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06.02.2023 | 19:00 | Weimar, ACC Galerie, Burgplatz 1-2
Die Künstlerin Gabriele Stötzer war das Kraftzentrum des lebendigen Untergrunds in Erfurt. Sie selbst saß nach der Biermann-Ausbürgerung 1976 in Untersuchungshaft und im Frauengefängnis Hoheneck. Ihre einjährige Haft führte aber nicht zum Verstummen. Nach ihrer Freilassung leitete sie eine Untergrundgalerie und gründete eine Künstlerinnengruppe. Am 4. Dezember 1989 besetzte sie als erste gemeinsam mit Gleichgesinnten das Gebäude der Staatssicherheit in Erfurt. Nach über 25 Jahren hat Gabriele Stötzer in den Archiven der Stasi zu ihrer eigenen Vergangenheit und der weiterer 32 Künstlerkollegen geforscht. Sie hat einen sachlichen Text über die unterschiedlichen Formen der Observation geschrieben, die die innere Logik der Überwachungsbehörde freilegen. Originaldokumente aus den Akten, Fotografien aus dem Untergrund sowie Found Footage aus der Zeit der 1960er bis 1980er Jahre ergänzen ihren Text.
Gabriele Stötzer, geboren 1953, Künstlerin und Schriftstellerin. In der DDR aus politischen Gründen in Haft, Leiterin einer privaten Galerie in Erfurt, unangepasste Fotografin, Schriftstellerin, Performance- und Videokünstlerin, Mitgründerin von „Frauen für Veränderung“, Mitinitiatorin der ersten Besetzung einer Stasi-Bezirksverwaltung im Dezember 1989.
Gabriele Stötzer: Der lange Arm der Stasi
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