Veranstaltungen

03.05.2022 | 19:00 | Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Buchvorstellung mit Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien am Touro College Berlin

Vor 80 Jahren, am 15. März 1942, begann die "Aktion Reinhardt". Die deutschen Besatzer deportierten die Jüdinnen und Juden aus den Ghettos im besetzten Polen und töteten sie in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibór und Treblinka mit Gas. Bis November 1943 ermordeten sie in diesen Lagern annähernd zwei Millionen Menschen, verbrannten ihre Leichen und vergruben die Asche. Weniger als 150 Menschen überlebten.

In Deutschland und weltweit steht Auschwitz symbolisch für die Ermordung der Jüdinnen und Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Die Aktion Reinhardt mit ihren Vernichtungslagern Belzec, Sobibór und Treblinka führt demgegenüber ein Schattendasein in der Erinnerungskultur. Dabei steht sie wie Auschwitz für den Kern des Holocaust: die industrielle Tötung von Menschen. Indem die Täter die Mordstätten abbauten und alle Zeugnisse verbrannten, wollten sie nicht nur die physische Existenz ihrer Opfer vernichten, sondern auch die Erinnerung an sie.

In der ersten Gesamtdarstellung der "Aktion Reinhardt" in deutscher Sprache rückt Stephan Lehnstaedt, von 2010 bis 2016 Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Warschau, die Toten von Belzec, Sobibór und Treblinka wieder ins Bewusstsein und erinnert damit eindrücklich an die Ermordung der polnischen Jüdinnen und Juden.

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
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Weiter Informationen finden Sie unter: https://www.topfundsoehne.de/ts140266
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Buchvorstellung: Der Kern des Holocaust. Belzec, Sobibór, Treblinka und die Aktion Reinhardt
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