Veranstaltungen

24.02.2021
bis 02.03.2021
Swimmingpool am Golan (D 2018, 88 min, FSK o. A.) - Ein Film von Esther Zimmering

online und kostenfrei!
24.2. bis 2.3. Kino mon ami Weimar (www.kinomonami.de)

SWIMMINGPOOL AM GOLAN läuft im Rahmen des Projekts Jüdische Geschichte(n) – Filmreihe zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Der Dokumentarfilm von und mit Esther Zimmering spannt den Bogen zwischen drei Generationen deutsch-jüdischen Lebens in Deutschland, der DDR und in Israel. Die eine Hälfte der Familie baute sozialistische Kibbuzim auf, die andere Hälfte die DDR. Die Mitglieder der Familie Esther Zimmerings hatten ihre sozialistischen Ideale nach der Shoa nicht verloren – genau wie ihre Leben. Nach dem Mauerfall lernt Esther Zimmering nicht nur ihre unbekannten Verwandten kennen, sondern auch die Welt der Zionisten. Was ist von den gegensätzlichen Ideen ihrer Vorfahren übriggeblieben? Die Suche der Regisseurin nach ihrer eigener Identität und ihren Wurzeln eröffnet vielfältige Blickwinkel auf Aspekte der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Anhand von Archivmaterial und Gesprächen mit Familienangehörigen deckt sie die Geheimnisse und Ungereimtheiten der Zimmerings auf.

Begleitend zum Film soll ein voraufgezeichnetes Filmgespräch mit Regisseurin Esther Zimmering angeboten werden. Der Film wird vom 24.02. bis 02.03. über die Website unseres Kooperationspartners Kino mon ami Weimar zu sehen sein (www.kinomonami.de). Dort werden ab 24.02. weitere Informationen zur Vorgehensweise beim Filmabruf veröffentlicht.
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Swimmingpool am Golan
16.03.2021 | 18:00 | Online-Veranstaltung
„Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zweck hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.“ (1922)

Im Mittelpunkt des Vortrages von der Literaturwissenschaftlerin Dr. Ilse Nagelschmidt stehen neben ihren künstlerischen Arbeiten die im Jahr 1923 begonnene Niederschrift der „Lebenserinnerungen“ sowie die Vereinnahmungs- und Deutungsprozesse ihrer Arbeit und ihres Lebens in Deutschland Ost und West. Ihre Themen, die Lebenskontexte, ihre Leidenschaft und ihre Kompromisslosigkeit lohnen es, dieser Künstlerin aus gegenwärtiger Sicht zu begegnen, damit sie in unserem kulturellen Gedächtnis weiterlebt.

Die Vortragsveranstaltung wird als Webex Meeting am 16. März 2021, 18.00 Uhr stattfinden. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Interessierte melden sich bitte unter LZT_PF@tsk.thueringen.de mit ihrer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten einen Einladungslink zum Meeting.
Käthe Kollwitz (1867 -1945) - Ein Leben für und mit der Kunst
29.03.2021 | 18:00 | Online - Webex-Meeting
Seit dem Mauerfall im November 1989 stehen individuelle Biografien vor den Herausforderungen einer gesamtdeutschen gesellschaftspolitischen Gegenwart, die in ihrem identitätsstiftenden Selbstverständnis noch immer zu begreifen ist, ja, die bis heute tief in die gesellschaftliche und politische Entwicklung Deutschlands eingreift. Für den Interviewband „Die anderen Leben. Generationengespräche Ost.“ haben die Filmregisseurinnen Sabine Michel und Dörte Grimm Dialoggespräche zwischen ehemaligen „Wendekindern“ und ihren Eltern geführt und so individuelle Aufbruchs- und Transformationsverarbeitungen in gesellschaftlichen Umbruchsprozessen erstmalig aus einer Zweigenerationenperspektive dokumentiert. Dabei spielen auch immer Fragen nach Anpassung und Widerstand eine Rolle: wie viel war nötig, wie viel möglich – und wie erinnern das damalige Kinder und Erwachsene.

Sabine Michel, 1971 in Dresden geboren, 1990 Abitur; Filmregie -Diplom an der Filmhochschule Babelsberg; Spielfilmdebüt, danach Dokumentarfilme, die auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals, im Kino und regelmäßig im Fernsehen laufen: „Zonenmädchen“, Porträts über Corinna Harfouch, Henry Maske und Sibylle Bergemann – ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis. Sabine Michel arbeitet auch als Autorin und Regisseurin am Theater.

Dörte Grimm, 1978 in Pritzwalk/Brandenburg geboren, studierte Publizistik, Geschichte und Ethnologie. Seit 2008 arbeitet sie als freie Autorin und Regisseurin für diverse Fernsehformate, dreht Dokumentarfilme und schreibt Kinderbücher. Ihr erster Dokumentarfilm „Die Unberatenen. Ein Wendekinderportrait“ lief auf zahlreichen Festivals. Sie ist Vorsitzende des Vereins Perspektive hoch drei / Dritte Generation Ost.

Die Buchlesung findet am Montag, 29. März 2021, 18.00 Uhr als Webex Meeting statt.
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„Die anderen Leben. Generationsgespräche Ost“ – Lesung mit den Filmemacherinnen  und Autorinnen Sabine Michel und Dörte Grimm
13.04.2021 | 19:00 | Ettersburg, Schloss Ettersburg, Am Schloss 1
Der preisgekrönte Biograph Decker schildert das Panorama einer Übergangszeit, für die Künstler wie Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke kraftvolle Symbole schufen. Elegant verwebt er Alltags-, Wirtschafts-und Literaturgeschichte. Er zeigt, wie ein neuer deutsch-russischer Dialog zwischen Autoren wie Christa Wolf, Heiner Müller, Tschingis Aitmatow und Daniil Granin einsetzte – und wie für eine kurze Zeit, mit dem weltpolitischen Auftritt Michail Gorbatschows, der Glaube an den Sozialismus neu entfacht wurde. Die Fortsetzung von Gunnar Deckers – brillant und unterhaltsam erzähltem Buch – (FAZ) – 1965. Der kurze Sommer der DDR – und die Wiederentdeckung eines vergessenen Stücks deutscher Vorwende-Geschichte.

Gunnar Decker, 1965 in Kühlungsborn geboren, studierte von 1985 bis 1990 Philosophie an der Berliner Humboldt Universität und promovierte in Religionsphilosophie. Er lebt als Autor in Berlin, veröffentlichte vielfach gelobte Biographien unter anderem zu Hermann Hesse, Gottfried Benn und Franz Führmann sowie das Geschichtsbuch – 1965. Der kurze Sommer der DDR –. 2016 wurde er mit dem von der Berliner Akademie der Künste verliehenen Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien – Ernst Barlach – der Schwebende. Eine Biographie.
Gunnar Decker:
15.04.2021 | 14:00 | Online-Veranstaltung
„Die Corona-Pandemie hat mir wertvolle Zeit genommen. Mir kommt es so vor, als wäre 2020 ein Jahr der Zeitverschwendung, eine Freistunde in der Schule, bei der nichts getan wird außer nur auf den Gong zu warten, sodass die Stunde ‚endlich‘ zu Ende geht. […]“

So heißt es im einleitenden Zitat zu den Ergebnissen aus der bundesweiten JuCo-Studie 2 der Universitäten Hildesheim und Frankfurt, die im November 2020 durchgeführt wurde. Es verweist auf ein Erleben der Pandemiezeit, wie es aktuell viele junge Menschen empfinden dürften. Kontakte und das soziale Leben von Jugendlichen sind ebenso eingeschränkt wie ihre Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe. Wichtige Räume des Begegnens, Aufwachsens, Mitgestaltens und Lernens entfallen, in Schule, Nachbarschaft, Jugendhaus, Jugendverband und Sportverein.
Wie ist dazu die Situation in Thüringen? In welcher Weise haben sich Jugendpolitik und gesellschaftliche Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche in Thüringen durch Corona verändert? Wie können Jugendliche unterstützt, motiviert und selbst wirksam werden, damit sie die Zeit der coronabedingten Einschränkungen nicht als verloren und verschwendete Lebenszeit empfinden? Was braucht die Jugendarbeit und -politik jetzt, um die Partizipation junger Menschen während und nach der Pandemie stärken zu können? Welche in der Pandemie eingeschränkten oder zu kurz gekommenen Aktivitäten und Maßnahmen müssen so schnell wie möglich reaktiviert werden? Welche neuen Erfahrungen, Entwicklungen, Ideen und Herangehensweisen können perspektivisch aufgegriffen und fortentwickelt werden für die Zukunft?

Gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Thüringen und dem Landesjugendring Thüringen laden wir Bildnerinnen und Bildner aus der Jugend-, Jugendverbands- und sozialen Arbeit zum Online-Austausch über Jugendpolitik und Jugendbeteiligung mit anschließender Diskussion ein.

Referent: Prof. Dr. Ulrich Lakemann (Projekt „Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen in Thüringer Kommunen – Ein Praxisprojekt zur Landesstrategie“, früher EAH Jena)

Kooperationspartner: Evangelische Akademie Thüringen, Landesjugendring Thüringen e.V.

Anmeldung & Information: Die Veranstaltung findet online statt, die Teilnahme ist kostenfrei.
Bitte melden Sie sich mit einer Mail mit Name und Adresse bis zum 13. April an bei Juliane Gerhardt, Tagungsassistentin Jugendbildungsstätte Junker Jörg, Tel. 036202 / 984-35,
gerhardt@ev-akademie-thueringen.de.

Sie erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung die Zugangsdaten zur Zoom-Videokonferenz.
Verlorene Zeit, verschwendete Jugend? - Die Corona-Krise als Herausforderung für Jugendpolitik und Jugendbeteiligung in Thüringen
27.04.2021 | 14:00 | Online-Veranstaltung
„Politische Bildung junger Menschen“, so formuliert es das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe aus dem Jahr 2017, ist „ein zentraler Auftrag für die Jugendarbeit“. Doch wie, in welchen sozialen Räumen und in welcher Qualität wird dieser Anspruch umgesetzt? Diesen Fragestellungen widmete sich der aktuelle 16. Kinder- und Jugendbericht, der die „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“ zum ersten Mal dezidiert in den Mittelpunkt stellt und zentrale Forderungen für die Weiterentwicklung der politischen Bildung ableitet.
Im Rahmen dieser Online-Veranstaltung werden die zentralen Ergebnisse des Kinder- und Jugendberichts zum Anlass genommen, kritisch über den aktuellen Zustand der politischen Bildung in Thüringen zu diskutieren und Veränderungsbedarfe – nicht nur für den Bereich der Kinder- und Jugendbildung, sondern auch für den Bereich der schulischen politischen Bildung und der Erwachsenenbildung – zu formulieren.
In kritischer Perspektive sollen im Rahmen der Veranstaltung dabei vor allem
• die insgesamt schwache Stellung und Absicherung der politischen Bildung im gesamten Bildungsbereich,
• die ungenutzten Potentiale in den Feldern der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung,
• die zunehmende Fokussierung und Verengung auf Sondermaßnahmen im Bereich der Präventionsarbeit im Rahmen von Landes- und Bundesprogrammen,
• die Diskursverschiebung auf „Demokratiebildung“ und der damit einhergehende Verlust an gesellschaftskritischer politischer Bildung sowie
• die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
problematisiert werden.

Referent:
Ulrich Ballhausen ist Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover und Gastdozent an der Universität Wien und der Hochschule Koblenz im Bereich der politischen Bildung. Er ist seit über 30 Jahren in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung in unterschiedlichen Funktionen aktiv und war in der Erstellung des Kinder- und Jugendberichts eingebunden. Als langjähriger Leiter der EJBW Weimar ist er auch ein Kenner der politischen Bildungslandschaft in Thüringen.
Bitte melden Sie sich per E-Mail mit Angabe Ihres Namens hier an: gerhardt@ev-akademie-thueringen.de. Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung die Zugangsdaten zur Zoom-Videokonferenz
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Online-Forum: Politische Bildung – vernachlässigt, unterschätzt, doch demokratierelevant?
24.06.2021 | 19:00 | Frauenkommunikationszentrum BINKO Hildburghausen
Lesung & Gespräch mit Monika Stenzel & Ulrike Jackwerth

Fast Vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Interview-Buch »Guten Morgen, du Schöne« von Maxie Wander befragten die Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie heute ihr Leben meistern, was sie glücklich macht, was Heimat für sie bedeutet. Wie haben sie die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 erlebt, wie sich in der »westlichen Realität« zurechtgefunden? Und was bedeuten die gesellschaftlichen und biografischen Umbrüche für die nachfolgende Generation? In spannenden, unterhaltsamen und oftmals berührenden Porträts werden die Frauen und ihre Geschichten vorgestellt, kann man Anteil nehmen an ihren Erfahrungen und Erlebnissen.

Monika Stenzel, geboren in Halle (Saale). Abschluss an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. 1981 stellte sie einen Antrag auf Ausreise und verließ 1984 mit ihrer Familie die DDR. Seitdem lebt sie in Berlin und arbeitete als freie Schauspielerin an verschiedenen Theatern der Republik. 2012 begann sie zu schreiben. »He, du Glückliche!« ist ihre erste Veröffentlichung. Ulrike Jackwerth, geboren in Wiener Neustadt/Österreich. Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst »Mozarteum« in Salzburg. Seit 1984 lebt sie in Berlin, arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an zahlreichen Theatern im deutschsprachigen Raum und seit 2014 auch als Dozentin und Coach für Schauspiel. 1987 begegneten sich Ulrike Jackwerth und Monika Stenzel bei einer gemeinsamen Produktion und arbeiteten seitdem mehrfach erfolgreich zusammen.

Der ursprünglich für Donnerstag, den 4. März 2021, 19.00 Uhr im Frauenkommunikationszentrum BINKO in Hildburghausen vorgesehene Termin wurde auf Donnerstag, den 24. Juni 2021 in der Hoffnung auf eine Präsenzveranstaltung am o.g. Veranstaltungsort verschoben.
He, du Glückliche!
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