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06.07.2021 | 19:00 | Kino mon ami Weimar, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Film & Gespräch
Bei einem Diebstahl auf dem Güterbahnhof erkennt der angesehene Fahrdienstleiter Brock einen der Diebe. Während der Gegenüberstellung identifiziert er ihn jedoch nicht und bittet um Versetzung – angeblich wegen seiner Tochter Vera. Indes hetzt Runge seinen Komplizen, den jungen Schlosser Frank, auf Vera. Er soll sie mit falschen Aussagen des Vaters über den Tod der Mutter konfrontieren. Angeblich sei diese in Küstrin bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen, Vera ins Waisenhaus nach Arnstadt. Frank verliebt sich in Vera, beide fahren zu Nachforschungen nach Thüringen. Sie finden heraus, dass Brock und Runge sich kennen. Während des Zweiten Weltkriegs hat Runge die Schwäche Brocks, dessen Frau einen jüdischen Flüchtling versteckte, ausgenutzt. Er erschoss den Flüchtling und lieferte Brocks Frau der Gestapo aus. Sie wurde ermordet. Aus Scham log Brock und legte sich eine neue Identität zu. Erst nachdem Runge auch Frank getötet hat, bricht Brock sein Schweigen. „Das zweite Gleis“ ist der einzige DEFA-Film, der die ehemaligen Nazis nicht im Westen Deutschlands ausfindig macht, von Kollektivschuld spricht und von den DDR-Bürgern wissen will: Was hast Du vor 1945 getan? Der Film ist in jeder Hinsicht eine Herausforderung und „einer der besten, die bei der DEFA produziert wurden“. (Filmmuseum Potsdam)
Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe „Jüdische Geschichte(n)“ zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“
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„Das zweite Gleiß“ (DDR 1962) Film-Tour „Inszenierte Realität…“ zum 75. Jahrestag der DEFA-Gründung mit Klaus-Dieter Felsmann
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