Veranstaltungen

03.08.2021 | 19:30 | Lichthaus Kino im Straßenbahndepot Weimar
Michael Herbigs Thriller „Ballon“ (D 2018) wird im Vorfeld des 60. Jahrestages des Mauerbaus in Verbindung mit einem Zeitzeugengespräch auch am 3. August um 19:30 Uhr im Lichthaus Kino im Straßenbahndepot in Weimar zu sehen sein. Im Anschluss an den Film unterhält sich Matthias Wanitschke vom ThLA mit Günter Wetzel, einem jener Menschen, die sich in der Realität am 16. September 1979 mit einem – hauptsächlich von Günter Wetzel genähten – Ballon auf einen gefährlichen Fluchtweg in die Freiheit begaben. Er wird aus seiner Sicht Auskunft geben über die Gründe, mit seiner Frau und den 5- bzw. 2-jährigen Söhnen die DDR zu verlassen, über die Vorbereitung und Durchführung der Flucht, über das Ankommen und das Leben der Familie im Westen, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen filmischer Fiktion und gelebter Realität und über die Bedeutung, die die spektakuläre Flucht und der Rummel danach für ihn hatte.
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Michael Herbigs Thriller „Ballon“ (D 2018)
05.08.2021 | 11:00 | Gera und Online
Dritter Live-Talk der Veranstaltungsreihe „Smart City“

Fünf Live-Talks zu Themen der digitalen Veränderung bieten Einblick in die Stadtentwicklung von morgen und die Möglichkeit der Teilhabe. Beim nun anstehenden dritten Talk dreht sich alles rund um das Thema „Autonomes Fahren“.

Durch die Smart City Gera fährt ein Bus. Er hört auf den Namen EMMA und kommt ohne Fahrer aus. Ist das schon die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs? Was bedeutet eigentlich autonomes Fahren? Wie weit sind wir in Deutschland damit? Verbessert es das Leben in einer Stadt? Und was müssen Kommunen tun, um wirklich Smart City zu werden? Benötigen wir überhaupt Smart Citys? Die Verbesserung der Verkehrsflüsse in den Städten und das Zusammenfügen unterschiedlicher Daten bilden eine Herausforderung der Zukunft. Am Beispiel des Ostthüringer Oberzentrums Gera wird das in einer Runde mit Expertinnen und Experten diskutiert. Es steht ein Kulturwandel bevor, der nicht einfach zu bewältigen sein wird. Reden wir darüber.
Als Kooperationspartner widmen sich die die FUNKE Medien Thüringen, die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT), die Stadt Gera, die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), und die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) in den fünf Live-TV-Talks verschiedenen Aspekten der digitalen Stadtentwicklung und Veränderungen der Lebenswelten und diskutieren darüber mit Bürgerinnen und Bürgern.
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Smart City und die Neue Mobilität – Fahren ohne Fahrer!?“
09.08.2021 | 18:00 | Kino im Schillerhof, Helmboldstr. 1, 07749 Jena
Nach 1964 werden in diesem Jahr die Olympischen Spiele erneut in Tokio ausgetragen. So gut wie verloren im Gedächtnis der Gesellschaft ist die Tatsache, dass für die Spiele 1964 in Tokio letztmalig eine gesamtdeutsche Mannschaft antreten musste. Bereits 1956 und 1960 bildeten die Deutschen in Ost und West unter Zwang des IOC ein gemeinsames Team. IOC-Präsident Avery Brundage hatte die Vision, dass mit der Kraft des Sports politische Grenzen überwunden werden könnten. Doch mit dem Mauerbau 1961 wurde die bisherige olympische Praxis durch die Realität des Kalten Krieges eingeholt. Der Sport wurde zu einem Spielball der Politik. Es wurde gestritten über Fahnen, Trikots und Hymnen, allein die Zusammenstellung der Olympiamannschaft wurde zu einem Politikum. Um jeden Platz, um jeden Wettkampf gab es ein Hauen und Stechen. Dabei ging es um den prestigeträchtigen Posten des Mannschaftsleiters, dem so genannten Chef de Mission. Wer nach den Ausscheidungen die Mehrzahl der Teilnehmer im Team hatte, durfte dieses Amt bekleiden. Selbst in Tokio nahm das Gegeneinander nicht ab. Die Querelen zwischen Ost und West wurden mit in die Olympiastadt genommen. Der Riss ging quer durch die gesamtdeutsche Mannschaft. Die politische Teilung wurde nun auch im olympischen Sport mehr als sichtbar.

Die Veranstaltung möchte anhand der filmischen Dokumentation „Die Kalten Ringe“ mit anschließender Gesprächsrunde an die geteilte olympische Sportgeschichte aus der Phase des Kalten Krieges erinnern. Jena war 1964 Teil dieser Erinnerungskultur, da die deutsch-deutschen Ausscheidungen in der Leichtathletik im Abbe-Sportfeld stattfanden. Zur sich an die Filmvorführung anschließenden Gesprächsrunde sind eingeladen: Thomas Grimm, Zeitzeugen-TV, Regisseur des Films
Klaus Dieter Wowra, Olympiateilnehmer 1964 im Hockey. Moderation: Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte)
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Film & Gespräch: Die kalten Ringe - Gesamtdeutsch nach Tokio 1964
12.08.2021 | 17:00 | Vor dem Schauspielhaus/Kulturquartier, Klostergang 4 in Erfurt
In regelmäßigen Abständen werden Debatten über die Stabilität demokratischer Orientierungen im Osten geführt. Erst jüngst sorgte der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz für Aufregung mit seinem Befund: „Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind.“
Der Rechtsextremismus hat im Osten zweifellos eine Spezifik, die sich in einer besonderen Gewaltdichte, aber auch in einer starken Bewegungsdynamik äußert. Doch hat all dies noch etwas mit dem Erbe der DDR zu tun? Darüber wollen wir mit David Begrich diskutieren.
Die Open Air-Veranstaltungsreihe ist eine Zusammenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen mit dem Jugendforum Erfurt bei Radio F.R.E.I. und dem KulturQuartier.
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„Was hat der Rechtsextremismus heute mit der DDR zu tun?  Summer Talk mit David Begrich, Miteinander e.V.
24.08.2021 | 18:00 | Erfurt, Peterskirche, BUGA-Gelände Petersberg
In einer Zeit zunehmender Verstädterung brauchen wir eine neue Sicht auf das Landleben. Es ist keineswegs Ausdruck überholter Verhältnisse, es ist vielmehr Grundlage für die Dynamik und Spezialisierung in den Städten und Zentren. Der bekannte Geograph und Alpenforscher Werner Bätzing hält das Land mit seinen Traditionen und Kulturlandschaften für unverzichtbar. Daher mündet sein so fundiertes wie nachdenkliches Buch in Leitideen für die Zukunft des Landlebens. Gibt es heute noch ein Leben auf dem Land, das nicht städtisch geprägt ist? Und brauchen wir in der modernen Welt überhaupt ein Landleben? Oder ist es nur noch ein romantisches Relikt aus der vergangenen Zeit? Wer das Landleben verstehen will, muss Landwirtschaft, bäuerliche Kulturlandschaften, Dorfleben, Traditionen sowie die engen Verflechtungen zwischen ihnen kennen. Da das Land aber stets in einem engen Austausch mit der Stadt steht, muss er auch verstehen, welche Auswirkungen die Industrielle Revolution, die Entdeckung des Landes als „schöne Landschaft“, der wirtschaftliche und demographische Wandel, die Entstehung der Konsumgesellschaft und das Erstarken des Neoliberalismus auf das Landleben besitzen - andernfalls besteht die Gefahr, das Land zu stark als Idylle wahrzunehmen. Bätzings breit angelegte und historisch fundierte Darstellung steht quer zu den üblichen Sichtweisen und lässt das Landleben in einem völlig neuem Licht erscheinen.
Werner Bätzing, Prof. em. für Kulturgeographie, ist als Alpenforscher in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit bekannt geworden. Für seine Arbeiten zum Alpenraum erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Seit 1995 beschäftigt er sich auch vertieft mit dem ländlichen Raum in Bayern und engagiert sich für seine Aufwertung.
Für den Zutritt zur BUGA ist eine Eintrittskarte erforderlich.
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Werner Bätzing: „Das Landleben. Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform“
01.09.2021 | 19:00 | Kölleda, Rittergut, Roßplatz 2A
Die Filmemacherin Yvonne Andrä und der Autor Stephan Petermann porträtieren mit ihrem Buch „Jenseits der Perlenkette“ die kleinsten, noch selbstverwalteten Ortschaften Thüringens.
Das Künstlerduo gibt auf beeindruckende Weise Einblicke in das Leben der Menschen in den letzten Kleingemeinden Thüringens und geht u.a. der Frage nach „Was heißt es auf dem Land zu leben?“.
Die Buchpräsentation findet am Mittwoch, 1. September 2021, 19.00 Uhr in Kölleda, Rittergut, Roßplatz 2A statt. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Evangelischen Akademie Thüringen.
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Buchvorstellung: „Jenseits der Perlenkette“
12.09.2021 | 14:00 | Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Das 7. Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbunds, in dem auch die LZT vertreten ist, widmet sich der Gleichzeitigkeit dieser vielfältigen Erfahrungen und Entwicklungen. Wir schauen mit Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen auf die Transformationszeit von 1990 bis in die Gegenwart und werfen einen Blick in eine mögliche Zukunft des Freistaats – eben auf das ›Damals‹, das ›Heute‹ und das ›Morgen‹.
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7. Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbunds
16.09.2021 | 19:00 | Ilmenau
Lesung & Gespräch mit Monika Stenzel & Ulrike Jackwerth

Fast Vierzig Jahre nach dem bahnbrechenden Interview-Buch »Guten Morgen, du Schöne« von Maxie Wander befragten die Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie heute ihr Leben meistern, was sie glücklich macht, was Heimat für sie bedeutet. Wie haben sie die umwälzenden gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989 erlebt, wie sich in der »westlichen Realität« zurechtgefunden? Und was bedeuten die gesellschaftlichen und biografischen Umbrüche für die nachfolgende Generation? In spannenden, unterhaltsamen und oftmals berührenden Porträts werden die Frauen und ihre Geschichten vorgestellt, kann man Anteil nehmen an ihren Erfahrungen und Erlebnissen.

Monika Stenzel, geboren in Halle (Saale). Abschluss an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. 1981 stellte sie einen Antrag auf Ausreise und verließ 1984 mit ihrer Familie die DDR. Seitdem lebt sie in Berlin und arbeitete als freie Schauspielerin an verschiedenen Theatern der Republik. 2012 begann sie zu schreiben. »He, du Glückliche!« ist ihre erste Veröffentlichung. Ulrike Jackwerth, geboren in Wiener Neustadt/Österreich. Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst »Mozarteum« in Salzburg. Seit 1984 lebt sie in Berlin, arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an zahlreichen Theatern im deutschsprachigen Raum und seit 2014 auch als Dozentin und Coach für Schauspiel. 1987 begegneten sich Ulrike Jackwerth und Monika Stenzel bei einer gemeinsamen Produktion und arbeiteten seitdem mehrfach erfolgreich zusammen.

Der ursprünglich für Donnerstag, den 4. März 2021, 19.00 Uhr im Frauenkommunikationszentrum BINKO in Hildburghausen vorgesehene Termin wurde auf Donnerstag, den 24. Juni 2021 in der Hoffnung auf eine Präsenzveranstaltung am o.g. Veranstaltungsort verschoben.
He, du Glückliche!
23.09.2021 | 10:00 | Zughafen, Erfurt
Bei der »Querdenken«-Bewegung oder »Hygiene«-Demonstrationen finden Menschen zusammen, die früher eher selten gemeinsam auftraten. Die politischen Orientierungen dieser neu entstandenen Mischszene sind jenseits des Protests gegen die staatlichen Maßnahmen widersprüchlich. Die radikale Rechte war teils lange auf der Suche nach ihrem Standpunkt zur aktuellen Pandemie-Politik, um sich dann den Protesten anzuschließen. Sie inszeniert sich als ihr militanter Arm und sucht dabei auch die direkte Konfrontation mit der Polizei. Die unverzichtbare Abgrenzung von radikalen Rechten erodiert offensichtlich in der Gesellschaft. Radikalisierungsprozesse nach rechts sind unübersehbar. Verschwörungsmythen rund um die Ausbreitung des Corona-Virus sind verbreitet und häufig mit antisemitischen Argumentationsmustern verbunden. Teilnehmende der Demonstrationen vergleichen sich mit Verfolgten des Nationalsozialismus, um die aktuelle Regierung als Diktatur anzuklagen. So trägt der Protest auch geschichtsrevisionistische Züge. Wir wollen gemeinsam mit verschiedenen Expertinnen und Experten über diese aktuellen Entwicklungen sprechen und dabei besonders auf die Bereiche der Verschwörungsmythen, des Antisemitismus und des Geschichtsrevisionismus eingehen.
Gemeinsame Fachtagung mit Mobit
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Gefährdete Demokratie? Geschichtsrevisionismus, Verschwörungsmythen und Pandemie-Leugnung.
08.10.2021 | 08:30 | Stadtteilzentrum LISA, Werner-Seelenbinder-Straße 28A, Jena
Gespräche und Workshops zur Arbeit mit rechtsextrem einstiegsgefährdeten und orientierten Jugendlichen.

Vortrag Dr. Stefan Tepper vom Landesdemokratiezentrum Niedersachsen

„Soziale Arbeit und Jugendhilfe können mehr bewirken als Sie denken“, sagt Dr. Stefan Trepper, Autor des Buchs „Nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein“. Darin untersucht er auch die Wirkkraft sog. außerszenischer Akteure, wie Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe, Jugend(sozial)arbeit sowie der formalen Bildung. Sie sollten die eigenen Stärken in der Auseinandersetzung mit rechtsextrem einstiegsgefährdeten und orientierten Jugendlichen genauso erkennen und nutzen, wie ihre Grenzen. Ein kraftvoller Appell an unsere professionelle Verantwortung.
In der gemeinsamen Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, dem Fachdienst Jugend und Bildung Jena sowie Distanz e.V. aus Weimar erörtert Dr. Tepper die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit in der Präventions- und Distanzierungsarbeit.

Fachdiskussion
Unter Beteiligung der Teilnehmer*innen, Judith Meixner von Distanz e. V. und Dr. Stefan Tepper zum Thema Hinwendungs- und Distanzierungsmotive zum Rechtsextremismus.

Workshops
von Distanz e.V. zu Möglichkeiten und Grenzen der Distanzierungsarbeit für die eigene Arbeit.
Themenschwerpunkte:
• Welche Motive führen junge Menschen in die rechtsextremen Szenen?
• Wie kann frühzeitig erkannt und gegengesteuert werden, wenn Jugendliche verstärkt der rechtsextremen Szene hinwenden?
• Wie können Jugendliche bei der Abwendung aus rechtsextremen Kreisen unterstützt werden – der BRAKE-Ansatz?

Abschlussdiskussion
„… das war nicht zu akzeptieren – ein kritischer Blick auf die pädagogische Arbeit im Umgang mit Rechtsextremismus“.
Ein Gespräch mit Dr. Stefan Tepper, Judith Meixner und Alexander Krampe
(Partnerschaft für Demokratie Jena) moderiert von Peter Reif-Spirek, LZT Thüringen

Anmeldung bei Thomas Schnabelrauch, Fachdienst Jugend und Bildung / Jugendamt Jena unter: thomas.schnabelrauch@jena.de
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Halbstarke Vorurteile und knallharte Fronten… ist da noch was zu machen?
24.10.2021
bis 02.11.2021 | Israel
Nachdem die geplante Israel-Reise der LZT im Jahr 2020 pandemiebedingt zwei Mal abgesagt werden musste, wird sie nun vom 24. Oktober bis 2. November 2021 stattfinden. Das Angebot richtet sich an Interessierte in Thüringen (Wohn-/Arbeitsort), vorrangig an Personen mit Multiplikatoren-Funktion (Bildung, Journalismus, Kunst, Kultur, Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Vereins-/Verbandsarbeit), die sich ggf. auch für Projekte in Israel interessieren. Die Studienreise ist beim TMBJS als Bildungsmaßnahme gemäß Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz angemeldet. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen kann dafür Bildungsurlaub gewährt werden.
Die Teilnehmerzahl ist auf 32 begrenzt - Anmeldeschluss ist der 7. Juli 2021.
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Israel-Reise der LZT 2021
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