Veranstaltungen

01.01.2024
bis 30.06.2024
Anbei unser neues Programm für die erste Jahreshälfte 2024. Eine Vielzahl an Veranstaltungen sind in unserem Halbjahresprogramm zu finden – neben Buchvorstellungen, Filmvorführungen, Vorträgen, Seminaren und Bildungsreisen auch Angebote für Jugendliche und Studierende.
Bewährte und weiterhin nachgefragte Angebote setzen wir fort. Wir sind mit Veranstaltungen in allen Regionen des Landes vertreten und auch mit Online-Angeboten präsent. Detaillierte bzw. aktuelle Informationen finden Sie dazu auf unserer Homepage bzw. auf unseren Social-Media-Kanälen.
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Veranstaltungen und Seminare - Erstes Halbjahr 2024
01.01.2024
bis 30.06.2024
In unserer Reihe „Das politische Buch im Gespräch“ stellen wir 42 Neuerscheinungen im Rahmen von 66 Veranstaltungen in ganz Thüringen vor. Insgesamt behandeln wir ein breites Themenspektrum: Verschiedene aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen – z.B. im Zusammenhang mit neuen Medien und künstlicher Intelligenz – werden aufgegriffen, aber auch viele andere politisch-historische Themen, Jahres- und Gedenktage berücksichtigt. Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und die Stärkung der Demokratie vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunal- und Europawahlen sowie mit Blick auf die Landtagswahlen sind Schwerpunkte unserer Veranstaltungen. Im Rahmen unserer Reihe „Film & Gespräch“ stellen wir zudem 13 aktuelle Filme vor.
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Das politische Buch im Gespräch
05.03.2024 | 18:30 | Erfurt, Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21
Punk in der DDR existierte etwa zehn Jahre, von 1979 bis 1989 – und brachte einen schillernden Aufruhr in das erstarrte Betongrau des real existierenden Sozialismus. Mit unverhältnismäßig scharfen Waffen ging die Staatsmacht gegen das Phänomen Punk vor, Protagonist*innen früher Bands wurden „zersetzt“, zur Armee eingezogen, ausgewiesen oder eingesperrt. Dennoch ließ sich das Bedürfnis nach schnellem, hartem Punkrock und feinsinnig kritischen Texten nicht unterdrücken - die zweite Generation der DDR-Punks eroberte ab Mitte der Achtzigerjahre ihren Platz in Jugendklubs und Radio-Sendungen, während mutige evangelische Pfarrer weiter ihre Kirchen als Schutzraum anboten. Thüringen war eines der Zentren der Offenen Arbeit, Hand in Hand mit Friedens- Umwelt- und Bürgerbewegung rüttelte der Punk am maroden Gehäuse der Diktatur und tanzte dem Untergang des Landes entgegen.
Anne Hahn und Frank Willmann dokumentieren, reflektieren und provozieren eine Auseinandersetzung mit Punk Made in GDR. Sie lassen Protagonist*innen, Forscher- und Dichter*innen in einer einzigartigen Punk-Collage auftreten, die jetzt auf Lesereise im thüringischen Kernland zu erleben ist.
Anne Hahn / Frank Willmann: negativ – dekadent. Punk in der DDR
06.03.2024 | 18:00 | Dornburg-Camburg OT Dorndorf-Steudnitz, Obermühle, Bachstraße 1
Punk in der DDR existierte etwa zehn Jahre, von 1979 bis 1989 – und brachte einen schillernden Aufruhr in das erstarrte Betongrau des real existierenden Sozialismus. Mit unverhältnismäßig scharfen Waffen ging die Staatsmacht gegen das Phänomen Punk vor, Protagonist*innen früher Bands wurden „zersetzt“, zur Armee eingezogen, ausgewiesen oder eingesperrt. Dennoch ließ sich das Bedürfnis nach schnellem, hartem Punkrock und feinsinnig kritischen Texten nicht unterdrücken - die zweite Generation der DDR-Punks eroberte ab Mitte der Achtzigerjahre ihren Platz in Jugendklubs und Radio-Sendungen, während mutige evangelische Pfarrer weiter ihre Kirchen als Schutzraum anboten. Thüringen war eines der Zentren der Offenen Arbeit, Hand in Hand mit Friedens- Umwelt- und Bürgerbewegung rüttelte der Punk am maroden Gehäuse der Diktatur und tanzte dem Untergang des Landes entgegen.
Anne Hahn und Frank Willmann dokumentieren, reflektieren und provozieren eine Auseinandersetzung mit Punk Made in GDR. Sie lassen Protagonist*innen, Forscher- und Dichter*innen in einer einzigartigen Punk-Collage auftreten, die jetzt auf Lesereise im thüringischen Kernland zu erleben ist.
Anne Hahn / Frank Willmann: negativ – dekadent. Punk in der DDR
07.03.2024 | 18:00 | Erfurt, Kunsthalle, Fischmarkt 7
Das Wahljahr 2024 droht für Thüringen tiefgreifende Veränderungen mit sich zu bringen. Noch niemals seit der Wende 1989/90 war die Gefahr so groß, dass rechtsextreme und rechtsradikale Parteien auf allen politischen Ebenen Mehrheiten erringen können. Die bereits bestehende Spaltung der Gesellschaft würde sich in diesem Fall vertiefen, Rassismus und Ausländerhass weiter zunehmen.
Patrick Rössler, Professor an der Universität Erfurt, und Michael Tallai möchten mit einem privaten Ausstellungsprojekt auf historische Parallelen zu dieser aktuellen Entwicklung hinweisen. Ab dem 8. März 2024 werden in der Erfurter Kunsthalle 33 Fotomontagen von John Heartfield gezeigt. Der einstige Dadaist kämpfte seit 1930 mit seinen Montagen zur Zeitgeschichte gegen den Aufstieg des Faschismus in Deutschland an - ab 1933 aus dem Exil, und letztlich vergeblich.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Erfurt zeigt die gedruckten Originalwerke, begleitet von aktuellen Kommentaren und Einordnungen durch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Thüringens. Neben anderen teilen der Ministerpräsident des Freistaats, Bodo Ramelow, und der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, ihre aktuellen Gedanken angesichts von Heartfields Montagen mit, ebenso wie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Verbänden und Institutionen.
Eröffnung der Ausstellung „33 Geistesblitze Antifaschistische Fotocollagen von John Heartfield“
07.03.2024 | 18:00 | Greiz, Kulturzentrum Siebenhitze, Siebenhitze 51
Punk in der DDR existierte etwa zehn Jahre, von 1979 bis 1989 – und brachte einen schillernden Aufruhr in das erstarrte Betongrau des real existierenden Sozialismus. Mit unverhältnismäßig scharfen Waffen ging die Staatsmacht gegen das Phänomen Punk vor, Protagonist*innen früher Bands wurden „zersetzt“, zur Armee eingezogen, ausgewiesen oder eingesperrt. Dennoch ließ sich das Bedürfnis nach schnellem, hartem Punkrock und feinsinnig kritischen Texten nicht unterdrücken - die zweite Generation der DDR-Punks eroberte ab Mitte der Achtzigerjahre ihren Platz in Jugendklubs und Radio-Sendungen, während mutige evangelische Pfarrer weiter ihre Kirchen als Schutzraum anboten. Thüringen war eines der Zentren der Offenen Arbeit, Hand in Hand mit Friedens- Umwelt- und Bürgerbewegung rüttelte der Punk am maroden Gehäuse der Diktatur und tanzte dem Untergang des Landes entgegen.
Anne Hahn und Frank Willmann dokumentieren, reflektieren und provozieren eine Auseinandersetzung mit Punk Made in GDR. Sie lassen Protagonist*innen, Forscher- und Dichter*innen in einer einzigartigen Punk-Collage auftreten, die jetzt auf Lesereise im thüringischen Kernland zu erleben ist.
Anne Hahn / Frank Willmann: negativ – dekadent. Punk in der DDR
08.03.2024 | 18:00 | Jena, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte "Matthias Domaschk", Camsdorfer Ufer 17
Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag legte der bedeutende DDR-Oppositionelle Lutz Rathenow seinen literarischen Lebenslauf vor. Von der frühen Kindheit bis in hohe politische Ämter erzählt Rathenow von einem Leben zwischen Kunst und Politik. Mal magisch, mal realistisch, stets liebevoll. Schule, Familie, erste Eifersucht. Das Meer, das All, die Mittagsstunde. Janis Joplin, Michail Gorbatschow, Harald Hauswald. Die Wende, das Kino, die Ameisen im Garten. – Lutz Rathenows Leben fügt sich zu einem farbigen Kaleidoskop aus Erzählungen, Dialogen, Reportagen und Tagebuch-Notaten zusammen. Sein Blick auf rassistische Ressentiments, unaufgearbeitete DDR-Prägungen, enttäuschte West-Projektionen und ihr Wegreden im Alltag ist scharf. Seine Erinnerungen an Weggefährten sind freundschaftlich, skeptisch und innig. Seine starken Heldinnen verblüffen ebenso wie die rasanten Ortswechsel zwischen Jena, Berlin oder Montevideo. In seinem Nachwort setzt Marko Martin diese facettenreiche Biografie in den Kontext der deutsch-deutschen Zeitgeschichte.
Lutz Rathenow wurde 1952 in Jena geboren. Er schrieb Lyrik und Prosa für Kinder und Erwachsene. Als Journalist und Schriftsteller setzte er sich für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ein und ging als Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasiunterlagen von 2011 bis 2021 eigene Wege. Er lebt in Berlin.
Lutz Rathenow: Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten
11.03.2024 | 19:00 | Fambach, Bürgerhaus Rosengarten
Wahlen in Thüringen zogen in letzter Zeit bundesweite Aufmerksamkeit auf sich. Der kleine Freistaat in der Mitte Deutschlands macht aufgrund seiner für eine Regierungsbildung schwierigen politischen Mehrheitsverhältnisse immer wieder von sich reden. Wahlkämpfe sind deshalb hierzulande von besonderer Brisanz. Das war 2021 Anlass für Yvonne und Wolfgang Andrä von 1meter60 Film aus Weimar, den Wahlkampf im Wahlkreis 196 in Südthüringen filmisch zu begleiten. Sie baten jene Wahlkämpferin und Wahlkämpfer, die ihren Hut zum geplanten Drehstart in den Ring geworfen hatten, um ihr Einverständnis für Filmaufnahmen. Entstanden ist mit "ARENA 196 - Zwischen Wende, Wahl und Wirklichkeit" ein bewegender Film über politische Verhältnisse in Bewegung vor dem Hintergrund einer grandiosen landschaftlichen Kulisse.
Die Landeszentrale bietet in Zusammenarbeit mit Barnsteiner Filmverleih und 1meter60 Film an, überall in Thüringen Vorführungen von ARENA 196 zu organisieren. Die nächsten Termine sind hier aufgeführt, am 04.04. geht es im Kiez-Kino Schambrowski Erfurt weiter. Wie bei diesen Termin besteht immer im Anschluss an die Filmvorführung die Möglichkeit, mit den Filmemachern und ggf. auch weiteren Protagonisten des Films ins Gespräch zu kommen.
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Film & Gespräch: ARENA 196. Zwischen Wende, Wahl und Wirklichkeit (D 2023)
12.03.2024
bis 14.03.2024 | Thüringen
12.03.2024, 15:00-18:00 Uhr Casino-Lichtspiele Meiningen |
13.03.2024, 15:00-18:00 Uhr Soziokulturelles Zentrum saalgärten Rudolstadt |
14.03.2024, 14:30-17:30 Uhr Linden-Lichtspiele Ilmenau

Die NSDAP hatte frühzeitig die suggestive Macht bewegter Bilder erkannt und in ihrer Propaganda eingesetzt. Nach ihrem Machtantritt 1933 war es v.a. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, der den Einsatz des Mediums zur Manipulation der deutschen Bevölkerung forcierte. Neben den auf Ästhetisierung des Totalitären und auf Überwältigung des Publikums setzenden Filmen von Leni Riefenstahl oder einer Reihe von komödienhaften „unpolitischen“ Unterhaltungsfilmen mit „Entlastungsfunktion“ wurde die deutsche Bevölkerung mit aufwendigen Propagandafilmen im Sinne der NS-Ideologie systematisch indoktriniert. Die Auseinandersetzung mit diesen heute im Bestand der Murnau-Stiftungen befindlichen Filmen, die nur unter dem „Vorbehalt“ einer fachkundigen Einführung und Nachbesprechung gezeigt werden dürfen, kann wichtiger Baustein im schulischen Bildungsprozess sein und ist passfähig zu in den Thüringer Lehrplänen ausgewiesenen Schwerpunkten. Die Beschäftigung mit solchen Filmen leistet einen Beitrag sowohl zur politisch-historischen als auch zur Medienbildung. Als beispielhaft hierfür kann der Film „Jud Süß“ (D 1940, Regie: Veit Harlan) gelten, an dem sich exemplarisch antisemitische Indoktrinationsziele im NS-Staat und die Machart und Wirkungsmechanismen nationalsozialistischer Filmpropaganda analysieren lassen.
Regionale Lehrkräftefortbildung: Nationalsozialistische Vorbehaltsfilme im Geschichtsunterricht
12.03.2024 | 18:00 | Gera, Stadt- und Regionalbibliothek Gera, Puschkinplatz 7a
Vortrag: Michael Panse, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

In seinem Vortrag beleuchtet Michael Panse die Geschichte der Juden im Nahen Osten, wobei ein besonderer Fokus auf der Gründung des Staates Israel und seiner Entwicklung nach 1948 liegt. Dieser historische Meilenstein beeinflusst nicht nur die Identität vieler jüdischer Menschen, sondern nachhaltig auch die geopolitische Landschaft der gesamten Region in den letzten 76 Jahren.
Die Historie des Landes ist geprägt von Herausforderungen und Kontroversen, Konflikten nach außen und gesellschaftlichen Spannungen im Inneren. Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen bietet zu diesen komplexen Themen zwei kostenfreie Publikationen an, die im Rahmen des Vortrags vorgestellt werden. Sie bieten vertiefende Einblicke und laden ein, sich umfassender mit den historischen Hintergründen und der Vielschichtigkeit der gegenwärtigen Situation zu beschäftigen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der Jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen

Eintritt frei - Spenden erbeten
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Bleibt der Frieden im Nahen Osten ein frommer Wunsch?
13.03.2024 | 09:30 | Meiningen, Casino-Lichtspiele
Die Auseinandersetzung mit den Vorbehaltsfilmen der NS-Filmpropaganda ist ein wichtiger Baustein der politischen Bildung und passfähig zu in den Thüringer Lehrplänen in Geschichte, Politik, Ethik, Religion und Kunst sowie in Sozial- und Medienkunde. Zur Auseinandersetzung mit NS-Propaganda, nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik, mit historischem und aktuellen Antisemitismus sowie mit Möglichkeiten filmischer Manipulation eignet sich der Film "Jud Süß". Der Film von Veit Harlan kam im Jahr 1940 in die deutschen Kinos: An seinem Beispiel lassen sich die Propagandaziele auf erhellende und anschauliche Weise analysieren. Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Joseph Süß Oppenheimer, der im 18. Jahrhundert als Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander tätig war. NS-Propagandaminister Joseph Goebbels nahm erheblichen Einfluss auf die Verfilmung der Geschichte, um dem Film eine zwar subtil wirkende, aber klar im Sinne des Antisemitismus manipulierende Richtung zu geben. Als Unterhaltungsfilm konzipiert, gelang es „Jud Süß“ Millionen von Kinobesuchern Anfang der 1940er Jahre antisemitisch zu indoktrinieren. In der Einführung und Nachbesprechung wird der von der Murnau-Stiftung autorisierte Filmwissenschaftler und -pädagoge Arndt Klingelhöfer von Institut für Kino und Filmkultur (IKF) mit den Schülerinnen und Schülern Inhalt und Wirkungsweise des Films ausführlich analysieren und diskutieren.
Schulfilmseminar zum Vorbehaltsfilm
13.03.2024 | 19:00 | Mühlhausen, Synagoge, Jüdenstraße 24
Vortrag: Michael Panse, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

In seinem Vortrag beleuchtet Michael Panse die Geschichte der Juden im Nahen Osten, wobei ein besonderer Fokus auf der Gründung des Staates Israel und seiner Entwicklung nach 1948 liegt. Dieser historische Meilenstein beeinflusst nicht nur die Identität vieler jüdischer Menschen, sondern nachhaltig auch die geopolitische Landschaft der gesamten Region in den letzten 76 Jahren.
Die Historie des Landes ist geprägt von Herausforderungen und Kontroversen, Konflikten nach außen und gesellschaftlichen Spannungen im Inneren. Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen bietet zu diesen komplexen Themen zwei kostenfreie Publikationen an, die im Rahmen des Vortrags vorgestellt werden. Sie bieten vertiefende Einblicke und laden ein, sich umfassender mit den historischen Hintergründen und der Vielschichtigkeit der gegenwärtigen Situation zu beschäftigen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen

Eintritt frei - Spenden erbeten
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Bleibt der Frieden im Nahen Osten ein frommer Wunsch?
14.03.2024 | 14:00 | Weimar, Kommunales Kino mon ami, Goetheplatz 11
Der Beschäftigung mit DDR-Geschichte kommt in der schulischen und außerschulischen historisch-politischen Bildung weiterhin große Bedeutung zu. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung, interessierende und motivierende Herangehensweise zu finden. Zu den didaktischen Möglichkeiten, Jugendliche zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der SED-Diktatur und ihres Repressivapparats zu motivieren, ihnen dabei aber auch Einblicke in den Lebensalltag der Menschen in der DDR zu eröffnen, gehört die pädagogische Arbeit mit dem Medium Film. Neben dokumentarischen Formen können hier-bei auch Spielfilme eine wichtige Rolle spielen. In dem als Lehrerfortbildung geplanten Seminar "Inszenierte Realität und Authentizität im Spielfilm? DEFA- & Nachwende-Filme über die DDR als Quelle zeitgeschichtlicher Deutung im Unterricht“ wollen Landeszentrale und ThILLM Lehrkräften Hintergrundinformationen und praktische Anregungen zum Einsatz von DEFA-Gegenwartsfilmen und/oder Nachwendeproduktionen mit DDR-Thematik geben.

Anmeldung für Lehrkräfte beim ThILLM:
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Lehrkräfte-Fortbildung:
14.03.2024 | 18:00 | Nordhausen, JazzClub Nordhausen, Barfüßerstr. 3
Vortrag: Michael Panse, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

In seinem Vortrag beleuchtet Michael Panse die Geschichte der Juden im Nahen Osten, wobei ein besonderer Fokus auf der Gründung des Staates Israel und seiner Entwicklung nach 1948 liegt. Dieser historische Meilenstein beeinflusst nicht nur die Identität vieler jüdischer Menschen, sondern nachhaltig auch die geopolitische Landschaft der gesamten Region in den letzten 76 Jahren.
Die Historie des Landes ist geprägt von Herausforderungen und Kontroversen, Konflikten nach außen und gesellschaftlichen Spannungen im Inneren. Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen bietet zu diesen komplexen Themen zwei kostenfreie Publikationen an, die im Rahmen des Vortrags vorgestellt werden. Sie bieten vertiefende Einblicke und laden ein, sich umfassender mit den historischen Hintergründen und der Vielschichtigkeit der gegenwärtigen Situation zu beschäftigen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen

Eintritt frei - Spenden erbeten
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Bleibt der Frieden im Nahen Osten ein frommer Wunsch?
14.03.2024 | 19:00 | Asbach-Sickenberg, Grenzmuseum Schifflersgrund, Platz der Wiedervereinigung 1
Eine fotografisch-ethnologische Vermessung der deutschen Einheit

Mit der Schließung und der fortschreitenden Abriegelung der Grenze zwischen der DDR und der BRD entstand eine paradoxe Situation. Kulturlandschaften, die einst in der Mitte Deutschlands lagen, verwandelten sich zu Randgebieten. Mit 763 Kilometern fiel die Hälfte des gesamten Grenzverlaufes auf Thüringen und trennte es von den Nachbarregionen in Niedersachsen, Hessen und Bayern. Gut dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung wagen der Fotograf Ulrich Kneise und die Ethnologin Juliane Stückrad eine fotografisch-ethnografische Dokumentation, die Fragen nach dem Verbindenden und dem Teilenden in den betroffenen Gebieten nachgeht. Beide sind unweit des Sperrgebietes an der Grenze zwischen BRD und DDR im thüringischen Eisenach aufgewachsen. Sie kommen Menschen in Wort und Bild nahe, die auf beiden Seiten der einstigen Staatengrenze beheimatet sind, und versuchen zu verstehen, wie sie mit den unterschiedlichen historischen Erfahrungen gegenwärtig umgehen und in die Zukunft blicken.
Juliane Stückrad, geb. 1975 in Eisenach, studierte Ethnologie und Kunstgeschichte in Leipzig. 2010 promovierte sie mit einer Arbeit über die Kultur des Unmuts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen und sitzt im Stadtrat von Eisenach.
Ulrich Kneise, geb. 1961 in Eisenach, kehrte nach einem bildjournalistischen Volontariat in Berlin 1984 als freier Fotograf nach Eisenach zurück. 1989 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR. Seit 1990 ist er freiberuflicher Fotograf für Presse, Verlage, Theater und Industrie. Zahlreiche Buchveröffentlichungen und bundesweit gezeigte Ausstellungsprojekte.
Juliane Stückrad/Ulrich Kneise: Randgebiete. Geschichten von drüben.
15.03.2024 | 19:00 | Sondershausen, Bürgerzentrum Cruciskirche
Seit 2016 zeigt die Landeszentrale gemeinsam mit dem Förderverein Crusickirche im Bürgerzentrum Cruciskirche Sondershausen regelmäßig DEFA-Filme, um im Anschluss mit dem Berliner Filmpublizisten Klaus-Dieter Felsmann darüber zu diskutieren, welche Erkenntnisse und Eindrücke diese Filme über das Leben in der DDR ermöglichen und was sie in ihrer thematischen Vielfalt dem heutigen Publikum möglicherweise noch zu sagen haben. Aus Anlass des 2025 anstehenden 100. Geburtstages des bedeutenden DEFA-Regisseurs Konrad Wolf wird mit „Solo Sunny“ eine kleine Konrad-Wolf-Filmreihe gestartet in der bis zum 100. Geburtstag des Regisseurs im Herbst 2025 vier Filme aus seinem Schaffen gezeigt werden sollen.
„Solo Sunny“ ist eine bittere Komödie über die Suche nach Glück und Anerkennung als Persönlichkeit, über Identitätsprobleme der DDR-Jugend und zugleich ein mutiges Plädoyer gegen gesellschaftliche Bevormundung und für den eignen Weg durchs Leben. Der 1978–80 gedrehte Film war der letzte von Konrad Wolf produzierte Spielfilm. Bei der Berlinale 1980 gewann Renate Krößner den Silbernen Bären als beste Darstellerin, der Film erhielt den FIPRESCI-Filmkritikerpreis.
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Film & Gespräch: Solo Sunny (DDR 1980)
15.03.2024 | 19:00 | Meusebach, Spatzenjägerhalle
Wahlen in Thüringen zogen in letzter Zeit bundesweite Aufmerksamkeit auf sich. Der kleine Freistaat in der Mitte Deutschlands macht aufgrund seiner für eine Regierungsbildung schwierigen politischen Mehrheitsverhältnisse immer wieder von sich reden. Wahlkämpfe sind deshalb hierzulande von besonderer Brisanz. Das war 2021 Anlass für Yvonne und Wolfgang Andrä von 1meter60 Film aus Weimar, den Wahlkampf im Wahlkreis 196 in Südthüringen filmisch zu begleiten. Sie baten jene Wahlkämpferin und Wahlkämpfer, die ihren Hut zum geplanten Drehstart in den Ring geworfen hatten, um ihr Einverständnis für Filmaufnahmen. Entstanden ist mit "ARENA 196 - Zwischen Wende, Wahl und Wirklichkeit" ein bewegender Film über politische Verhältnisse in Bewegung vor dem Hintergrund einer grandiosen landschaftlichen Kulisse.
Die Landeszentrale bietet in Zusammenarbeit mit Barnsteiner Filmverleih und 1meter60 Film an, überall in Thüringen Vorführungen von ARENA 196 zu organisieren. Die nächsten Termine sind hier aufgeführt, am 04.04. geht es im Kiez-Kino Schambrowski Erfurt weiter. Wie bei diesen Termin besteht immer im Anschluss an die Filmvorführung die Möglichkeit, mit den Filmemachern und ggf. auch weiteren Protagonisten des Films ins Gespräch zu kommen.
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Film & Gespräch: ARENA 196. Zwischen Wende, Wahl und Wirklichkeit (D 2023)
18.03.2024 | 18:00 | Altenburg, Volkshochschule Altenburg, Hospitalplatz 6
Wie kommt es, dass Mütter sich häufiger langweilen als Väter? Wieso langeweilen sich arme Menschen häufiger als reiche? Und warum gibt es in Unterkünften für Geflüchtete so wenige Angebote gegen die Langeweile? Die Saarbrücker Soziologin Silke Ohlmeier antwortet darauf: Langeweile trifft uns nicht zufällig und hat eine politische Dimension. Anhand persönlicher Geschichten und mithilfe wissenschaftlicher Ergebnisse erklärt sie, was gesellschaftliche Machtverhältnisse und der gegenwärtige Zeitgeist mit dem altbekannten Gefühl zu tun haben. Sich chronisch zu langweilen ist nicht nur unangenehm, sondern kann gravierende Konsequenzen nach sich ziehen: von Depressionen über aggressives Verhalten bis hin zur Sucht. Langeweile kennen wir alle – die tiefen gesellschaftlichen Wurzeln aber werden in dem Buch „Langeweile ist politisch“ erstmals soziologisch freigelegt.
Silke Ohlmeier ist Soziologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau begann Sie während ihrem Studium die sozialwissenschaftliche Forschung zum Thema Langeweile.
Silke Ohlmeier: Langeweile ist politisch. Was ein verkanntes Gefühl über unsere Gesellschaft verrät
19.03.2024 | 18:00 | Weimar, Volkshochschule Weimar, Graben 6
Wie kommt es, dass Mütter sich häufiger langweilen als Väter? Wieso langeweilen sich arme Menschen häufiger als reiche? Und warum gibt es in Unterkünften für Geflüchtete so wenige Angebote gegen die Langeweile? Die Saarbrücker Soziologin Silke Ohlmeier antwortet darauf: Langeweile trifft uns nicht zufällig und hat eine politische Dimension. Anhand persönlicher Geschichten und mithilfe wissenschaftlicher Ergebnisse erklärt sie, was gesellschaftliche Machtverhältnisse und der gegenwärtige Zeitgeist mit dem altbekannten Gefühl zu tun haben. Sich chronisch zu langweilen ist nicht nur unangenehm, sondern kann gravierende Konsequenzen nach sich ziehen: von Depressionen über aggressives Verhalten bis hin zur Sucht. Langeweile kennen wir alle – die tiefen gesellschaftlichen Wurzeln aber werden in dem Buch „Langeweile ist politisch“ erstmals soziologisch freigelegt.
Silke Ohlmeier ist Soziologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau begann Sie während ihrem Studium die sozialwissenschaftliche Forschung zum Thema Langeweile.
Silke Ohlmeier: Langeweile ist politisch. Was ein verkanntes Gefühl über unsere Gesellschaft verrät
19.03.2024 | 18:30 | Ilmenau, Bibliothek - Stadtverwaltung Ilmenau, Bahnhofstraße 7
Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag legte der bedeutende DDR-Oppositionelle Lutz Rathenow seinen literarischen Lebenslauf vor. Von der frühen Kindheit bis in hohe politische Ämter erzählt Rathenow von einem Leben zwischen Kunst und Politik. Mal magisch, mal realistisch, stets liebevoll. Schule, Familie, erste Eifersucht. Das Meer, das All, die Mittagsstunde. Janis Joplin, Michail Gorbatschow, Harald Hauswald. Die Wende, das Kino, die Ameisen im Garten. – Lutz Rathenows Leben fügt sich zu einem farbigen Kaleidoskop aus Erzählungen, Dialogen, Reportagen und Tagebuch-Notaten zusammen. Sein Blick auf rassistische Ressentiments, unaufgearbeitete DDR-Prägungen, enttäuschte West-Projektionen und ihr Wegreden im Alltag ist scharf. Seine Erinnerungen an Weggefährten sind freundschaftlich, skeptisch und innig. Seine starken Heldinnen verblüffen ebenso wie die rasanten Ortswechsel zwischen Jena, Berlin oder Montevideo. In seinem Nachwort setzt Marko Martin diese facettenreiche Biografie in den Kontext der deutsch-deutschen Zeitgeschichte.
Lutz Rathenow wurde 1952 in Jena geboren. Er schrieb Lyrik und Prosa für Kinder und Erwachsene. Als Journalist und Schriftsteller setzte er sich für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ein und ging als Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasiunterlagen von 2011 bis 2021 eigene Wege. Er lebt in Berlin.
Lutz Rathenow; Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten
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