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Stacheldraht, Sperrzone, Zwangsaussiedlungen. Die Befestigung der DDR-Westgrenze 1952
Stacheldraht, Sperrzone, Zwangsaussiedlungen. Die Befestigung der DDR-Westgrenze 1952
35 Seiten - Im Frühjahr 1952 wurde die Westgrenze der DDR mit Stacheldraht befestigt. Die SED-Führung beschloss die »Errichtung eines besonderen Regimes« in einer Fünf-Kilometer-Sperrzone entlang der Grenze. Mehr als achttausend Menschen wurden als »feindliche Elemente« aus dem DDR-Grenzgebiet zwangsausgesiedelt. »Aktion Ungeziefer« nannten es die Genossen. Kurz darauf, im Juli 1952, beschlossen die Teilnehmer der 2. Parteikonferenz der SED den beschleunigten »Aufbau des Sozialismus« in der DDR.
Autor: Roman Grafe
Datum: 2022
Art: Heft
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Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte
Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte
79 Seiten - Thüringen kann auf eine mehr als 1500-jährige bedeutende Landesgeschichte zurückblicken. In jener einzigartigen Kulturlandschaft um UNESCO-Welterbe Wartburg und Weimar ist einer der ältesten deutschen Volksstämme beheimatet. Neun „Schlüsselmomente“ sollen verdeutlichen, wie der Prozess vom Königreich zum Freistaat ablief, aber auch welche alternativen Entwicklungen möglich gewesen wären.
Autor: Steffen Raßloff
Datum: 2022
Art: Buch
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Widersprüchlicher Neubeginn. Ostdeutsch-jüdische Geschichten nach 1945
Widersprüchlicher Neubeginn. Ostdeutsch-jüdische Geschichten nach 1945
158 Seiten - Die Überlebenden des Holocaust, die sich nach dem Ende des Krieges in der sowjetischen Besatzungszone niederließen, schwankten noch etliche Jahre lang zwischen Bleiben und
Gehen. Während die einen Deutschland nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Palästina oder den USA ansahen, letztlich aber doch in Berlin, Erfurt oder Leipzig blieben, sahen sich andere zu Beginn der 1950er-Jahre erneut zur Flucht aus ihrer alt-neuen Heimat gezwungen.
Nur ein kleinerer Teil schloss sich wieder zu jüdischen Gemeinden zusammen. Die meisten der aus dem Exil in den sowjetischen Machtbereich zurückgekehrten Juden standen der Religion eher fern und wollten am Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft mitwirken.
Der Band beleuchtet einzelne widersprüchliche Aspekte dieses Neubeginns: Freiheit der Religionsausübung, staatliche Unterstützung für die Gemeindegründung und besondere soziale Fürsorge für die Überlebenden waren überschattet von fortdauerndem Antisemitismus in der Bevölkerung, vom Scheitern einer Wiedergutmachungsregelung und von der stalinistischen Verfolgung, die phasenweise auch eine deutlich antisemitische Richtung aufwies.
Autor: Annette Leo, Peter Reif-Spirek (Hrsg.)
Datum: 2022
Art: Buch
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Die Neuerfindung der Wartburg im 19. Jahrhundert
Die Neuerfindung der Wartburg im 19. Jahrhundert
36 Seiten - Historische Ereignisse, aber auch Mythen und Legenden, die mit der Wartburg verknüpft sind, wurden im 19. Jahrhundert mit Wünschen und Sehnsüchten der Menschen verbunden: Das Mittelalter mit der Wartburg als trutziger Landgrafenburg, der sagenhafte Sängerkrieg, der Wohnort der Landgräfin Elisabeth und die Wartburg als Versteck für den in die Reichsacht gefallenen Martin Luther, der hier die Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Hebräischen, dem Griechischen und Lateinischen in nur zehn Wochen schuf. Für viele Menschen ergaben sich Anknüpfungspunkte, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden.
Autor: Annette Seemann
Datum: 2022
Art: Heft
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Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen. Ortsverzeichnis und Bibliografie
Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen. Ortsverzeichnis und Bibliografie
128 Seiten - Für alle, die sich näher mit den Ereignissen in ihrem Ort oder ihrer Region beschäftigen wollen, bietet das hier vorliegende Ortsverzeichnis dazu nun eine hilfreiche Ergänzung. Für 345 Thüringer Orte nennt es nach einer knappen chronologischen Auflistung der lokalen Fälle auch die dafür herangezogenen Quellen. Es gibt somit Antwort auf die Fragen: Was war überhaupt los an diesem Ort (bzw. was ist bisher bekannt)? Wo finde ich die entsprechenden Informationen, an denen ich mit meinen eigenen Recherchen ansetzen kann? Eine umfangreiche Bibliografie mit über 360 Titeln versammelt die für unterschiedliche Aspekte der Thüringer Hexenverfolgungen relevante Literatur und erleichtert damit den Einstieg ins Thema.
Autor: Ronald Füssel
Datum: 2021
Art: Buch
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Süßes aus dem Osten! Schokolade aus Saalfeld
Süßes aus dem Osten! Schokolade aus Saalfeld
140 Seiten - Süßes ging immer! Doch was machte den besonderen Erfolg der Schokoladenfabrik aus, die seit 1901 bis heute in Saalfeld produziert? Das Buch erzählt die bewegte Geschichte des Familienunternehmens Mauxion, das im Kaiserreich und in der Weimarer Republik mit Mut, Risikokapital und aufsehenerregenden Werbekampagnen ins Premiumsegment der Schokolade aufstieg, am kleinen Konsumwunder des Dritten Reiches teilhatte, in der Kriegswirtschaft ansehnliche Gewinne erwirtschaftete und nach 1945 in der SBZ enteignet wurde. Es folgte eine doppelte Gründung unter gänzlich verschiedenen Vorzeichen: der bescheidene Neustart des alten Unternehmens im Westen und der Abstieg ins Mittelfeld der Schokolade unter marktwirtschaftlichen Bedingungen sowie der
Neubeginn als Volkseigener Betrieb, VEB Rotstern, in Saalfeld und der Aufstieg zum Monopolisten in der Planwirtschaft. Die Transformation 2.0 folgte nach 1989: Der Betriebsstandort Saalfeld wurde zur modernen Stollwerck-Produktionsstätte im vereinten Deutschland. Aber auch Rotstern, die alte Marke aus DDR-Zeiten, kehrte wieder.
Autor: Karin Hartewig
Datum: 2021
Art: Buch
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Reformer der Pädagogik in Thüringen
Reformer der Pädagogik in Thüringen
88 Seiten - Thüringen ist besonders reich an solchen prägenden pädagogischen Persönlichkeiten. Hier spielt die bedeutende pädagogische Tradition der Universität Jena seit dem 18. Jahrhundert eine wesentliche Rolle. Auffällig ist, dass reformfreudige Erzieher seit der Reformationszeit immer wieder zu finden sind, dass sie ab dem 17. Jahrhundert große nachhaltige Wirkung auf das allgemeine Bildungssystem, zum Teil auch „nur“ auf den Sektor der Vorschulerziehung oder die Privatschulerziehung hatten.
Autor: Annette Seemann
Datum: 2021
Art: Buch
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Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen
Hexen und Hexenverfolgung in Thüringen
155 Seiten - Zwischen 1526 und 1731 haben Thüringer Gerichte über 1.500 Hexenprozesse geführt, bei denen etwa 900 Menschen den Tod fanden – die meisten davon Frauen. Man hatte ihnen vorgeworfen, sich mit dem Teufel verbündet sowie durch Zauberei Mensch und Vieh Schaden zugefügt zu haben. Wer dies gestand, war laut Gesetz zum Tod im Feuer zu verurteilen. Doch nicht alle Verdächtigen ließen sich ein Geständnis abpressen: Sie wurden wieder entlassen oder des Landes verwiesen, kamen also mit dem Leben davon. Zusammen mit den benachbarten fränkischen Hochstiften Bamberg und Würzburg bildete vor allem der Süden Thüringens eine Kernzone der deutschen Hexenverfolgungen.

Aber was war überhaupt eine Hexe? Wie liefen die Verfahren eigentlich ab? Wer war daran beteiligt? Was genau hat man den Beklagten vorgeworfen? Und überhaupt: Wer waren die „Thüringer Hexen“? Der Marburger Historiker Dr. Ronald Füssel hat das umfangreiche Quellenmaterial in den Thüringer Archiven ausgewertet und kann diese Fragen verständlich beantworten. Dabei räumt er auch mit vielen falschen Vorstellungen und Klischees über das Thema auf, gibt einen allgemeinen Überblick über die Zeit der Hexenverfolgungen in Deutschland und erklärt, wie sich das Bild der Hexe in den letzten 300 Jahren grundlegend gewandelt hat.
Autor: Ronald Füssel
Datum: 2021
Art: Buch
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Das KZ Buchenwald 1937 bis 1945
Das KZ Buchenwald 1937 bis 1945
127 Seiten - Im Sommer 1937 ließ die SS auf dem Ettersberg nahe der Stadt Weimar das KZ Buchenwald errichten. Es wurde zu einem der größten nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bis zur Befreiung im April 1945 durchliefen mehr als eine Viertelmillion Menschen aus nahezu allen Ländern Europas das Lager auf dem Ettersberg oder eines seiner 130 Außenlager. 56.000 von ihnen überlebten nicht. Der vorliegende Band stellt die Geschichte des KZ Buchenwald in wesentlichen Zügen, Entwicklungen und Zusammenhängen vor. Der Blick auf die Binnengeschichte des Lagers wird verbunden mit dem Blick auf die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus - eine Gesellschaft, die Ausgrenzung und Konzentrationslager überwiegend für gerechtfertigt hielt und sich der Lager und Häftlinge auf vielfältige Art und Weise bediente.
Autor: Michael Löffelsender
Datum: 2020
Art: Buch
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Thüringen 1:250000 Karte geografisch, politisch
Thüringen 1:250000 Karte geografisch, politisch
Karte Freistaat Thüringen politisch, geografisch ca. 80 x 66 cm
Autor: Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
Datum: 2020
Art: Heft
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Der Schwarze Tod. Die Pest in Mitteldeutschland 1349-1683
Der Schwarze Tod. Die Pest in Mitteldeutschland 1349-1683
128 Seiten - Hier wird das Auftreten und Wirken der Pest in Mitteldeutschland
dargestellt. Dabei wird unter dem mitteldeutschen Raum das heutige Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verstanden. Diese Region stellt nicht nur einen
geografisch zusammenhängenden Raum dar, auch die politische, historische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Territorien war eng miteinander verflochten. Es ist somit möglich aufzuzeigen, welche regionale Faktoren Einfluss
auf Wirken und Verbreitung der Pest hatten.
Autor: Matthias Uhl
Datum: 2020
Art: Buch
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Meckern in der Provinz. Am Beispiel der NDPD im Bezirk Erfurt
Meckern in der Provinz. Am Beispiel der NDPD im Bezirk Erfurt
82 Seiten - Die Parteiführung wollte Harmonie, doch die Basis der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD) stellte sich mitunter quer. In der DDR waren missliebige Äußerungen über das politische System unerwünscht, bei Tagungen von Parteien ganz besonders.
Autor: Christian Thiele
Datum: 2020
Art: Buch
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Zwangsarbeit für den
Zwangsarbeit für den "Endsieg" Das KZ Mittelbau-Dora 1943-1945
94 Seiten - Das KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen in Nordthüringen war das letzte von den Nationalsozialisten gegründete KZ-Hauptlager.
Autor: Jens-Christian Wagner
Datum: 2020
Art: Buch
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Heimat: Räume, Gefühle, Konjunkturen
Heimat: Räume, Gefühle, Konjunkturen
112 Seiten - Der Band beleuchtet das Thema „Heimat“ in seiner
Vielfalt und Vieldeutigkeit. Gegenstand und Umfang verbieten dabei auch nur den leisesten Gedanken an Vollständigkeit. Vielmehr versteht sich die Publikation als Einladung, dem Thema Heimat bewusst nachzugehen und eine ganz persönliche Definition dessen, was Heimat ist, sein soll und kann, zu finden, zu erweitern oder zu hinterfragen.
Autor: Uta Bretschneider
Datum: 2020
Art: Buch
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Operation
Operation "Osoawiachim" - Deutsche Raketenspezialisten in der UdSSR 1946 - 1958
152 Seiten - Nachdem sich die US-Armee aus Thüringen zurückgezogen hatte, fielen der nachrückenden Roten Armee all jene Produktions- und Forschungsstätten zu, die in den letzten Jahren des Krieges hierher verlagert worden waren. Auch wenn die Amerikaner recht erfolgreich den ersten Zugriff auf Spezialisten und Produktionsstätten hatten, setze die sowjetische Seite bald darauf auf massiven Technologietransfer. Dazu diente zunächst die Weiterführung der in der Sowjetischen Besatzungszone vorhandenen Forschungskapazitäten. Bald jedoch entschied sich die sowjetische Seite, Spezialisten und Maschinen in die UdSSR zu bringen. Etwa 300 deutsche Spezialisten wurden unter Zwang in die Nähe von Moskau verbracht und arbeiteten dort an dem sowjetischen Raketenprogramm mit.
Autor: Matthias Uhl
Datum: 2020
Art: Buch
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Verfassung des Freistaats Thüringen und Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Verfassung des Freistaats Thüringen und Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Text der Verfassung des Freistaats Thüringen und des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland
Datum: 2020
Art: Heft
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Auf-Bruch: Die Thüringer Frauenbewegung in der Friedlichen Revolution 1989
Auf-Bruch: Die Thüringer Frauenbewegung in der Friedlichen Revolution 1989
100 Seiten - Das Buch lässt Frauen aus Thüringen zu Wort kommen, die ihre Sicht auf den gesellschaftlichen Umbruch schildern, auf ihre Rolle und ihr Gewordensein. Die Mehrzahl der Interviewten hat sich bereits in den 1980er-Jahren in zumeist nichtkonfessionellen Frauengruppen unter dem Dach der Kirche zusammengefunden, um über ihr Selbstverständnis aus feministischer Sicht, über unterschiedliche Problemlagen wie das Rollenverständnis in der Ehe, die Verteilung der häuslichen Arbeit, Friedensprojekte und Ökologie miteinander zu reden.
Autor: Christiane Kloweit, Doris Weilandt
Datum: 2020
Art: Buch
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Judenmord
Judenmord
27 Seiten - Das Foto des kleinen Jungen mit erhobenen Händen, umgeben von
Resignierten, Verzweifelten und Geängstigten, in Schach gehalten von bewaffneten Männern in Uniform mit Stahlhelmen, kennt alle Welt. Das Bild ist emblematisch für den Holocaust. Aufgenommen im April 1943 in Warschau von einem unbekannten Fotografen.
Autor: Wolfgang Benz
Datum: 2020
Art: Heft
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Umbruch 1919. Thüringen zwischen Revolution und Landesgründung
Umbruch 1919. Thüringen zwischen Revolution und Landesgründung
80 Seiten - Thüringen stand um das Jahr 1919 wie kaum eine andere Region im Deutschen Reich für den radikalen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg: 1918 kam es in seinen Kleinstaaten zu zahlreichen revolutionären Ereignissen. Kurz darauf stimmten die Arbeiter- und Soldatenräte für einen Zusammenschluss der thüringischen Staaten. Hierzu handelten die Landesvertretungen im Frühjahr 1919 einen Gemeinschaftsvertrag aus. Aufgrund der Einzelinteressen in den Regionen kam es jedoch zu Konflikten: Coburg und das thüringische Preußen traten dem Vertragswerk nicht bei, sodass am 1. Mai 1920 nur die „kleinthüringische Lösung“ als einzige territoriale Neugründung der Weimarer Republik verwirklicht werden konnte.
Autor: Christian Faludi, Manuel Schwarz
Datum: 2019
Art: Buch
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Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus
Paul Schäfer. Erfurter Kommunist, ermordet im Stalinismus
Das Leben des Erfurter Schuharbeiters Paul Schäfer zeugt von Kampfbereitschaft, Solidarität und Selbstorganisation, aber auch von politischem Dogmatismus und Kritiklosigkeit gegenüber der Sowjetunion. Als kommunistischer Funktionär hatte er Aufstiegschancen, die Menschen seiner sozialen Herkunft verschlossen blieben. Seine Hinrichtung in der Sowjetunion 1938 markiert die Tragik seines Lebens: Er wurde Opfer in dem Land, in das er vor den Nazis geflohen war und das er als seine politische Heimat empfand. Die Legende, die ihn 1945 zu einem Märtyrer des Kampfes gegen Franco im Spanischen Bürgerkrieg machte, war der Versuch eines alten Freundes, der in Erfurt zurückgebliebenen Witwe zu helfen. Für jene, die in der DDR vom Tod Paul Schäfers in Moskau wussten, war es eine Lüge, der zu widersprechen sie nicht wagten, die sie mittrugen oder selbst aktiv am Leben hielten.
Autor: Annegret Schüle, Stefan Weise, Thomas Schäfer
Datum: 2019
Art: Buch
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