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14.10.2021 | 19:00 | Teistungen, Grenzlandmuseum Eichsfeld, Duderstädter Straße 7
Im Jahr 1964 finden in Tokio die ersten Olympischen Sommerspiele in Asien statt. In einer Hochphase des Kalten Krieges und 19 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki sollen die Spiele der XVIII. Olympiade zu einem Symbol für eine friedliche Welt werden. Insbesondere das geteilte Deutschland soll das unter Beweis stellen: Auf Anordnung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) müssen Bundesrepublik und DDR trotz gegensätzlicher Gesellschaftssysteme mit einer gemeinsamen Mannschaft in Tokio antreten. Danach geht der olympische Sport in beiden deutschen Staaten 28 Jahre lang getrennte Wege. Dieses Buch und der dazugehörige Dokumentarfilm erzählen erstmals die Geschichte des gesamtdeutschen Olympiateams von 1964. Basierend auf Erinnerungen von Olympiateilnehmern, Archivmaterial von den Wettkämpfen in Tokio und vieler anderer Quellen lassen „Die kalten Ringe“ diese spannende Episode der deutsch-deutschen Sportbeziehungen noch einmal aufleben. Gleichzeitig beleuchten Buch und dazugehöriger Film das Verhältnis von Sport und Politik in den internationalen Beziehungen.

Rene Wiese promovierte 2012 zur Geschichte der Kinder- und Jugendsportschulen der DDR. Er ist Vorsitzender und Vorstand des Zentrums deutsche Sportgeschichte e. V. in Berlin und hat seit 2004 als Kurator und Autor an einer Vielzahl von Ausstellungsvorhaben und Bildungsveranstaltungen zur Geschichte des Sports mitgewirkt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der DDR-Fußball, die deutsch-deutsche Beziehungsgeschichte im Sport und das Themenfeld Fans und Fußball.
Rene Wiese/Thomas Grimm:
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