Veranstaltungen

27.01.2021 | 17:00 | Online kinomonami.de
Film und Gespräch mit der Regisseurin Nicola Alice Hens

Am 27. Januar, dem Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, starten Kino mon ami Weimar und Landeszentrale ihre gemeinsames Projekt „Jüdische Geschichte(n) – Filmreihe zum Themenjahr ‚Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen‘“ mit dem Dokumentarfilm „Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde“ auf www.kinomonami.de.

Der Film erzählt atmosphärisch mit teils animierten Bildern den beeindruckenden Lebensweg von Marthe Cohn. Mit 100 Jahren tourt diese wie ein Rockstar durch die ganze Welt. Die kleine weißhaarige Frau hat Charakter, Humor und viel Energie. Ihre Vorträge sind unterhaltsam und gespickt mit Pointen, mit Schlagfertigkeit und Charme fesselt Marthe ihr Publikum. Und mit ihrer unglaublichen Lebensgeschichte: Marthe ist französische Jüdin aus Metz, die im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor und sich 1945 entschied, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen und für das Ende des Krieges zu kämpfen. 60 Jahre sprach sie nicht über ihre unglaubliche Geschichte.

Auf der Leinwand kann man Marthe heute dabei beobachten, wie sie mit der liebevollen Unterstützung ihres Mannes Major mit fast manischem Eifer die Welt bereist, um ihre Geschichte mit der jungen Generation zu teilen. Denn sie weiß: Viel Zeit bleibt ihr nicht.
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Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde.
27.01.2021 | 19:00 | Online
Aufsuchende Distanzierungsarbeit - Zugänge, Methoden und Grenzen
Peer Wichmann, Distanz e.V. (Aussteigerprogramm für Neonazis)

Die Professur Sozialwissenschaftliche Stadtforschung der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar lädt ab Januar 2021 zu weiteren Terminen ihrer Ringvorlesung »Städte ohne Rassismus« ein.
Wie wirkt sich Rassismus im städtischen Alltag aus, etwa bei der Wohnungssuche, im Bildungswesen, im öffentlichen Raum oder gegenüber Institutionen wie der Polizei? In welcher Weise kann dagegen vorgegangen werden? Diesen Fragen geht die vom Bereich Diversität der Bauhaus-Universität Weimar geförderte Ringvorlesung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen nach.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an den mittwochs um 19 Uhr stattfindenden öffentlichen Vorlesungen teilzunehmen.
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Ringvorlesung
28.01.2021 | 19:00 | Online
Verschwörungstheorien verbreiten sich im Netz wie Lauffeuer und sind schon lange kein Randphänomen mehr. Katharina Nocun und Pia Lamberty beschreiben in ihrem 2020 erschienenen Buch, wie sich Menschen aus der Mitte der Gesellschaft durch Verschwörungstheorien radikalisieren und die Demokratie als Ganzes ablehnen. Welche Rolle spielen neue Medien in diesem Prozess? Wie schnell wird jeder von uns zu einem Verschwörungstheoretiker? Und wie können wir verdrehte Fakten aufdecken und uns vor Meinungsmache schützen?
Katharina Nocun wird Fake Facts in einem Online-Talk der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen vorstellen und als Gesprächspartnerin zur Verfügung stehen.
Die Veranstaltung wird als Webex Meeting stattfinden.
Interessierte melden sich bitte unter LZT_PF@tsk.thueringen.de an.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Teilnehmer*innen erhalten einen Einladungslink zum Meeting.
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Fake Facts. Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen. Online-Talk mit Katharina Nocun
03.02.2021 | 19:00 | Online
Betroffene von rechter Gewalt in Thüringen. Warum ein spezifisches Beratungsangebot notwendig ist
Robert Friedrich, ezra Opferberatung Thüringen

Die Professur Sozialwissenschaftliche Stadtforschung der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar lädt ab Januar 2021 zu weiteren Terminen ihrer Ringvorlesung »Städte ohne Rassismus« ein.
Wie wirkt sich Rassismus im städtischen Alltag aus, etwa bei der Wohnungssuche, im Bildungswesen, im öffentlichen Raum oder gegenüber Institutionen wie der Polizei? In welcher Weise kann dagegen vorgegangen werden? Diesen Fragen geht die vom Bereich Diversität der Bauhaus-Universität Weimar geförderte Ringvorlesung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen nach.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an den mittwochs um 19 Uhr stattfindenden öffentlichen Vorlesungen teilzunehmen.
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Ringvorlesung
10.02.2021 | 18:00 | Online via Facebook
Europas Neonaziszene trainiert für den Tag X, an dem den Ultrarechten der politische Umsturz gelingen soll – und dafür rüsten sich die extremen Rechten, indem sie Kampfsport betreiben. Robert Claus hat viele „Fight Nights“ in Deutschland und Europa besucht und beobachtet eine zunehmende Professionalisierung der körperlichen Gewalt. Seine spannenden Einblicke zeigen ein wachsendes internationales Kampfsport-Netzwerk militanter Neonazis mit Verbindungen zu Hooligans, RechtsRockbands und Securityunternehmen.
Thüringen ist dabei ein zentraler Knotenpunkt: Hier gibt es nicht nur mehrere extrem rechte Kampfsportgruppen und Vereine, sondern der Freistaat ist immer wieder auch Veranstaltungsort für Kampfsport-Events. Die Thüringer Neonazi-Szene ist mit ihren internationalen RechtsRock- und Gewalt-Netzwerken seit Jahren ein zentraler Akteur.
Robert Claus arbeitet seit vielen Jahren zur extremen Rechten im Sport. Er gibt in seinem Buch neue, besorgniserregende Einblicke in eine Welt voller Gewalt und Hass, ein hoch brisantes und warnendes Buch in Zeiten des rechten Terrors.
Robert Claus, publiziert u. a. zu den Themen Extreme Rechte, Fankultur, Hooligans und Kampfsport. Veröffentlichungen u.a.: „Hooligans. Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“ und „Zurück am Tatort Stadion. Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen“.

Veranstaltung von MOBIT - Mobile Beratung in Thüringen und Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Buchvorstellung mit Robert Claus: Ihr Kampf. Wie Europas extreme Rechte für den Umsturz trainiert
16.02.2021 | 18:00 | Online via Facebook
Bei den »Querdenker«- oder »Hygiene«-Demonstrationen finden Menschen zusammen, die früher eher selten gemeinsam auftraten: Umweltschützer marschieren neben QAnon-Anhängern, Esoteriker neben Hooligans, die Reichskriegsflagge flattert neben der Peace-Fahne. Die politischen Orientierungen dieser neu entstandenen Mischszene sind jenseits des Protests gegen die staatlichen Maßnahmen widersprüchlich, seine soziale Bewegungsdynamik ist offen. Die radikale Rechte in ihren unterschiedlichen Facetten war lange auf der Suche nach ihrem Standpunkt zur aktuellen Pandemie-Politik, um sich dann den Protesten anzuschließen. Sie will diese Proteste radikalisieren, inszeniert sich als ihr militanter Arm und sucht dabei - wie in Leipzig oder in Berlin beim versuchten Sturm auf das Reichstagsgebäude - auch die direkte Konfrontation mit der Polizei. Die unverzichtbare Abgrenzung von Demokratiefeinden und radikalen Rechten erodiert offensichtlich in der Gesellschaft.

Prof. Fabian Virchow hat sich diese Entwicklung für Nordrhein-Westfalen mit seinem Team am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf genau angesehen. Entstanden ist dabei die Studie „Pandemie-Leugnung und extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen“. Wir wollen wir mit ihm über die Ergebnisse der Studie sprechen, die sich in vielen Punkten auch auf die Entwicklung in Thüringen übertragen lässt.
Prof. Fabian Virchow leitet den Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf und hat sich insbesondere mit der Aktionspolitik der radikalen Rechten auseinandergesetzt. In der LZT-Schriftenreihe ist von ihm das Buch "Nicht nur der NSU. Eine kleine Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland" erschienen. In der LZT-Schriftenreihe ist von ihm das Buch "Nicht nur der NSU. Eine kleine Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland" erschienen.

Die gemeinsame Veranstaltung mit Mobit e.V. wird am 16. Februar 2021 ab 18 Uhr auf den Facebookseiten der LZT und von Mobit gestreamt werden.
Die Proteste der Pandemie-Leugner:innen: Strömungen, Weltbilder und Radikalisierungspotentiale. Ein Gespräch mit Prof. Fabian Virchow
18.02.2021 | 19:30 | Nordhausen, Kapitelhaus, Domstraße 17/18 oder ggf. als Online-Veranstaltung
Die Beschäftigung mit der DDR-Vergangenheit scheint rettungslos zwischen Floskeln eingeklemmt. Weshalb finden sich die, die 1989/1990 den Umbruch mitgestaltet haben, mit ihren Jugendlektüren, intellektuellen Prägungen oder Musikvorlieben heute beinahe in einer Art bezugsloser terra incobnita, während doch gleichzeitig westliche 68er-Erlebnisse längst ins kollektive Gedächtnis eingegangen sind? Dieses Buch hat nicht den Anspruch einer letztgültigen Alternativ-Geschichte der DDR, es versucht, einen neuen, unideologischen Blick zu eröffnen. Wie etwa sah im eingemauerten Land eine Literatur oder Filmkunst aus, die weder politisch-oppositionell noch staatstragend war, sondern sich ihre Freiräume gewitzt eroberte? Welche Rolle hatten Jazz und Punk? „Die Verdrängte Zeit“ ist eine provokativ gutgelaunte Erinnerung an weltgewandte Kulturleistungen, die nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht waren – und die nicht wegen, sondern trotz des Regimes entstanden sind.

Marko Martin, geboren 1970 in Burgstädt/Sachsen, erhielt aus politischen Gründen in der DDR Hochschulverbot. Im Mai 1989 reiste er in die Bundesrepublik aus und studierte an der FU Berlin Germanistik, Politikwissenschaft und Geschichte. Er arbeitet heute als freier Autor in Berlin.
Marko Martin: Die verdrängte Zeit. Vom Verschwinden und Entdecken der Kultur des Ostens
24.02.2021 | 14:00 | Online
Konsequenzen aus dem aktuellen Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung

„Politische Bildung junger Menschen“, so formuliert es das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe aus dem Jahr 2017, ist „ein zentraler Auftrag für die Jugendarbeit“. Doch wie, in welchen sozialen Räumen und in welcher Qualität wird dieser Anspruch umgesetzt? Diesen Fragestellungen widmete sich der aktuelle 16. Kinder- und Jugendbericht, der die „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“ zum ersten Mal dezidiert in den Mittelpunkt stellt. Im Auftrag der Bundesregierung analysierte eine Sachverständigenkommission hierfür die unterschiedlichen Erfahrungsräume von Kindern und Jugendlichen und leitete daraus zentrale Forderungen für die Weiterentwicklung der politischen Bildung ab.
Im Rahmen dieser Online-Veranstaltung werden die zentralen Ergebnisse des Kinder- und Jugendberichts zum Anlass genommen, kritisch über den aktuellen Zustand der politischen Bildung in Thüringen zu diskutieren und Veränderungsbedarfe – nicht nur für den Bereich der Kinder- und Jugendbildung, sondern auch für den Bereich der schulischen politischen Bildung und der Erwachsenenbildung – zu formulieren.
In kritischer Perspektive sollen im Rahmen der Veranstaltung dabei vor allem
• die insgesamt schwache Stellung und Absicherung der politischen Bildung im gesamten Bildungsbereich,
• die ungenutzten Potentiale in den Feldern der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung,
• die zunehmende Fokussierung und Verengung auf Sondermaßnahmen im Bereich der Präventionsarbeit im Rahmen von Landes- und Bundesprogrammen,
• die Diskursverschiebung auf „Demokratiebildung“ und der damit einhergehende Verlust an gesellschaftskritischer politischer Bildung sowie
• die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
problematisiert werden.

Referent:
Ulrich Ballhausen ist Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover und Gastdozent an der Universität Wien und der Hochschule Koblenz im Bereich der politischen Bildung. Er ist seit über 30 Jahren in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung in unterschiedlichen Funktionen aktiv und war in der Erstellung des Kinder- und Jugendberichts eingebunden. Als langjähriger Leiter der EJBW Weimar ist er auch ein Kenner der politischen Bildungslandschaft in Thüringen.

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und die Evangelische Akademie laden im Online-Gespräch zum Austausch von politischen Bildnerinnen und Bildnern und auch Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik ein.
Bitte melden Sie sich per E-Mail mit Angabe Ihres Namens hier an: gerhardt@ev-akademie-thueringen.de
Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung die Zugangsdaten zur Zoom-Videokonferenz.
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Politische Bildung – vernachlässigt, unterschätzt, doch demokratierelevant?
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