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11.10.2023 | 18:30 | Erfurt, Stadt- und Regionalbibliothek, Domplatz 1
Als Ex-Bundeskanzler Willy Brandt den Mauerfall mit den Worten „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“ kommentierte, glaubte wohl die Mehrheit der Deutschen, dass die Teilung des Landes schnell überwunden sein wird. Doch obwohl sich Ostdeutschland seit der Vereinigung rasant entwickelt hat und mit dem Westteil der Republik zusammengewachsen ist, bestehen zahlreiche Unterschiede bis heute. Deshalb sind viele Menschen in Ostdeutschland unzufrieden mit dem Verlauf des Vereinigungsprozesses, fühlen sich gegenüber Westdeutschen benachteiligt und von ihnen diskriminiert. Der Autor Tobias Frank blickt zurück auf seine gesellschaftliche Prägung in der DDR und den für viele seiner Landsleute schwierigen Weg der Transformation in eine neue Gesellschaft. Mit kritischem Blick analysiert er Verdrängungsstrategien und verbreitete Mythen in der deutschen Gesellschaft, die aus dem Aufwachsen in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen resultieren und das Zusammenwachsen der Menschen in Deutschland erschweren – bis heute!

Tobias Frank, geboren 1959 in Frankenberg/Sachsen, arbeitete als Fertigungsplaner im „Barkas-Werk“ Frankenberg und studierte zwischen 1997 und 2002 Soziale Arbeit an der FH Erfurt. Der Sozialpädagoge arbeitete für verschiedene freie Träger in Thüringen und war Lehrbeauftragter an der FH Erfurt. Seit 2011 ist er als Jugendhilfeplaner beim Landkreis Holzminden tätig und seit 2013 zudem Lehrbeauftragter an der HAWK Holzminden.
Tobias Frank: „… damit zusammenwächst, was zusammengehört“
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