Veranstaltungen

01.01.2022
bis 30.06.2022
Hier finden Sie die Veranstaltungsübersicht für das 1. Halbjahr 2022 und das Programm "Das politische Buch im Gespräch". Bei unseren Veranstaltungen und Seminaren kann es zu pandemiebedingten Einschränkungen oder zur Verschiebungen des Veranstaltungsortes kommen. Gegebenenfalls finden Veranstaltungen auch als Online-Angebote statt.
Informationen dazu sind vor der Veranstaltung in den sozialen Medien und auf der Homepage der LZT zu finden.
Die beiden Veranstaltungsprogramme gibt es beigefügt zum downloaden und sie können bei Interesse auch zugesandt werden.
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Halbjahresprogramm 1/2022 und Programm
17.05.2022 | 19:00 | Nilolaikirche Eisenach
„Ich habe in Saus und Braus gelebt, tummelte mich als einer der wenigen Ausländer in der High Society und erlebte die perversen Seiten der chinesischen Geschäftswelt. Geld steht dort über allem. Man muss und will seinen Reichtum zeigen.“

Doch nur so lange, wie es den chinesischen Machthabern passt. Von einem Tag auf den anderen wird Robert Rother festgenommen und verschwindet für 2770 Tage hinter Gittern. Er erlebt Demütigungen, Isolationshaft, Zwangsarbeit und Folter. Nur dank seines Glaubens, seiner außergewöhnlichen Willenskraft und extremen Anpassungsfähigkeit überlebt er diese Zeit. Im Dezember 2018 kommt er endlich frei. Mit der Schilderung seiner Erlebnisse im Knast und der unwürdigen Haftbedingungen möchte er die Welt über die Menschenrechtsverletzungen in China und den chinesischen Gefängnissen aufklären.

Ein Gesprächsabend mit dem Autor Robert Rother, moderiert von Dr. Sebastian Kranich. Es laden ein: Evangelische Akademie Thüringen, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Stiftung Lutherhaus Eisenach, ACAT Deutschland e.V.
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Buchvorstellung: Drachenjahre. 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis
17.05.2022 | 19:30 | Forschungskolleg Transkulturelle Studien / Sammlung Perthes, Pagenhaus, Schlossplatz 1, 99867 Gotha
Buchvorstellung: Der Autor im Gespräch mit Professor Dr. Alexander Thumfart (Universität Erfurt) in einer Kooperationsveranstaltung mit dem Forschungskolleg Transkulturelle Studien Gotha

Landkarten sind vielseitige Medien: Mit ihnen werden Ressourcen erschlossen, militärische Operationen geplant, politische Forderungen symbolisiert, wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert und Wohnungen geschmückt. Sie vermitteln stets eine bestimmte Sicht auf die Welt, die auch durch die Kartographen und deren visuelles Wissen geprägt ist. Bei der Analyse von Karten geraten diese Protagonisten der Weltbildproduktion jedoch oftmals in den Hintergrund. Philipp Meyer stellt mit Hermann Haack (1872-1966) und Paul Langhans (1867-1952) zwei äußerst produktive Kartographen in den Mittelpunkt seiner Studie. Beide prägten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den zeitgenössisch renommiertesten deutschen Verlag kartographischer Erzeugnisse: Justus Perthes in Gotha. Anhand von Haack und Langhans untersucht Meyer, wie im Zeitalter von Kolonialbewegung und nationalistischen Diskursen völkische und rassistische Deutungsmuster in den Karten visuell übersetzt wurden. Dabei wird die Beziehung von Politik und Kartographie im Hinblick auf den Zusammenhang von wirtschaftlichen Verlagsinteressen und der visuellen Gestaltung von Karten beleuchtet. Auf diese Weise erweitert Meyer die bisherige Forschung zu den politischen Kontexten von Kartographie um zentrale Aspekte. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Forschungskolleg Transkulturelle Studien/Sammlung Perthes und der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt.

Philipp Julius Meyer, geb. 1983, ist Historiker. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Geschichte der Kartographie in ihren wissensgeschichtlichen, zeithistorischen und kulturellen Bezügen. Seit 2020 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig und arbeitet in einem Projekt zu den deutsch-russischen Beziehungen bei der Entwicklung von Schulatlanten im 20. Jahrhundert.
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Philipp Julius Meyer: Kartographie und Weltanschauung
18.05.2022 | 09:00 | Bildungshaus St. Ursula, Trommsdorffstraße 29, 99084 Erfurt
Lehrerfortbildung in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)

Um Thüringer Lehrkräften im Bereich historisch-politische Bildung praxisnah mit aktuellen und innovativen didaktischen Themen, Ansätzen, Methoden, Konzepten und Kontroversen vertraut zu machen, wollen ThILLM und Landeszentrale zukünftig Lehrerfortbildung im Modul „History College“ anbieten, das das ThILLM-Projekt „Geschichte online“ um eine weitere Säule ergänzen wird (https://www.schulportal-thueringen.de/gewi_unterricht/geschichte). Geplant ist, Inhalte des Geschichts- und gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichts mit didaktischen und methodischen Elementen zu verknüpfen. Die erste Veranstaltung widmet sich dem historischen Lernen im digitalen Zeitalter. Hierbei wird in einem ersten Teil Herr Prof. Dr. Johannes Meyer-Hamme, Leiter des Arbeitsbereichs Theorie und Didaktik der Geschichte der Universität Paderborn, den Blick auf das Spannungsfeld historischen Lernens zwischen gesellschaftlichen Anforderungen, subjektiven Erfahrungen und Kompetenzen historischen Denkens lenken. Im zweiten Teil des Seminars geht Alexandra Krebs, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Paderborn, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der Frage nach, welche konzeptionellen Überlegungen, praktische Umsetzungen und empirischen Ergebnisse es zum „Historischen Lernen digital“ gibt und wie diese für den Unterricht nutzbar gemacht werden können.
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History College: Historisch-politisches Lernen im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Anforderungen, subjektiven Erfahrungen und Kompetenzen historischen Denkens im Zeitalter der Digitalität
18.05.2022 | 09:00 | Mehrgenerationenhaus (MGH), Moskauer Str. 114, 99091 Erfurt
„Soziale Arbeit und Jugendhilfe können mehr bewirken als Sie denken“, sagt Dr. Stefan Trepper, Autor des Buchs „Nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein“. Darin untersucht er auch die Wirkkraft sog. außerszenischer Akteure, wie Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe, Jugend(sozial)arbeit sowie der formalen Bildung. Sie sollten die eigenen Stärken in der Auseinandersetzung mit rechtsextrem einstiegsgefährdeten und orientierten Jugendlichen genauso erkennen und nutzen, wie ihre Grenzen. In der gemeinsamen Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, dem beteiligten Jugendamt sowie Distanz e.V. erörtert Dr. Stefan Tepper die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit in der Präventions- und Distanzierungsarbeit. Themen sind: Welche Motive führen junge Menschen in die rechtsextremen Szenen? Wie kann frühzeitig erkannt und gegengesteuert werden, wenn Jugendliche verstärkt der rechtsextremen Szene hinwenden? Wie können Jugendliche bei der Abwendung aus rechtsextremen Kreisen unterstützt werden – der BRAKE-Ansatz?
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Halbstarke Vorurteile und knallharte Fronten… ist da noch was zu machen? Gespräche und Workshops zur Arbeit mit rechtsextrem einstiegsgefährdeten und orientierten Jugendlichen.
19.05.2022 | 18:00 | Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung in der fernen Zukunft, sondern findet hier und jetzt statt. Selbst wenn es gelingen sollte, die Emissionen in den nächsten Jahrzehnten drastisch zu reduzieren – das Klima in Deutschland wird sich verändern. Bis 2050 wird es hierzulande im Durchschnitt rund zwei Grad wärmer. Was bedeutet das konkret? Für unsere Gesundheit, für die Natur, für den Wald? Für unsere Städte, für die Bauern, für die Wirtschaft? Haben wir in dreißig Jahren noch genügend Wasser? Ist unsere Energieversorgung sicher? Auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungsfeldern schildern Nick Reimer und Toralf Staud, was uns bevorsteht. Entstanden ist eine aufrüttelnde Zeitreise in die Zukunft: Selbst wenn wir den Klimawandel noch bremsen können, wird sich unser Land tiefgreifend verändern. Wie wollen wir in dreißig Jahren arbeiten, essen, wirtschaften und leben? . Ohne verstärkten Klimaschutz wird Deutschland 2050 nicht wiederzuerkennen sein. Nach einer Einführung von Toralf Staud, Co-Autor des Buches „Deutschland 2050“, werden Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbands, Jürgen Dawo, Geschäftsführer von Town & Country Haus, und die Studentin Gianna Mascioni, Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat, mit ihm diskutieren. Es moderiert MDR-Thüringen Redakteurin Loréne Gensel.
Der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich.
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Augustinerdiskurs: Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird
19.05.2022 | 19:00 | Hildburghausen, Volkshochschule, Obere Marktstraße 44
Lesung und Gespräch
Vor 100 Jahren gab es die ersten Querdenker, heute haben sie wieder Konjunktur, sehen sich im Besitz einer »Wahrheit«, die die vermeintlichen Lügen des Establishments besiegt. Darin zeigt sich eine oft übersehene Subströmung der politischen Geschichte Deutschlands. Dieses Buch macht sie sichtbar. Im Berliner Scheunenviertel, wo mit den »Hygienedemos« im April 2020 die Bewegung der Corona-Leugner*innen begann, gründete 1918 Filareto Kavernido seine Kommune. In Stuttgart, wo die Querdenker den größten Zulauf finden, vereinigte Gusto Gräser 100 Jahre zuvor gegenkulturelles Hippietum und Impf-Feindschaft. Und in Hildburghausen ließ der Maler und völkische »Christrevolutionär« Max Schulze-Sölde seinerzeit die Grenzen von Links und Rechts verwischen. Sie alle sind der Ursprung einer spirituellen Querfront, die heute auf den Straßen präsent ist. Wie schnell kann Harmlosigkeit in Totalitarismus kippen? Was bleibt von den alten Utopien, nachdem sie von rechts vereinnahmt wurden? Mit großer Sensibilität gelingt Steffen Greiner die Dokumentation einer deutschen Unterströmung, deren Einfluss auf das Freiheitsverständnis vieler zu lange unterschätzt wurde.
Steffen Greiner, geb. 1985 in Saarbrücken, ist Kulturwissenschaftler, Journalist und Dozent. Er lebt in Berlin. Steffen Greiner leitet die Redaktion der Zeitschrift zur Gegenwartskultur „Die Epilog“ und war Mitautor von „Liebe, Körper, Wut & Nazis. Wie wir beschlossen, uns alles zu sagen“.
Bitte melden Sie sich per Telefon oder E-Mail bei der Kreisvolkshochschule Hildburghausen an: 03685-702085 | kvhs.hildburghausen@vhs-th.de
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Steffen Greiner: Die Diktatur der Wahrheit. Eine Zeitreise zu den ersten Querdenkern
19.05.2022 | 19:00 | Sonneberg, Rathaussaal, Zugang über die Bibliothek
„Wilhelm, wie sieht der Wald wieder aus!“ – Diesen Satz hört Forstamtsleiter Bernd Wilhelm immer häufiger. Wir kennen die Schlagzeilen, doch wie berechtigt sind die Sorgen? Frank Quilitzsch will es genau wissen und streift ein Jahr lang mit Thüringer Förstern und Baumforschern durch die Reviere. Er trifft die Zapfenpflücker in der Samendarre, geht mit Hatz auf die Jagd und verbringt Tage und Nächte im Nationalpark Hainich. Der Besuch im Friedwald stellt unausweichliche Fragen und bei Oberhof geben alte Fichtendamen Auskunft über ihr Überleben. Ein 90-jähriger Landwirt lädt zur Spritztour ein und erzählt die Geschichte seines Familienwaldes. Klimaexperten, Ranger und die Umweltministerin – was fordern sie im Umgang mit der Natur? Der Autor schrieb das Kultbuch „Dinge, die wir vermissen werden“. Müssen die Thüringer Wälder eines Tages in die Sammlung mit aufgenommen werden?

Frank Quilitzsch, geb. 1957 in Halle/Saale, ist Journalist und Autor zahlreicher Bücher, u.a. über Vietnam und China sowie „Dinge, die wir vermissen werden“ (3 Bände, auch als Hörbuch mit Iris Berben und Thomas Thieme). 2008 erschien der Gesprächsband „Ich Faust – Thomas Thieme“ über Leben und Wirken des Theater- und Filmschauspielers, an den „Ich Hoeneß Kohl“ (2018) anknüpft.

Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt.

Veranstaltungsort: Rathaussaal, Zugang über die Bibliothek
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Wilhelm, wie sieht der Wald wieder aus!
20.05.2022 | 19:00 | Stadt- und Kreisbibliothek Bad Salzungen, Kurhausstraße 12
Buchlesung und anschließendes Gespräch mit den Autoren

Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich - wer sich in der DDR nicht zur staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt solche Attribute und wurde oft in Umerziehungsheimen, Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen weggesperrt. Denn Angepasstheit und das Funktionieren im Kollektiv galten der SED als unverzichtbar für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft. In das Leben renitenter Kinder und Jugendlicher wurde massiv eingegriffen, ihre Menschenrechte trat man mit Füßen. Viele von ihnen sind bis heute traumatisiert von den psychischen und physischen Misshandlungen. Grit und Niklas Poppe erklären anhand berührender Schicksale dieses wenig beachtete brachiale Umerziehungssystem und betrachten auch den Umgang mit „Schwererziehbaren“ zur NS-Zeit, das Schicksal der „Verdingkinder“ in der Schweiz sowie fragwürdige Methoden in der Bundesrepublik und in Heimen der Gegenwart.

Grit Poppe, geboren 1964 in Boltenhagen, studierte am Literaturinstitut in Leipzig, arbeitet als freiberufliche Autorin und lebt in Potsdam. Sie schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Jugendroman „Weggesperrt“ wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher. Für ihren Roman „Verraten“ wurde sie 2021 für den Jugendliteraturpreis nominiert.
Niklas Poppe, geboren 1991 in Potsdam, ist Lehrbeauftragter an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale), studierte dort Deutsche Sprache und Literatur sowie Geschichtswissenschaft und arbeitet u.a. als freier Mitarbeiter in verschiedenen Gedenkstätten. Er lebt in Halle.
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Grit Poppe, Niklas Poppe: Die Weggesperrten. Umerziehung in der DDR - Schicksale von Kindern und Jugendlichen - Lesung und Gespräch
23.05.2022
bis 24.05.2022 | Evangelisches Zentrum Zinzendorfhaus, Tagungs- und Begegnungsstätte Zinzendorfplatz 3, 99192 Neudietendorf
Gemeinsame Tagung Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), MOBIT - Mobile Beratung in Thüringen, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem MMZ veranstalten. Mit einem umfangreichen Programm wollen wir die Entwicklung der RechtsRock-Szene bilanzieren und nach der Rolle von Musik für die aktuellen rechten Mobilisierungsformen fragen.
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24.05.2022
bis 25.05.2022 | Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW)
Fortbildung für Schülersprecher*innen, Stellvertreter*innen, interessierte Schüler*innen so-wie begleitende Lehrer*innen oder Sozialarbeiter*innen in Kooperation mit der EJBW

Aktive Schülervertretungsarbeit macht Schule bunter und schülerfreundlicher. Dafür braucht es Schüler*innen, die eigene Projekte und Aktionen planen, andere einbeziehen, demokratische Abstimmungsprozesse moderieren und mit Hindernissen umgehen können.
Im Seminar werden SV-Basics, wie Projektplanung, Aufgabenverteilung, Motivierung anderer oder SV-Rechte, vermittelt. Es wird Zeit sein, die SV-Arbeit der letzten Monaten auszuwerten und für das kommende Schuljahr die nächsten konkreten Schritte und Vorhaben zu planen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit anderen Schülervertreter*innen und SV-Begleiter*innen in Erfahrungsaustausch zu treten und sich zu vernetzen, um weitere Anregungen zu er-halten.
Die Veranstaltung ist keine reine Einführungsveranstaltung oder Fortbildung zur SV-Arbeit, sondern basiert auf den konkreten Erfahrungen der Teilnehmenden
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Werkstatt für erfolgreiche Schülervertretungsarbeit
25.05.2022 | 19:00 | KuBuS, Theobald-Renner-Str. 1a, 07747 Jena
Filmpremiere und anschließende offene Gesprächsrunde mit den Protagonistinnen und Macherinnen des Films.

Drei Frauen - 2015 mit ihren Kindern aus Syrien und dem Iran geflüchtet - erzählen vom Neuanfang in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen ihre persönlichen Erfahrungen der letzten 5 Jahre, wobei der Fokus auf ihre ursprünglichen Wünsche und Träume vor der Flucht im Vergleich zu den Gegebenheiten ihrer heutigen Realität gerichtet ist. Der Film geht der Frage nach, ob oder inwieweit sich die Wünsche und Hoffnungen der Frauen erfüllt haben. Sie sind in eine unbekannte Zukunft aufgebrochen. Wie sind sie mit dem Neuen zurechtgekommen? Auf was sind sie jetzt besonders stolz? Oder sind sie immer noch Fremde in diesem Land und ihre Träume wie Seifenblasen zerplatzt?

Wenn uns die Worte fehlen (D 2021, Script/Regie: Cornelia Bartlau, Kamera/Schnitt/Animation: Avocadofilm, Auftraggeberin: Iberoamérica e.V. Jena). Der Film wurde gefördert vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, dem Büro für Migration und Integration der Stadt Jena, die Filmpremiere ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Jena, Iberoamérica e.V. Jena, KuBuS und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Eintritt frei
Film und Gespräch:
28.05.2022 | 10:00 | Schweina
Der Verein Neuland gewinnen e.V. führt ostdeutschlandweit in Dörfern und kleinen Städten regionale OPEN Neuland-Festivals durch. Ziel dieser Festivals ist es, ein Begegnungs- und Mit-Mach-Format für freiwillig Engagierte anzubieten. Das Programm soll bereits in der Planung regionale Akteure und interessierte Einzelpersonen zur Mitgestaltung einladen, so dass viele engagierte Menschen mit ihren klugen Ideen und Gemeinschaft stiftenden Taten sichtbar werden und zur Nachahmung anregen. Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen unterstützt dieses wichtige Projekt zur Stärkung des ländlichen Raums und steht dem Verein als Kooperationspartner zur Seite.
Dieses Mitmachfestival findet am 28. Mai 2022 in Schweina, Altensteiner Oberland statt. Ein 2. Festival in Thüringen ist am 1. Oktober in Kannawurf, Hainleite geplant.
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Open Neuland - Ein Mitmach-Festival für die Region
30.05.2022 | 18:00 | Kino im Schillerhof, Helmboldstraße 1, 07749 Jena
Der Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, während er selbst noch durch einen der Kindertransporte 1939 nach England gerettet werden konnte.
Hafenarbeiter, Seemann, Korrespondent, politischer Aktivist und Romanautor: Im Leben des 1924 in Berlin geborenen und am 15.4.2021 dort gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich die Verheißungen, Verwerfungen und Verbrechen des 20. Jahrhunderts wider. Als wacher Geist und nimmermüder Akteur wollte er die Welt begreifen, beschreiben und verändern. Der Film folgt den Stationen seines Lebens: Geboren in der Weimarer Republik musste er die in Vernichtung mündende Verfolgung durch die Nazis erleben, gelangte nach seiner Rettung ins britische Exil im Zweiten Weltkrieg als „feindlicher Ausländer“ nach Australien, fand dort über die Gewerkschaftsbewegung zur kommunistischen Partei, kehrte 1956 nach Europa zurück und nahm bewusst seinen Wohnsitz in Ostberlin. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als Kosmopolit die ganze Welt. Er wurde Chronist der Bürgerrechtsbewegung in den USA, des Prozesses gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, der Folgen der Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, des Zusammenbruchs der DDR und der nachfolgenden Entwicklungen im wiedervereinigten Deutschland. Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen rechtsextremistische Bestrebungen und den zunehmenden Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Kaper und Szuszies bewirken, dass das Vermächtnis dieses einzigartigen Zeitzeugen nicht nur in seinen Bücher erhalten bleibt, sondern auch in diesem beeindruckenden Dokumentarfilm.
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Film & Gespräch mit Regisseur Dirk Szuszies: „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ (D 2021)
30.05.2022 | 19:00 | Nordhausen, Stadtbibliothek, Nikolaiplatz 1
Lesung und Gespräch

Rechter Terror - Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt

Der Mord an Walter Lübcke markiert eine weitere Eskalationsstufe des rechten Terrorismus in Deutschland. Er ist weder als Zufall noch als Einzelfall erklärbar, sondern zeigt wie unter einem Brennglas die gegenwärtige Dynamik dieses Terrors. Denn dahinter steht eine Geschichte der Radikalisierung, die sich gut an den Biografien der Mörder von rechts und ihren Taten zeigen lässt.
Martín Steinhagen erzählt die Geschichte des Opfers, des Täters, der Tat und beleuchtet das gesellschaftliche Klima, im dem das Attentat möglich wurde. Zugleich legt er Strategie, Taktik und Tradition des Rechtsterrorismus in Deutschland offen – und die wachsende, sich wandelnde Bedrohung von rechts. Das erste Buch über den politischen Mord an Walter Lübcke und seine Wurzeln im neuen Rechtsextremismus. Martin Steinhagen ist freier Journalist. Er recherchiert seit Jahren zu Ursprung und Gegenwart der radikalen und militanten Rechten, darunter der NSU. Gemeinsam mit dem Investigativ-Ressort der ZEIT hat er seit Juni 2019 über den Mord an Walter Lübcke berichtet und den Prozess beobachtet. Er hat Politikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt, New York und Tübingen studiert und war nach seinem Volontariat bei der Frankfurter Rundschau dort Politik-Redakteur.

Eintritt frei!

Die zum Termin am Veranstaltungsort gültigen Vorschriften zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie sind zu beachten.
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Martin Steinhagen: Rechter Terror - Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt
31.05.2022 | 19:00 | Kino mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Der Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, während er selbst noch durch einen der Kindertransporte 1939 nach England gerettet werden konnte.
Hafenarbeiter, Seemann, Korrespondent, politischer Aktivist und Romanautor: Im Leben des 1924 in Berlin geborenen und am 15.4.2021 dort gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich die Verheißungen, Verwerfungen und Verbrechen des 20. Jahrhunderts wider. Als wacher Geist und nimmermüder Akteur wollte er die Welt begreifen, beschreiben und verändern. Der Film folgt den Stationen seines Lebens: Geboren in der Weimarer Republik musste er die in Vernichtung mündende Verfolgung durch die Nazis erleben, gelangte nach seiner Rettung ins britische Exil im Zweiten Weltkrieg als „feindlicher Ausländer“ nach Australien, fand dort über die Gewerkschaftsbewegung zur kommunistischen Partei, kehrte 1956 nach Europa zurück und nahm bewusst seinen Wohnsitz in Ostberlin. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als Kosmopolit die ganze Welt. Er wurde Chronist der Bürgerrechtsbewegung in den USA, des Prozesses gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, der Folgen der Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, des Zusammenbruchs der DDR und der nachfolgenden Entwicklungen im wiedervereinigten Deutschland. Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen rechtsextremistische Bestrebungen und den zunehmenden Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Kaper und Szuszies bewirken, dass das Vermächtnis dieses einzigartigen Zeitzeugen nicht nur in seinen Bücher erhalten bleibt, sondern auch in diesem beeindruckenden Dokumentarfilm.

Veranstaltung im Rahmen der LESARTEN Weimar 2022
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Film & Gespräch mit Regisseur Dirk Szuszies: „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ (D 2021)
01.06.2022 | 19:30 | Bildungshaus St. Ursula Erfurt
Eine Frau möchte eine Geschichte über das Dorf ihrer Kindheit schreiben. Beim Verfassen des Textes stellt sie fest, dass ihr die Heimat fehlt. Nicht als Ort, sondern als Wort. Sie fängt an, nach dem Wort zu suchen und wird dabei in ein düsteres Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte geführt. Die Erzählung thematisiert den ideologischen Missbrauch von Sprache und sucht nach Verständigung und Auswegen in verfahrener Zeit. Der Text entstand im Rahmen Vera Vornewegs Stipendienaufenthalt in der Hohen Rhön im Südwesten Thüringens.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Evangelischen Akademie Thüringen und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
Lesung und Gespräch mit der Autorin Vera Vorneweg
01.06.2022 | 19:30 | Burgtheater, Vor dem Schlosse 5e, 99947 Bad Langensalza
Der Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, während er selbst noch durch einen der Kindertransporte 1939 nach England gerettet werden konnte.
Hafenarbeiter, Seemann, Korrespondent, politischer Aktivist und Romanautor: Im Leben des 1924 in Berlin geborenen und am 15.4.2021 dort gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich die Verheißungen, Verwerfungen und Verbrechen des 20. Jahrhunderts wider. Als wacher Geist und nimmermüder Akteur wollte er die Welt begreifen, beschreiben und verändern. Der Film folgt den Stationen seines Lebens: Geboren in der Weimarer Republik musste er die in Vernichtung mündende Verfolgung durch die Nazis erleben, gelangte nach seiner Rettung ins britische Exil im Zweiten Weltkrieg als „feindlicher Ausländer“ nach Australien, fand dort über die Gewerkschaftsbewegung zur kommunistischen Partei, kehrte 1956 nach Europa zurück und nahm bewusst seinen Wohnsitz in Ostberlin. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als Kosmopolit die ganze Welt. Er wurde Chronist der Bürgerrechtsbewegung in den USA, des Prozesses gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, der Folgen der Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, des Zusammenbruchs der DDR und der nachfolgenden Entwicklungen im wiedervereinigten Deutschland. Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen rechtsextremistische Bestrebungen und den zunehmenden Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Kaper und Szuszies bewirken, dass das Vermächtnis dieses einzigartigen Zeitzeugen nicht nur in seinen Bücher erhalten bleibt, sondern auch in diesem beeindruckenden Dokumentarfilm.
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Film & Gespräch mit Regisseur Dirk Szuszies: „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ (D 2021)
02.06.2022 | 18:30 | Geisa, Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze, Platz der Deutschen Einheit 1
Vortrag und Gespräch
Hermann Wentker: Die Deutschen und Gorbatschow
Kein anderes Volk verfolge den Wandel in der Sowjetunion unter Gorbatschow so aufmerksam wie die Deutschen, so der damalige US-Botschafter in Bonn, Richard Burt. Diese Beobachtung galt gleichermaßen für die West- und die Ostdeutschen. Hermann Wentker untersucht die Wahrnehmungen des KPdSU-Generalsekretärs und seiner Politik im deutsch-deutschen Kommunikationsraum. Er analysiert den Wandel der Gorbatschow-Bilder im diskursiven Prozess zwischen Medien, Politik, Experten und Öffentlichkeit und fragt nach deren Relevanz für das Denken und Handeln der politischen Akteure. Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis einer Epoche, in der Deutschland, Europa und die Welt dramatische Veränderungen erlebten.
Hermann Wentker, geboren 1959, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Leipzig, ist Leiter der Außenstelle Berlin des Instituts für Zeitgeschichte, München-Berlin.

Eintritt frei!
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Hermann Wentker: Die Deutschen und Gorbatschow
02.06.2022 | 19:00 | Kulturbaustelle Suhl, Friedrich-König-Str. 35, 98527 Suhl
Der Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, während er selbst noch durch einen der Kindertransporte 1939 nach England gerettet werden konnte.
Hafenarbeiter, Seemann, Korrespondent, politischer Aktivist und Romanautor: Im Leben des 1924 in Berlin geborenen und am 15.4.2021 dort gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich die Verheißungen, Verwerfungen und Verbrechen des 20. Jahrhunderts wider. Als wacher Geist und nimmermüder Akteur wollte er die Welt begreifen, beschreiben und verändern. Der Film folgt den Stationen seines Lebens: Geboren in der Weimarer Republik musste er die in Vernichtung mündende Verfolgung durch die Nazis erleben, gelangte nach seiner Rettung ins britische Exil im Zweiten Weltkrieg als „feindlicher Ausländer“ nach Australien, fand dort über die Gewerkschaftsbewegung zur kommunistischen Partei, kehrte 1956 nach Europa zurück und nahm bewusst seinen Wohnsitz in Ostberlin. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als Kosmopolit die ganze Welt. Er wurde Chronist der Bürgerrechtsbewegung in den USA, des Prozesses gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, der Folgen der Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, des Zusammenbruchs der DDR und der nachfolgenden Entwicklungen im wiedervereinigten Deutschland. Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen rechtsextremistische Bestrebungen und den zunehmenden Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Kaper und Szuszies bewirken, dass das Vermächtnis dieses einzigartigen Zeitzeugen nicht nur in seinen Bücher erhalten bleibt, sondern auch in diesem beeindruckenden Dokumentarfilm.
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