Veranstaltungen

01.07.2022
bis 31.12.2022
Unser Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2022 enthält zahlreiche Veranstaltungen, Seminare und Tagungen in ganz Thüringen sowie unsere Bildungsreisen. Dazu gehören auch Angebote speziell für Schüler/Jugendliche/Studierende und drei Ausstellungen.

In unserer Reihe „Das politische Buch im Gespräch“ werden wir zudem 31 Neuerscheinungen in 37 Buchvorstellungen präsentieren.
Weitere Informationen zu allen unseren Veranstaltung gibt es in den sozialen Medien und auf der Homepage der LZT.
Das Halbjahresprogramm und das Programm "Das politische Buch im Gespräch" gibt es hier zum downloaden und sie können bei Interesse auch zugesandt werden.
Mehr InformationenZur Webseite
Halbjahresprogramm 2/2022 und Programm
20.08.2022
bis 27.08.2022 | Kreta
Zum zweiten Mal nach 2016 planen der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Thüringen, und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen die Durchführung einer Studienreise nach Kreta, diesmal unter Beteiligung ihrer Parallelinstitutionen in Hessen und mit Teilnehmenden aus beiden Bundesländern. Unter dem Titel „Gemeinsam in Europa. Deutsch-Griechische Beziehungen im 20./21. Jahrhundert“ soll es in der letzten Sommerferienwoche vor dem Hintergrund aktueller europa- und weltpolitischer Herausforderungen um Fragen der Zeitgeschichte, um den Stand des bilateralen Verhältnisses und um gegenwärtige Entwicklungen in der Region und auf unserem Kontinent gehen. Außerdem werden die Möglichkeiten des Deutsch-Griechischen Jugendwerkes vorgestellt, das 2021 mit Büros in Thessaloniki und Leipzig seine Arbeit aufgenommen hat. Das Angebot richtet sich v. a. an schulische Lehrkräfte und in der Bildung tätige Multiplikatoren. Anmeldungen sind bis zum 30. Juli beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Thüringen möglich, die Zahl der Plätze ist begrenzt.
Mehr Informationen
Studienreise
22.08.2022 | 19:30 | Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt
Die ursprünglich Anfang Juli geplante Veranstaltung: „Deutsche, spiegelt Euch daran! – Eine Lesung zu Nettelbeck, Heldenverehrung und Versklavungshandel“ wird nun nachgeholt.

„Deutsche, spiegelt Euch daran!“ Wie Joachim Nettelbeck zum nationalistischen Volkshelden wurde und welche Rolle dabei Versklavungshandel und Kolonialismus gespielt haben

In der Debatte zur Umbenennung des Erfurter Nettelbeckufers in Gert-Schramm-Ufer war immer wieder, und zuletzt bei einer Veranstaltung im Erfurter Kulturquartier Anfang Mai 2022, zu hören: „Nettelbeck hat doch nur seine Heimatstadt Kolberg verteidigt. Dass er vom deutschen Nationalismus, der ja anfangs durchaus progressiv war, und von den Nazis instrumentalisiert wurde, dafür kann er nun wirklich nichts.“ Wie hat sich Nettelbeck selbst geäußert und wie diejenigen, die ihn zu einem nationalen Volkshelden gemacht haben: z.B. Gneisenau, Paul Heyse, Wilhelm II. oder Nazi-Schriftsteller und DDR-Historiker? In Form einer Lesung lässt die Veranstaltung die historischen Quellen sprechen. Zugleich wird die Behauptung, der deutsche Nationalismus sei anfangs progressiv gewesen, mit dem aktuellen Stand der Nationalismusforschung konfrontiert. Dabei zeigt sich: Nettelbeck schreibt sich in einen monarchistischen Preußen-Nationalismus ein, der schon vor der französischen Revolution und Napoleon xenophob und imperial-expansiv war. Seine Verehrung als Volksheld beruhte bereits im Nationalismus des 19. Jahrhunderts und selbst noch bei den Nazis auf einer Verharmlosung seiner Beteiligung am transatlantischen Versklavungshandel, die teils mit denselben Argumenten erfolgte wie heute.

Lesung mit Julia Maronde (Schauspielerin aus Erfurt), Einführung und Kontextualisierung: Dr. Urs Lindner (Universität Erfurt und Decolonize Erfurt)

Eine Veranstaltung von Decolonize Erfurt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Deutsche, spiegelt Euch daran! – Eine Lesung zu Nettelbeck, Heldenverehrung und Versklavungshandel
26.08.2022 | 19:00 | Hildburghausen, Ortsteil Häselrieth, Alte Dorfschule „Haselschul“, Häselriether Straße 70
Lesung und Präsentation
10 Dörfer. 4 Jahreszeiten. 2 Reisende.
Die Filmemacherin Yvonne Andrä und der Autor Stefan Petermann haben sich ein Jahr Zeit genommen für eine Reise durch Thüringen. Standen in den Vorgärten und Wohnzimmern der Dorfbewohner. Liefen die einzige Straße des Ortes hoch und runter. Waren bei Feuerwehrfesten dabei. Wanderten über die Weiden. Hörten zu, notierten und fotografierten. Und staunten, welch Vielfalt im Kleinen liegt und wie unterschiedlich die besuchten Gemeinschaften sein können. Entstanden sind Porträts der letzten Kleinstgemeinden Thüringens. Alle Orte eint, dass sie (noch!) selbstverwaltet sind und weniger als hundert Bewohner haben. Im Mittelpunkt stehen die Leben der Menschen und Themen wie Tradition, Landflucht, Natur, DDR-Geschichte, aber auch die Frage: Was heißt es, heute auf dem Land zu wohnen? Yvonne Andrä und Stefan Petermann fanden und beschreiben dabei weder ein Landlustidyll noch eine Provinzhölle. Sie schauen ganz genau hin und zeichnen, oft mit einem Augenzwinkern und immer sehr einfühlsam, Bilder der letzten noch selbstverwalteten kleinen Gemeinden.
Yvonne Andrä wuchs in Weimar auf, flüchtete 1989 in die Bundesrepublik und studierte an der Bauhaus Universität Weimar. Nach Beendigung ihres Studiums arbeitete sie zunächst als Journalistin, später ausschließlich als Autorin, Dokumentarfilmregisseurin und Produzentin. Ihre wichtigsten Dokumentarfilme sind „THE OTHER EUROPEANS in: Der zerbrochene Klang“ und „Pauls Schulweg“ und das Langzeitfilmprojekt „WEIMARleben“.
Stefan Petermann wurde 1978 in Werdau geboren. Seine Erzählungen wurden vielfach prämiert, unter anderem beim 14. MDR-Literaturwettbewerb, verfilmt und auf internationalen Festivals aufgeführt. 2010 erhielt er ein Literaturstipendium vom Kultusministerium des Landes Thüringen. Stefan Petermann lebt in Weimar.
Mehr Informationen
Yvonne Andrä / Stefan Petermann: Jenseits der Perlenkette. Eine Reise in die kleinsten Dörfer Thüringens
01.09.2022 | 19:00 | Augustinerkloster, Erfurt
Laut NATO-Strategie von 2010 galt Russland als strategischer Partner und ein konventioneller Angriff auf NATO-Territorien schien sehr unwahrscheinlich. Von China war keine Rede. Jetzt bezeichnet die NATO Russland als die größte Bedrohung und das Agieren Chinas als „systemische Herausforderung“ für die internationale Ordnung.
Ausgelöst durch den russischen Angriff auf die Ukraine erleben wir eine „Zeitenwende“: Die militärische und wirtschaftliche Unterstützung der Ukraine, die NATO-Norderweiterung und die Truppenverstärkung im Osten – wofür sind sie Anzeichen?
Stehen wir gut 30 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs am Beginn einer neuen Ost-West Auseinandersetzung? Stehen wir am Anfang eines langen Ringens zwischen demokratischen und autoritären Staaten? Was würde ein solches Ringen für unsere Gesellschaft, was für die Bundeswehr und ihre Soldat:innen bedeuten? Welche Konsequenzen hätte es für die Zusammenarbeit und den Dialog mit dem Globalen Süden?
Darum geht es am Weltfriedenstag bei einem Podium mit der ukrainischen Philologin, Kulturwissenschaftlerin und politischen Aktivistin Tetiana Lopashchuk, der Militärpfarrerin Barbara Reichert (Bad Salzungen) und dem Politikwissenschaftler und Publizisten Dr. Andreas Umland (Stockholm Centre for Eastern European Studies).
Das Podium findet statt am 01. September 2022 um 19:00 Uhr im Augustinerkloster zu Erfurt.
Zu dieser Kooperationsveranstaltung laden Sie herzlich ein: Dr. Sebastian Kranich (Direktor der Ev. Akademie Thüringen) und Franz-Josef Schlichting (Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen).
Um eine Anmeldung wird gebeten.
Zur Webseite
„Zeitenwende“!? Der Krieg gegen die Ukraine als europäische und globale Herausforderung für Frieden
03.09.2022 | 10:00 | Thüringer Landtag, Jürgen Fuchs Straße 1
Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen wird beim Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag mit einem Infostand vertreten sein.
Zur Webseite
Infostand beim Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag
04.09.2022 | 13:00 | Kloster Veßra, Hennebergisches Museum, Anger 35
„Heimat bleibt unvergessen“
Lesung und Gespräch mit Jana Henn, Bad Salzungen
Mehr Informationen
Finissage zur Heimat-Austellung
09.09.2022 | 11:00 | Meiningen, Marktplatz
Projekt zur Erinnerung an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Thüringen vor 80 Jahren

Ein Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und der Künstlerin Margarete Rabow lädt dazu ein, 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen an die Menschen in Thüringen zu erinnern, die durch die antisemitische Ausgrenzung und Gewalt im Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht wurden.
Die Künstlerin Margarete Rabow hat eine Gedenkaktion entwickelt, an der sich viele Menschen beteiligen können. Die Namen der Todesopfer der Shoah einer Stadt, einer Region oder eines ganzen Landes werden im öffentlichen Raum mit weißer Schulkreide auf den Boden geschrieben, die Aktion wird live gestreamt und filmisch dokumentiert.
Jeder Name ein Mensch, eine Geschichte, eine zerstörte Biografie, ein vernichtetes Leben. Schreiben Sie mit uns die Namen der Todesopfer der Shoah aus Thüringen:

Meiningen 9. September 11–13 Uhr · Marktplatz

Es werden die Namen der Menschen aus Meiningen geschrieben, die aufgrund ihres jüdischen Glaubens und ihrer jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus ermordet wurden. Die Schreibaktion wird von der Künstlerin Margarete Rabow mit der Stadt Meiningen, der B.M. Strupp-Stiftung und dem Eine-Welt Verein Meiningen e.V. gestaltet.
Mehr Informationen
80 Jahre Deportation der Thüringer Jüdinnen und Juden: Schreiben gegen das Vergessen – Schreiben Sie mit!
11.09.2022 | 12:00 | Gera, Johannisplatz
Projekt zur Erinnerung an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Thüringen vor 80 Jahren

Ein Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und der Künstlerin Margarete Rabow lädt dazu ein, 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen an die Menschen in Thüringen zu erinnern, die durch die antisemitische Ausgrenzung und Gewalt im Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht wurden.
Die Künstlerin Margarete Rabow hat eine Gedenkaktion entwickelt, an der sich viele Menschen beteiligen können. Die Namen der Todesopfer der Shoah einer Stadt, einer Region oder eines ganzen Landes werden im öffentlichen Raum mit weißer Schulkreide auf den Boden geschrieben, die Aktion wird live gestreamt und filmisch dokumentiert.
Jeder Name ein Mensch, eine Geschichte, eine zerstörte Biografie, ein vernichtetes Leben. Schreiben Sie mit uns die Namen der Todesopfer der Shoah aus Thüringen:

Gera 11. September 12–14 Uhr · Johannisplatz

Es werden die Namen der Menschen aus Gera geschrieben, die aufgrund ihres Glaubens und ihrer jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus ermordet wurden. Die Schreibaktion wird von der Künstlerin Margarete Rabow mit der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V., dem Jugendhaus Shalom und weiteren Partnern gestaltet.
Mehr Informationen
80 Jahre Deportation der Thüringer Jüdinnen und Juden: Schreiben gegen das Vergessen – Schreiben Sie mit!
19.09.2022 | 10:00 | Weimar, Stéphane-Hessel-Platz
Projekt zur Erinnerung an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Thüringen vor 80 Jahren

Ein Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und der Künstlerin Margarete Rabow lädt dazu ein, 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen an die Menschen in Thüringen zu erinnern, die durch die antisemitische Ausgrenzung und Gewalt im Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht wurden.
Die Künstlerin Margarete Rabow hat eine Gedenkaktion entwickelt, an der sich viele Menschen beteiligen können. Die Namen der Todesopfer der Shoah einer Stadt, einer Region oder eines ganzen Landes werden im öffentlichen Raum mit weißer Schulkreide auf den Boden geschrieben, die Aktion wird live gestreamt und filmisch dokumentiert.
Jeder Name ein Mensch, eine Geschichte, eine zerstörte Biografie, ein vernichtetes Leben. Schreiben Sie mit uns die Namen der Todesopfer der Shoah aus Thüringen:

Weimar 19. September 10 –16 Uhr · Stéphane-Hessel-Platz

An diesem Tag wurden Menschen aus Weimar und anderen Orten in Thüringen in das KZ Theresienstadt deportiert. 80 Jahre später werden die Namen aller Menschen aus Thüringen geschrieben, die aufgrund ihres Glaubens und ihrer jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus ermordet wurden.
Mehr Informationen
80 Jahre Deportation der Thüringer Jüdinnen und Juden: Schreiben gegen das Vergessen – Schreiben Sie mit!
28.09.2022 | 18:00 | Erfurt, Bildungsstätte St. Martin, Farbengasse 2
Warum Deutschland eine Politik der Befähigung braucht und was sie leistet
Buchvorstellung und Gespräch
Der deutsche Sozialstaat ist gut ausgebaut, aber er leistet nicht genug gegen gesellschaftliche Spaltung. So wichtig Umverteilung ist, Geld allein kann Gerechtigkeit nicht erzwingen. Um teilhaben zu können, müssen alle Bürgerinnen und Bürger ihre Potentiale entfalten können. Eine Politik der Befähigung, wie sie Georg Cremer in diesem Buch vorstellt, fördert Selbstsorge und Autonomie, ohne die Fürsorge zu vernachlässigen. Sie stärkt zugleich die Leistungsfähigkeit des Sozialstaats. Und sie ermöglicht einen Mittelweg zwischen dem illusionären Wunsch nach völlig anderen Verhältnissen und der resignativen Kapitulation vor verfestigter sozialer Ungleichheit.
Georg Cremer war von 2000 bis 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes. Zuvor war er viele Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Cremer studierte Ökonomie und Pädagogik und ist apl. Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg. Er ist Autor vielbeachteter politischer Sachbücher.
Mehr Informationen
Georg Cremer: Sozial ist, was stark macht
23.10.2022
bis 30.10.2022 | Tschechien
Die ursprünglich für Juli 2022 geplante Studienreise nach Tschechien muss aus organisatorischen Gründen in den Herbst verschoben werden. Neuer Termin ist der 23. bis 30. Oktober 2022. Die Reise mit dem Titel „‘Vertraute Fremde‘ – Nachbar Tschechien“ soll eine Auseinandersetzung mit Fragen der (deutsch-)tschechischen Zeitgeschichte ermöglichen und der Beschäftigung mit der Entwicklung und dem aktuellen Stand der nachbarschaftlichen Beziehungen dienen. Konkrete Schwerpunkte sind neben Fragen der aktuellen tschechischen Politik auch die Kultur und Geschichte der Roma in Böhmen und Mähren einschließlich des an ihnen in Folge der deutschen Besatzung verübten Genozids, die Flucht und Vertreibung der Deutschen nach 1945, das jüdisches Viertel in Třebíč, funktionalistische Architektur in Brno oder die Besichtigung der seit November 2021 existierenden Ausstellung „Unsere Deutschen“ in Usti nad Labem inklusive eines Gesprächs mit den Ausstellungsmachern.

Für Interessenten ist bis 6. Juli 2022 eine Anmeldung bei der Landeszentrale möglich.
Mehr Informationen
Studienreise „‘Vertraute Fremde‘ - Nachbar Tschechien. Weg- und Wendepunkte in der (deutsch-)tschechischen Geschichte und Gegenwart“ vom 23.-30.10.2022
Menu: