografien, die in den 1970ern und 1980ern sowie den frühen 1990ern entstanden, jedoch nicht ausschließlich von DDR-Bürger:innen gemacht wurden. Das Ende der DDR ist nicht das Ende der Bilder. Welche Blicke wählen wir, um uns welches Bild von einer Gesellschaft zu machen, deren innere Verfasstheit bis heute viele Fragen offenlässt?.

Ausstellung des Forschungsverbundes „Diktaturerfahrung und Transformation“ und der Friedrich Schiller Universität Jena in der ACC Galerie Weimar, Kuration: Annett Jahn, Co-Kuration Ulrike Mönnig; Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Thüringer Staatskanzlei, der Sparkassenstiftung Weimar-Weimarer Land; dem Förderkreis der ACC Galerie Weimar und der Stadt Weimar.
Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und das Lichthauskino im Straßenbahndepot beteiligen sich am Ausstellungsprojekt im Rahmen der begleitenden Filmreihe (18.12. 11 Uhr Insel der Schwäne, 21.12., 19 Uhr Kurzfilmprogramm anlässlich des deutschlandweiten Kurzfilmtages, 08.01., 17 Uhr Neues aus Wittstock, 22.01. 17 Uhr Geschlossene Gesellschaft, 05.02., 17 Uhr Verriegelte Zeit)
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Ausstellung:
09.12.2022
bis 11.12.2022 | Jugendbildungsstätte Unterfranken, Würzburg
Frauenleben in Deutschland waren und sind vielfältig. Feminismus sollte selbstverständlich sein und nicht als Kampfbegriff verstanden werden, denn die sozialen, ökologischen und politischen Herausforderungen sind immens. Das Potential der gleichberechtigten und diskriminierungsfreien Teilhabe sowie das Engagement von Frauen in allen Lebensbereichen sind wichtiger denn je.

Das Seminar lädt Frauen dazu ein, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren, wie Hindernisse beseitigt und weibliche Teilhabe und Engagement gestärkt werden können.
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Frauenseminar: Zukunft gestalten! Teilhabe von Frauen stärken und sichtbar machen!
15.12.2022 | 19:30 | Erfurt, Buchhandlung Peterknecht, Anger 51
Autorenlesung
Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag legt der bedeutende DDR-Oppositionelle seinen literarischen Lebenslauf vor. Von der frühen Kindheit bis in hohe politische Ämter erzählt Rathenow von einem Leben zwischen Kunst und Politik. Mal magisch, mal realistisch, stets liebevoll.
Schule, Familie, erste Eifersucht. Das Meer, das All, die Mittagsstunde. Janis Joplin, Michail Gorbatschow, Harald Hauswald. Die Wende, das Kino, die Ameisen im Garten. – Lutz Rathenows Leben fügt sich zu einem farbigen Kaleidoskop aus Erzählungen, Dialogen, Reportagen und Tagebuch-Notaten zusammen. Sein Blick auf rassistische Ressentiments, unaufgearbeitete DDR-Prägungen, enttäuschte West-Projektionen und ihr Wegreden im Alltag ist scharf. Seine Erinnerungen an Weggefährten sind freundschaftlich, skeptisch und innig. Seine starken Heldinnen Verblüffen ebenso wie die rasanten Ortswechsel zwischen Jena, Berlin oder Montevideo. In seinem Nachwort setzt Marko Martin diese facettenreiche Biografie in den Kontext der deutsch-deutschen Zeitgeschichte.
Begleitet wird Lutz Rathenow von seinem Verleger Gunnar Cynybulk, der nach Stationen bei Aufbau und Ullstein vor zwei Jahren den Berliner Kanon Verlag gründete. Eine Veranstaltung der Buchhandlung Peterknecht und des Kanon Verlags, mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
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Lutz Rathenow: Trotzig lächeln und das Weltall streicheln
18.12.2022 | 11:00 | Weimar, Lichthauskino im Straßenbahndepot
Filmgespräch mit Juliane Richter und Günter Starke

Den Auftakt der Filmreihe im Rahmen der ACC-Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück – Die späte DDR in der Fotografie“ bildet Herrmann Zschoches (*1934) Jugendfilm Insel der Schwäne (1983). Realitätsnah und nüchtern inszeniert, schildert der ehrliche und sozialkritische Streifen, der für die Belange junger Menschen eintritt, die (nicht nur in der ehemaligen DDR) seelisch zu ersticken drohen, die Lebenssituation von Jugendlichen in der DDR der 1980er im Berliner Neubaugebiet Marzahn. Entstanden als Adaption von Ulrich Plenzdorf nach dem gleichnamigen Kinder- und Jugendbuch von Benno Pludra, löste das DEFA-Drama in der DDR heftige Kontroversen aus. Kulturpolitische Behörden verweigerten die Freigabe für den Kino-Betrieb der DDR, weil die DDR-Realität verzerrt werde und Errungenschaften des DDR-Sozialismus sowie der Wohnungsneubau in der DDR zu einer «Beton-Welt» herabgewürdigt würden («Das ist wieder kein DEFA-Film über uns!», Junge Welt, 3. Mai 1983; «Ein DEFA-Film auf der Schattenseite», Junge Welt, 13. Mai 1983; «Verstellte Sicht auf unsere Wirklichkeit», Neues Deutschland, 4. Mai 1983). Der Staatsführung unliebsame Sequenzen mussten herausgeschnitten, andere Szenen nachgedreht werden.
Im Anschluss an den Film kommen die Kunsthistorikerin Juliane Richter, Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur und Urbanistik, DFG-Graduiertenkolleg 2227 «Identität und Erbe» und der Dresdner Fotograf Günter Starke, «Chronist der Dresdner Neustadt», mit Ihnen ins Gespräch
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Insel der Schwäne (DDR 1983)
21.12.2022 | 19:00 | Weimar, Lichthauskino im Straßenbahndepot
Die zweite Veranstaltung der Filmreihe im Rahmen der ACC-Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück – Die späte DDR in der Fotografie“ ist am Tag des deutschlandweiten Kurzfilmtages einer Auswahl von Kurzfilmen gewidmet. Zu sehen sein werden: Jürgen Böttcher: Wäscherinnen, DDR 1972, 23 min; Sibylle Schönemann: Kinder kriegen?, DDR 1976, 18 min; Hans Wintgen: Wenn die Eltern Geld verdienen, DDR 1982, 17 min; Eduard Schreiber: Rückfällig, DDR 1988, 32 min; Volker Koepp: Haus und Hof, DDR 1988, 35mm, 31 min; Helke Misselwitz: 35 Fotos - Familienalbum einer jungen Frau, DDR 1984, 6 min.
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Kurzfilme aus der DDR zur ACC-Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück“
08.01.2023 | 17:00 | Weimar, Lichthauskino im Straßenbahndepot
Filmgespräch mit Matthias Dell (Journalist)

In der dritten Veranstaltung der Filmreihe im Rahmen der ACC-Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück – Die späte DDR in der Fotografie“ wird „Neues aus Wittsock“ von Volker Koepp gezeigt. Der Film ist der sechster Teil der siebenteiligen "Wittstock"-Langzeitdokumentation von Volker Koepp, der über viele Jahre drei Textilverarbeiterinnen im brandenburgischen Wittstock an der Dosse begleitete: Zunächst hatte Koepp den Zyklus nach dem fünften Teil beendet, doch nach der Wende und den damit verbundenen Umbrüchen in Ostdeutschland entschied er sich, die Reihe weiterzuführen. Koepp zeigt die nach der Wende bereits früh erkennbaren Veränderungen in Wittstock. Die drei Frauen, die im Fokus der Dokumentation stehen, erfahren auf unterschiedliche Weise, was Haltlosigkeit bedeutet: In mehr als einem Sinne ist diese "Wende" ein Ende, ein Abschied: Das Textilkombinat wird abgewickelt und Edith als eine der Ersten entlassen. Sie wird Wittstock verlassen und nach Württemberg übersiedeln.
Matthias Dell, Jahrgang 1976, ist Medienjournalist, Film-, Fernseh- und Theaterkritiker. Seit 2010 wöchentlich schreibt er wöchentlich über "Tatort" und "Polizeiruf 110".
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Neues aus Wittstock (Deutschland 1992)
22.01.2023 | 17:00 | Weimar, Lichthauskino im Straßenbahndepot
Filmgespräch mit Manuela Klaut (Medienwissenschaftlerin)

In der vierten Veranstaltung der Filmreihe im Rahmen der ACC-Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück – Die späte DDR in der Fotografie“ wird „Geschlossene Gesellschaft“ von Frank Beyer aus dem Jahr 1978 gezeigt. Der erzählt die Geschichte eines jungen Ehepaars in der DDR, das mit dem kleinen Sohn und Freunden einen Urlaub auf dem Lande verbringen wollte. Als die Bekannten durch einen Unfall nicht kommen können, bleibt das Paar jedoch allein. Zunächst fällt es beiden schwer, sich mit sich selbst zu beschäftigen, doch bald kommen auf schmerzhafte Weise Dinge zur Sprache, die man lange totgeschwiegen hat. Hervorragend gespielte, kammerspielhafte Zustandsbeschreibung einer privaten Krise, die Formen menschlicher Stagnation und Depression thematisiert. Die damit untrennbar verbundene subtile Kritik an der Gesellschaft galt in der DDR als Sakrileg, und so verschwand der Film nach einer einmaligen Fernsehausstrahlung zu später Stunde für elf Jahre im Archiv. In der Folge des Verbots verließen die Hauptdarsteller Jutta Hoffmann und Armin Mueller-Stahl die DDR, und Regisseur Frank Beyer arbeitete jahrelang nur noch in der Bundesrepublik.
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Geschlossene Gesellschaft (DDR 1978)
05.02.2023 | 17:00 | Weimar, Lichthauskino im Straßenbahndepot
Filmgespräch mit Regisseurin Sibylle Schönemann

In der fünften und letzten Veranstaltung der Filmreihe im Rahmen der ACC-Ausstellung „An den Rändern taumelt das Glück – Die späte DDR in der Fotografie“ wird „Verriegelte Zeit“ von Sibylle Schönemann aus dem Jahr 1990 gezeigt. In diesem Film erzählt die Regisseurin bereits 1990, was ihr und ihrer Familie seit 1985 in der DDR widerfahren war. Mitte der 80er Jahre waren Sibylle und Hannes Schönemann, beide bei der DEFA im regiefach beschäftigt, von der Stasi verhaftet, verhört, inhaftiert und später vom Westen „freigekauft“ worden. Grund dieser Repressionen war, dass sie sich bezüglich des Bearbeitungsstandes ihres Ausreiseantrages bei den Behörden erkundigt hatten, weswegen ihnen „Beeinträchtigung oder Missachtung staatlicher Maßnahmen, Gesetze oder der öffentlichen Ordnung“ (§ 214 des DDR-Strafgesetzbuches) zur Last gelegt wurde. Ein Abschied von ihren minderjährigen Kindern und ihren Eltern blieb ihnen verwehrt. In Hamburg bauten sich Sibylle und Hannes Schönemann eine neue Existenz auf und verdrängten die quälenden Fragen. Doch als die Mauer fällt, muss Sibylle Schönemann nicht lange überlegen: „Jetzt fährst du hin und fragst, fühlst die alten Gefühle der Entwürdigung und vielleicht auch Genugtuung.“ Kamera und Tongerät hat sie im Gepäck. Bei der DEFA findet sie Geldgeber. Doch die Freunde warnen vor allzu großen Erwartungen. Schließlich hat in Deutschland das kurze Gedächtnis Tradition. Entstanden ist ein Film, der viele Fragen stellt und nur wenige Antworten liefert, dafür aber die schmerzliche Momentaufnahme eines „doppelt geteilten Landes“.
Sybille Schönemann studierte Regie an der Hochschule für Film & Fernsehen Potsdam-Babelsberg und arbeitete danach als Regieassistentin und Dramaturgin im DEFA-Studio für Spielfilme. In der Reihe waren bereits „Insel der Schwäne“ (1983) zu sehen, bei dem sie als Regieassistentin mitarbeitete und ihr studentischer Kurzfilm „Kinder kriegen?“ (1976).
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Verriegelte Zeit (Deutschland 1990)
12.03.2023
bis 21.03.2023 | Israel mit Exkursion in die palästinensischen Autonomiegebiete Hebron und Bethlehem
Das Angebot richtet sich an Interessierte in Thüringen (Wohn-/Arbeitsort), vorrangig an Personen mit Multiplikatoren-Funktion (Bildung, Journalismus, Kunst, Kultur, Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Vereins-/Verbandsarbeit), die sich ggf. auch für Projekte in Israel interessieren.
Den Anmeldeschluss haben wir bis zum 1. Dezember verlängert.
Weitere Informationen zum Programm und das Anmeldeformular anbei.
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Israel-Reise der LZT
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